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Lusitania-Affaire

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Lusitania-Affaire, die: Namensgebend ist das Postschiff "Lusitania", welches unter der Flagge der Dixie-Confederation fuhr und havarierte. Die Affäre war mitursächlich für den Ausbruch des Borealienkrieges.

Lusitania.jpg

Aufgelaufenes Postschiff Lusitania

Erste Ereignisse Bearbeiten

Am 5. Mai 1799 kurz nach Mitternacht, entdeckte der Strandwächter Ian Fitzgerald Castlewright (64), verbeamtetes Mitglied der Zolltruppen des Kennedy Reiches, das aufgelaufene Postschiff "Lusitania" am Küstenabschnitt "alpha", in Amerikanien, ca. 12 km nördlich der Grenze zu Dixieland. Trotz sternenklarer, ruhiger Nacht war das Schiff offenbar bei Niedrigwasser auf einer Sandbank gestrandet.

Die sofort alarmierte Küstenwache des Kennedy Reiches behauptete Stunden später, dass von der Besatzung der Lusitania jede Spur fehle. Ebenso verschwunden sei das Logbuch. Das Schiff selbst sowie seine Navigationseinrichtungen hingegen seien angeblich völlig intakt.

Die Frachträume der Lusitania seien, so die offizielle Verlautbarung der Küstenwache, wie auf Postschiffen üblich, korrekt verplombt gewesen. Unter den Postsäcken hatte man einige wasserdichte Kästen mit der Aufschrift Diplomatenpost entdeckt.
Mehrere hierin gefundene Dokumente, als "Classified A" gekennzeichnet, enthielten konkrete militärische Aktionspläne der dixieländischen Armee mit zum Teil detailiert ausgearbeiteten Aufmarschplänen gegen Amerikanien sowohl land- als auch seeseitig.

Die genaue Auswertung der gefundenen Dokumente durch den Geheimdienst des Kennedy Reiches liess deren Echtheit als zweifelsfrei gegeben erscheinen.

Durch nicht näher bekannte Umstände war zeitgleich mit der Küstenwache auch ein ausländisches Fernsehteam vor Ort, welchem sogar Filmaufnahmen der Bergung der Lusitania und der Sicherstellung der dixieländischen Diplomatenpost gelangen. Hierdurch wurde der Vorfall noch am selben Tag weltweit bekannt.

Internationale Auswirkungen Bearbeiten

Die Dixie-Confederation reagierte mit einer scharfen Protestnote gegen die Verletzung des internationalen Diplomatenpostgeheimnisses und stritt die Existenz angeblicher militärischer Unterlagen vehement ab bzw. stellte die angeblichen Dokumente als plumpe Fälschungen hin. Ausserdem verlangte Dixie die sofortige Auslieferung der Besatzung der Lusitania, welche ihrer Meinung nach von den Behörden des Kennedy Reiches völkerrechtswidrig festgehalten würde.

Von Seiten des Kennedy Reiches wurde stets dementiert, je auch nur zu einem einzigen Besatzungsmitglied Kontakt gehabt zu haben. Man bestand auf der Version, dass das Schiff verlassen aufgefunden worden war. das Kennedy Reich mass dem Vorgang größte Bedeutung zu. Es wurde spekuliert, ob die militärischen Pläne lediglich Planspiele bzw. Massnahmen für einen fiktiven Verteidungungsfall Dixielands darstellten, oder ob eine konkrete militärische Bedrohung vorlag.
Nur wenige Tage zuvor war es in Nordamerikanien zu einem mysteriösen Massaker an Mammuts gekommen, welches man ebenfalls Dixieland zuschrieb. Die Stimmung war in den Reihen der Kennedyianischen Regierung also schon denkbar aufgeheizt.

Die internationalen Handels- und Finanzmärkte reagierten daruafhin überaus nervös. In allen Hauptstädten wurden Krisen- und Sondersitzungen einberufen.

Weitere Ereignisse Bearbeiten

Postler.jpg

Toter Seemann der Lusitania, erkennbar an der Uniform der dixieländischen Seepost (H. Hunter, AquaPress)

Eine wesentliche Verschärfung erfuhr die Lage, nachdem in der Nacht vom 6. auf den 7. Mai die Leichen einiger der vermissten Besatzungsmitglieder der Lusitania im Grenzgebiet an die Küste Dixies gespült wurden. Die Seeleute waren offenkundig allesamt erschossen worden und zwar jeweils in den Rücken.
Dixieländische Spezialisten ermittelten, dass die verwendete Munition im Kennedy Reich hergestellt worden war. Zwar wurde und wird diese Munition auch an befreundete Länder ausgeliefert, jedoch wird sie typischerweise auch in Faustfeuerwaffen verwendet, wie der Geheimdienst von Kennedy Reich sie benutzt.

Erste Reaktion des Kennedy Reiches oder Widerstand in der Dixie-Confederation? Bearbeiten

Flug1.jpg

Eines jener Flugblätter, in denen zum Aufruhr und Widerstand aufgerufen wird

Nur eine Nacht nach der scharfen Attacke John F. Kennedys gegen die Führung Dixielands und dem nicht minder scharfen Dementi aus Dallas wurden in der dixieländischen Grenzregion tausende Flugblätter gefunden. Diese, möglicherweise von Ballons aus abgeworfen, riefen insbesondere die schwarzen Sklaven Dixies zur Arbeitsniederlegung auf und ermuntern Soldaten zur Desertierung. Über die Urheber der Flugblattaktion bestand Unklarheit.
Die Mehrheit im Bevölkerung und Parlament ging jedoch davon aus, dass es sich um eine verdeckte Aktion des Kennedy Reiches handelte, mit dem Ziel, die dixieländische Gesellschaft zu destabilisieren, was auf einen möglichen, bevorstehenden Waffengang hindeutete. Besonnere Kreise zogen auch eine regierungsfeindliche Untergrundorganisation im eigenen Lande in Erwägung.



