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Marco - Die wundervollen Erkenntnisse eines Reisenden

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VorwortBearbeiten

Ich habe eigentlich nie Tagebuch geführt. Ich hielt es nie für notwendig. Aber jetzt, wo mich die Reiselust überkommen hat, bin ich doch damit angefangen. So viele spannende Geschichten sollten doch auf Papier festgehalten werden! So viele Abenteuer sind es wert, gelesen und bewahrt zu werden, und von so vielen Erfahrungen sollten auch andere profitieren können!
Abenteuer, ja! Die sind es wert niedergeschrieben zu werden. Blöderweise hab ich noch kein einziges Abenteuer erlebt. Aber ich werde! Verlasst euch drauf! Ich werde meine öde Heimat verlassen, der Beschluss steht fest und dann stürze ich mich auf die Welt! Und alles werde ich hier niederschreiben, und noch in tausend Jahren wird man mich für meinen Mut und meine Heldentaten bewundern! Ich werde ein ganz großer Abenteurer sein, ein Vorbild sogar! Und alles wird hier in meinem Tagebuch stehen. Jeder Tag, der mich diesem Ziel näher bringt und wenn ich einmal groß bin, werde ich dieses Buch veröffentlichen, und jeder kann sehen, wie heldenhaft mein Leben war.

Marco - Freitag den 2. Juni 1712, Deutschland

Die AbreiseBearbeiten

Es hat sich als unerwartet schwierig herausgestellt, meine Eltern dazu zu bringen, mich einfach so gehen zu lassen. Letztendlich habe ich sie auch nicht überzeugen können. Darum ein schneller Aufbruch bei Nacht, beschrieben in untypisch kurzen Sätzen. Proviant habe ich schon in der letzten Woche besorgt. Mein halbes Erspartes ist dafür draufgegangen. Ich hab auch ein Messer gekauft. Man kann ja nie wissen. Außerdem habe ich mir einen Rucksack genäht. Ich wollte erst einen Beutel an einen Stock binden und ihn mir über die Schulter legen, wie in den ganzen Büchern, aber ich hab festgestellt, dass in so einen Beutel kaum was reinpasst. Und ich brauche ja Platz für die vielen Andenken und Schätze aus fernen Ländern! Ich habe auch eine Karte und einen Kompass gekauft. So eine Karte ist ganz schön teuer, habe ich festgestellt, aber vielleicht kann ich ja später einmal meine eigene Zeichnen. Und zwar genauer, als dieses... Ding.
So, ich glaube ich bin gut gerüstet und es kann losgehen. Meine Route habe ich noch nicht genau festgelegt, aber es soll in Richtung Österreich gehen. Ich möchte schließlich alle Länder einmal besuchen, auch die, die eigentlich genau so ein Kaff sind, wie Deutschland. Ich hab übrigens nicht vor, den ganzen Weg zu Fuß zu bewältigen. Ich hab mal gelesen, wie ein Junge in einem Roman auf eine Postkutsche sprang und dann unbemerkt auf dem Dach mitgefahren ist. Das muss ich auf jeden Fall mal probieren...

Und so verlasse ich also Deutschland. Als Kind. Mit nichts bei mir, als den Sachen, die ich bei mir trage und ohne zurückzublicken. Und wenn ich dereinst zurückkehre, dann werde ich ein Held sein.

Marco - Freitag den 8. Juni 1712, Deutschland

ÖsterreichBearbeiten

Oh, Mann, das hat ja ewig gedauert! Und mein Hinterteil tut mir weh. Ich muss mir unbedingt für das nächste Mal merken, mir doch ein bequemeres Transportmittel zu suchen. Also das Aufspringen hat gut geklappt, aber ich hab gar nicht daran gedacht das ich auch jedes mal wieder abspringen muss, wenn der Kutscher ne Pause macht, damit ich nicht entdeckt werde. Und danach wieder draufspringen... Drei mal am Tag. Mindestens. Und Morgens aufpassen, dass man die Abfahrt nicht verpasst. Einmal musste ich sogar ganze sieben Kilometer hinter der dämlichen Kutsche her rennen. Ich hatte auch nicht damit gerechnet, dass Plätze auf Kutschen so heiß begehrt sind. Ich musste meine Eroberung ständig gegen irgendwelche boxenden Dorflümmel verteidigen. Also merke: Gegen Österreichische Dorflümmel hilft nur die stählerne Faust. Ich habs mit Argumenten probiert, wirklich... Die Narbe hab ich immernoch.
Aber naja, alle Schmerzen sind vergessen, wenn ich morgen die Hauptstadt erreiche. Was ich bisher von diesem Land gesehen habe reicht nämlich bei weitem nicht aus, um meine Entdeckerlust zu stillen!

Marco - Freitag den 29. Juni 1712, Deutschland

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