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Marburg-Virus

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Der Marburg-Erreger - auch der unsichtbare Tod genannt - ist ein Filovirus (von lat. filum= Faden), der 1681 in der georgischen Stadt Marburg entdeckt wurde.

Marburg.jpg

Der geheimnissvolle Marburg-Erreger

MerkmaleBearbeiten

Der Marburg-Erreger ist ein eigentlich kein raffinierter Organismus. Trotzdem standen die Forscher ihm hilflos gegenüber, jedes Mal wenn man ihm auf die Spur kam - das heisst, wenn man das Wirtstier des Virus entdeckt - verschwand es und zog weiter um in einer anderen Stadt zu wüten. Ähnlich wie andere Viren sind Marburg-Partikel denkbar einfach aufgebaut: Sie bestehen aus einem einzelnen Strang Erbmaterial, umgeben von einer Schutzhülle. Sie atmen nicht, bewegen sich nicht fort. Sie sind streng genommen nicht einmal richtige Lebewesen. Denn sie benötigen keine Nahrung, teilen sich nicht, haben keinen Stoffwechsel. Erst in Zellen eines fremden Körpers erwachen sie, indem sie ihr ganzes Programm abspulen; sie sind wie ein Bauplan der nur durch das Zutun von Handwerkern gelingt. Dieser Bauplan hat einen einzigen Zweck: Aus ihm sollen immer neue Baupläne entstehen.

Ausbruch der Krankheit in Marburg (1681)Bearbeiten

1681 wurde das Virus erstmals bekannt. Mitten in Polaris, in der georgischen Stadt Marburg, brach damals eine seltsame Epidemie aus. Am 15. August 1681 wurde ein 27-jähriger Mann in die dortige Universitätsklinik aufgenommen. Er hatte plötzlich hohes Fieber und starke Durchfälle bekommen, zudem breiteten sich rote Flecken auf seinem Körper aus. Die Ärzte verabreichten ihm verschiedene Heilmittel, versuchten den Flüssigkeitsverlst durch Infusionen auszugleichen. Trotz aller Bemühungen verschlechterte sich der Zustand des Patienten rapide. Nach sieben Tagen wurde der Mann unruhig, redete wirr, verlor schliesslich das Bewusstsein.Sein Gesicht lief blaurot an, er blutete aus der Nase sowie den Schnittstellen der Spritzen und Nadeln - in früheren Zeiten waren die Nadeln selbst noch recht gross. Als er kurz darauf starb, litten bereits weitere Patienten an der rätselhaften Krankheit. Innerhalb weniger Wochen wurden in Marburg insgesamt 1476 Patienten in die Krankenhäuser eingliefert, viele der abergläubischen Marburger suchten jedoch Quacksalber und alte Hexen und Zauberer und Kräuterfrauen auf - so beläuft sich die Zahl der Patienten auf weit mehr als nur 1467, schätzungsweise mehr als 11.000. Mehr als zwei Drittel der Personen starben in diesen Wochen zuhause, in den Kliniken oder auf den Ruhebetten der Quacksalber, teils nach schweren Blutungen aus Mund, Blase und Darm.

MassnahmenBearbeiten

Um die Bevölkerung warnen zu können, musste man zuerst das Wirtstier finden. Dies war eine extrem schwierige Aufgabe, denn abgesehen vom Ausbruchsort der Krankheit hatte man keinerlei Anhaltspunkte. König Antoine der Grosse jedoch wollte sein Volk nicht dem Untergang preisgeben. Er liess ein Team von Wissenschaftlern gründen. Mit von der Partie war Aengus Bran, ein Ire. Er hatte 1671 mit 17 Jahren auf der University of Marburg Medizin studiert - und das 1 Jahr vor dem eigentlichen Aufnahmealter. Auch war Bran davon besessen um den Preis seines Lebens sein Volk zu retten. Leider jedoch, als er im Labor mit einigen Tieren hantierte, stach er sich mit einer Spritze in den Finger. Einen Stich in den Finger? Das ist doch nicht schlimm! Doch, denn das Tier war mit dem Marburg-Virus infiziert. Damit war Bran wirklich für sein Volk gestorben. Zwei wochen lang zeichnete er auf wie der Virus langsam seinen Körper zerfrass, bis er schliesslich im Sterbebett seine letzten Anweisungen gab. Er hatte erkannt, dass es sich beim Virus um eine Variation der schon länger bekannten Filoviren handelte - Viren gegen die man schon längstens ein Heilmittel hatte.

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