Fandom

Weltenbibliothek

Meyer Lansky

882Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Meyer Lansky: (eigntl. Majer Pjotr Goshpo Suchowliński), geb. 30. Januar 1900 in Babayaga (westliches Russland), gest. 12. Mai 1999 in Westerland (Sylt, Terra maligna), war neben seinem Freund und Mentor Lucky Luciano der grösste malignesische Gangster des 20. Jhdts. und Mitglied des berüchtigten Rat Packs.

Kindheit und Jugend

Majer Pjotr verbrachte eine vergleichsweise glückliche Kindheit im ländlichen Babayaga als achter Sohn und insgesamt dreizehntes Kind seiner Eltern. Auch wenn die Familie erst seit drei Generationen der Leibeigenschaft entronnen war und sich mit 15 Personen eine Zweiraumhütte mit den Grosseltern teilen musste, wuchs Majer Pjotr zu einem stattlichen starken Burschen heran. Die täglichen 12 Stunden Arbeit, zunächst auf den Kartoffelfeldern, später bei den Holzfällern und Flössern, taten das ihrige dazu, dass Majer zeit seines Lebens als ein "Kerl wie ein Baum" beschrieben wurde, der seiner Heimat in mancher Sitte fest verhaftet blieb (längst Millionär geworden, gab es beispielsweise auch in späteren Jahren in Terra maligna zu jedem Festessen im Hause Meyer Lanskys bergeweise Pellkartoffeln und das Rettungsfloss zu seiner 40meter-Yacht soll er eigenhändig aus kalifornischer Rottanne gebaut haben).

Beim Streit um eine zweite Portion Kartoffeln im Holzfällercamp beging Majer Pjotr denn auch 1915 seinen ersten Totschlag, indem er seinem gierigen Kontrahenten einen selbstgeschnitzten Holzstab durchs linke Ohr einmal quer durch den Schädel rammte. Seine allfällige Flucht beging der leicht verwirrte Majer irrtümlicherweise in Richtung Osten, woraufhin er knapp anderthalb Jahre quer durch Russland irrte, bis er 1916 endlich die südrussische Küste erreichte, wo er auf einem dort wasserfassenden malignesischen Walfänger anheuerte und 1917 in Nantuckett malignesischen Boden betrat. Über die nächsten knapp 11 Monate hat Majer sein Leben lang geschwiegen, Tatsache ist aber, dass er am 3. März 1918, mit einer langen Narbe quer über sein Gesicht, Bronxtown erreichte.

Begegnung mit dem Rat Pack

Meyer Lansky, wie er sich seit Betreten Terra malignas nannte, war sehr entschlossen, seine Zeit nicht zu vergeuden, sondern sich sofort einen angemessenen Platz in der Gesellschaft zu erobern. Erkundigungen, wer denn hier in der Stadt die erfolgversprechendsten Aufsteiger seien, hatten ihn rasch nach Little Littletown geführt. Dort betrat er denn Ende April 1918 das Lokal "Da Bruno", seine Jacke über dem Arm, seine mächtigen Muskeln in einem durchlöcherten Unterhemd allen präsentierend und die historischen Worte aussprechend "Wem muss ich hier die Fresse polieren, um die Nummer 1 zu werden?". Lucky Luciano, Dutch Schultz und Bugsy Siegel, die gerade den Sieg über eine nunmehr nur noch der Geschichte angehörende irische Gang mit einem zünftigen Pasta-Gelage feierten, prusteten ihre Bolognese meterweit durchs Lokal, während ihre Leibwächter, acht äusserst verwegene Burschen offenbar rammsteinscher Abkunft, sofort Meyer Lansky umringten. Luciano selbst, immer noch laut lachend, erhob sich, wischte sich mit einer halbtischtuch grossen Serviette den Mund sauber, und gab den acht Schlägern das Zeichen zum Losschlagen. Nur fünfzehn Sekunden später lagen sechs der Burschen ohnmächtig unter den Tischen, während Meyer Lansky den letzten Zwei krachend ihre Schädel gegeneinander schlug. Wortlos gab Luciano dem Wirt des Lokales einen Wink, einen weiteren Stuhl und ein frisches Gedeck an den Tisch zu bringen. Mit einem Handzeichen forderte er Meyer Lansky zum Platznehmen auf. Das Rat Pack war komplett und sollte ab nun in dieser Konstellation für nahezu zwei Jahrzehnte die Unterwelt Terra malignas regieren.