Ausweitung der Ereignisse auf weitere Länder und bislang unbeteiligte Organisationen Bearbeiten

Flugblatt4.jpg

Plant die Dixie-Confederation den Anschluss Cambodias? Droht ein Heiliger Krieg?

Im Verlaufe des folgenden Tages wurden in Cambodia im Grenzgebiet zur Dixie-Confederation neuerliche Flugblätter aufgefunden, die eine deutliche Sprache sprechen.

Zeitgleich wurden zwei Schlauchboote der unabhängigen Organisation Greenpeace ohne Besatzung vor der süddixieländischenKüste treibend entdeckt. Wenige Stunden später berichtete die peruanische Nachrichtenagentur , dass an ihrer Nordküste zwei Schlauchbootbesatzungen erschöpft in Strandnähe aufgegriffen worden seien. Die offenbar geistig verwirrten Männer berichteten in unzusammenhängenden Worten von einem Überfall und der "wundersamen Rettung durch ein pfeilschnelles unbekanntes Schiff".
Heute weiß man, dass es sich dabei vermutlich um ein Schiff von Aquanopolis gehandelt hat, welches damals noch im Untergrund operierte.

Während sowohl Dixieland als auch Kennedy Reich erste militärische Massnahmen (Alarmierung, paramilitärische Übungen) durchführten, durchlief die Konfliktspirale eine weitere unheilvolle Windung:
Eine öffentliche Rundfunkansprache Kennedys zum Elfenfest wurde durch einen Störsender plötzlich unterbrochen. Zehntausende Bürger des Kennedy Reiches, in froher Feststimmung vor ihren Empfängern sitzend, vernahmen statt der präsidialen Ansprache plötzlich in Dixie-Dialekt gesungene religiös-fanatische Choräle, immer wieder unterbrochen von suggestiv gesprochenen Bemerkungen wie "Das Ende ist nahe!", "Satan ist mitten unter Euch!" oder auch "Kehret um, kehret um, Verblendete Ihr!".
Es dauerte etliche Minuten, bis Techniker die Störung beheben konnten. Tausende Bürger riefen verstört die Pressestelle des Weissen Hauses an und sorgten für einen Zusammenbruch der Kommunkationsnetze.

Nur wenige Stunden später konnten der Geheimdienst des Kennedy Reiches einen Funkspruch auffangen, in dem von einem schwimmenden Minengürtel in der für die Schiffahrt äußerst wichtigen Meerespassage zwischen Etrurien und den drei unbewohnten Inseln südlich Amerikaniens die Rede war.

Hintergründe, heutiger Stand der Forschung Bearbeiten

Am 10. Mai 1799 erklärte John F. Kennedy Dixieland schliesslich den Krieg. was folgte, war der kleine Weltkrieg.

Der Kriegsausbruch lenkte weitestgehend von der rätselhaften Havarie der Lusitania ab, so dass der Vorfall bis heute nicht restlos aufgeklärt werden konnte.
Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass die Lusitania einem Überfall der Aquanopolitaner zum Opfer fiel. Die Flotte des "kleinen Führers" operierte damals im Geheimen und galt lange Zeit als reine Legende. Vermutlich war die Affäre Teil der aquanopolitanischen Taktik, die beiden rivalisierenden Mächte Diexieland und Kennedy Reich mit verdeckten Aktionen gezielt gegeneinander aufzuhetzen, mit dem Ziel einen bewaffneten Konflikt zu provozieren.

Schon bald nach den ersten Kampfhandlungen sichtete JFK ein aquanopolitanisches Schiff, womit die Existenz des Zwergenreiches auf See auch von ihm nicht mehr länger negiert werden konnte.
Das Kennedy Reich konzentrierte seine kriegerischen Anstrengungen daraufhin ganz auf Aquanopolis und so wurde nicht Dixie der Hauptgegner des Kennedy Reiches, sondern Aquanopolis.

Trotzdem sind auch alternative Erklärungsmodelle nicht gänzlich auszuschliessen. Die Rolle Dixielands im Borealienkrieg ist nachwievor unklar und mit vielen Fragen behaftet. Einige Forscher vertreten daher die Theorie, dass Dixie damals sehr wohl eine Invasion des Kennedy Reiches, zummindest aber Amerikaniens, geplant hatte. Nachdem die Lusitania überfallen worden war und die Angriffspläne somit in die Hände der Kennedyaner gerieten, wurde der Plan aber aufgegeben, da nun der Überraschungseffekt fehlen würde. Der Überfall selber stünde demnach nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit der diplomatischen Eskalation.

Eine Frage, die bis heute nicht sinnmachend beantwortet werden konnte ist die Tatsache, dass die Lusitania keinerlei Spuren von Gewalt aufwies, wie das bei einer gewaltsamen Enterung des Schiffes eigentlich der Fall hätte sein müssen. Auch Blutspuren fehlten. Es ist daher nicht mal wirklich erwiesen, dass die später gefundenen Seeleute auch wirklich an Bord waren, als sie erschossen wurden.

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