König der Unterwelt

Meyer Lansky war ein wahrer Glücksgriff für das Rat Pack. Durch seine jüdische Abstammung und seinen Hang zu eitler Selbstdarstellung war er der geborene Mann für exaltierte gesellschaftliche Auftritte in den gehobenen Kreisen der Bronxtowner Society. Er eröffnete dem Rat Pack den bis dahin völlig neuen Geschäftszweig der Erpressung. Hierbei ging es keineswegs nur um Geld, sondern vielmehr um Einflussnahme und Information. Spätestens ab Mitte der 20er Jahre war Meyer Lansky ein gern gesehener illustrer Gast auf allen Parties und gesellschaftlichen Veranstaltungen. Legendär seine Auftritte bei Pferderennen und Boxkämpfen, wo er als nobler Verlierer bei Wetten genauso reüssierte wie als galanter Beau, der auch zu den unmöglichsten Tageszeiten der Damenwelt stets frische Blumenbouquets oder erlesene Pralinenkörbe überreichte. Mit zunehmendem Reichtum durch die Erfolge des Rat Packs stieg Meyer Lansky bald zu einem der gefragtesten Junggesellen der Stadt auf. Manche Hoffnung auf eine vorteilhafte Eheschliessung indes zerstob, als er Ende 1929 eine völlig unbekannte, blässlich-unscheinbare junge Dame ehelichte, die nie, aber auch nie jemand hat je ein Wort reden hören, die aber über mehr als 40 Jahre die stets freundlich lächelnde und den pompösen Haushalt der Lanskys aufs beste besorgende Gefährtin des Gangsterbosses sein sollte. Erst viele Jahre später erfuhr Luciano, unter dem Siegel der Verschwiegenheit, dass Lanskys Gattin taubstumm sei. "Nur so kann ich sicher sein, dass sie nichts hört, was sie nicht hören soll und nichts sagt, was sie nicht sagen soll" waren Lanskys erklärende Worte.

Ungeachtet seiner gesellschaftlichen Stellung vernachlässigte Meyer Lansky nicht die Basisarbeit. Regelmässig nahm er an äusserst gefährlichen, hohen körperlichen Einsatz verlangenden Aktionen des Rat Packs teil. Zeit seiner aktiven Laufbahn hielt er sich körperlich fit und es war ihm stets ein Vergnügen, bei Überfällen auf andere Gangs in vorderster Linie zu stehen und seine Bärenkräfte spielen zu lassen. Nur mit äusserstem Widerwillen hat er denn auch darauf verzichtet, beim Grossen Totmachen selbst einzugreifen, eine Entscheidung jedoch, die sich auf seine Lebenserwartung durchaus positiv auswirkte.

Späte Jahre

Da durch aufklärerischen Journalismus und üble Propaganda Meyer Lansky ab den 60ern mehr und mehr als Verbrecher dargestellt wurde, kaufte er sich Zug um Zug von seinem Vermögen Zeitungen, Radio- und Fernsehsender und versuchte auf diese Weise, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Hochbezahlte Ghost Writer schrieben für ihn Gedichtbände und Novellen aus der Zeit des Rokoko, mit denen er als Geistesfürst und Liebhaber der Schönen Künste auftreten wollten. Seine Unart, bei jeder Präsentation eines neuen Buches im Blitzlichtgewitter der Photographen eine Kartoffel in seiner Bärenpranke zu zerquetschen, machten ihn jedoch mehr und mehr zum Gespött, ein Umstand, der Lansky zuletzt sehr verbitterte. Er kaufte sich daraufhin die Insel Sylt und liess darauf Schlösser und Burgen im europäischen Stil errichten. Zug um Zug kaufte er Kunstwerke der Renaissance auf, kleidete seine Bediensteten zeitgenössisch ein und verbrachte sein Alter, mit einer Krone auf dem Kopf, in dieser Museumswelt. Bei seinem Tod murmelte er das in die Geschichte eingegange rätselhafte Wort "Rosebud".

Zitate

  • "Bratkartoffeln" (auf die Frage eines Kellners im Ritz, welche Beilage er zu seinem "Hummer Royale" wünsche)
  • "Kartoffelsalat" (auf die Frage eines Kellners im Waldorf-Astoria, welchen Salat er zu seinem Filet Wellington wünsche)
  • "Kartoffeln" (auf die Frage seines Leibdieners, welche Pflanzen auf sein späteres Grab gepflanzt werden sollten)

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki