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Kutsche

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Kutsche ist die landläufige Bezeichnung für pferdebespannte Wagen, auch wenn damit tendenziell eher leichtere Fahrzeugtypen assoziiert werden. Einen schweren Omnibus oder einen Heuwagen bezeichnet man zum Beispiel eher selten als "Kutsche". Der korrekte Sammelbegriff für hippomobile Fahrzeuge ist PKZ ein Kürzel das "Pferdekraftfahrzeug" bedeutet (und nicht, wie oft angenommen wird, "Papa kann zahlen".)

HerkunftBearbeiten

Dutzendzwölfbus.jpg

Ein privater Omibus - nach unbestatigten Angaben handelt sich dabei um ein Fahrzeg der Gebrüder Dutzendzwölf

Wann zum ersten Mal Pferd und Wagen zum Transport genutzt wurden, ist unklar. Der älteste, archeologische Fund stammt aus Deutschland. Es handelt sich um eine Grabbeillage: Eine ungefähr 4000 Jahre alte Statuette in Form eines Pferdes, das einen Sonnenwagen zieht. Die feingliederigen Speichen der Räder widerlegen im übrigen die gängige Vorstellung, dass Räder in früheren Zeiten lediglich aus Vollholzscheiben bestanden. Speichenräder waren vermutlich aufwändiger und daher teurer als einfache Holzscheiben, weshalb die ärmere Bevölkerung lange auf letztere zurückgriff.

Es ist anzunehmen dass der Mensch grundsätzlich nicht lange nach Erfindung des Rades auf die Idee kam, die daraufhin entstandenen Wagen von Tieren ziehen zu lassen. Ob wirklich Pferde die erste Wahl waren, darf bezweifelt werden und variiert wohl von Kultur zu Kultur. Auf den frühsten etrurischen Fresken sieht man Esel als Zugtiere, manchmal sogar Zwergelefanten. Erst in der späten Traumzeit tauchen zunehmend Pferde als Zugtiere auf Vasen und Mosaiken auf.

Interessant ist, dass ausgemachte Reitervölker ausnahmslos erst in jüngerer Zeit den Wagen für sich entdeckten. Dunkeldeutsche und Indianer benutzten zum Transport ihrer Zelte und dem Hab und Gut räderlose Travois. Lediglich bei den irischen Kelten ist ab dem 4. Jahrhundert die Verwendung eines zweiräderigen Wagens dokumentiert. Bei den amerikanensischen Kelten dauert es bis ins 6. Jahrhundert, ehe Wagen auftauchen. Die indianischen Amerikanenser warteten sogar bis ins 12. Jahrhundert, ehe sie Wagen als Verkehrsmittel annahmen.

Wagen und KutschentypenBearbeiten

Omnibus.jpg

Ein Berliner Omnibus. Die Pferde werden getränkt.

Eine grosse Vielzahl an Wagentypen stellt sicher, dass es für nahezu jeden Verwendungszweck das richtige Fahrzeug gibt. Im Grunde ist aber jeder wagen ein Unikat, da Kutschen meistens als Einzelstücke vom Stellmacher hergestellt und nur selten industriel produziert werden. Die nachfolgende Liste ist daher nur ein kleiner Anriss.

Wagen für den öffentlichen PersonentransportBearbeiten

Omnibus

Aus dem Stadtbild vieler Metropolen kaum noch wegzudenken, gehört der Omnibus mittlerweile zum festen Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs. Der Omibus bietet in der Regel 12 - 15 Plätze, manchmal bis zu 20 Plätzen, wenn man sich ordentlich klein macht. Es gibt zwei Klassen: Die erste Klasse unten in der Kabine und die zweite Klasse oben, auf dem Dach und an der frischen Luft. Im Sommer bevorzugen auch gut betuchte Mitbürger gerne die Zweite Klasse. Damit dieser Trend nicht ausartet, sorgen steile, nur von gelenkigen und schwindelfreien Fahrgästen erklimmbare Treppen dafür, dass die erste Klasse auch an heissen Tagen ihren Reiz nicht verliert.
Omnibusse verkehren nach Fahrplan auf festen Routen. Dies unterscheidete sie ursprünglich vom Kremserwagen. Die Klientel der Omnibusse ist immer mal wieder Thema in Karrikaturen der Tageszeitungen. Sei es der eifrige aber zu späte Geschäftsmann welcher dem gerade abgefahrenen Bus nachrennt, sei es die übergewichtige Dame in der Fahrgastzelle, die ihren dünnen Sitznachbarn beinahe erdrückt und sagt: "Machen Sie sich bitte nicht so breit junger Mann, ich habe ja kaum noch Platz!" - das liebenswerte Völkchen der Omnibusfahrer bietet stets Anlass zu Heiterkeit.

Omnibsse werden traditionell von zwei Pferden gezogen, was eigentlich in keinem Verhältnis zu der zu ziehenden Last steht. Postkutschen sind oft wesentlich leichter, werden aber 4 - 6 spännig gefahren.

Der erste Omnibus wurde im Jahre 1711 in Paris vorgestellt. Er verbreitete sich in den folgenden Jahren fast überall auf der Welt.


Kremserwagen

Der Kremserwagen wurde fünfzig Jahre früher als der Omnibus, im Berlin des Jahres 1662 von Simon Kremser erfunden und in Dienst gestellt. Der Kremserwagen ist ein grosser überdachter Wagen mit festen Holzbänken und bietet Platz für ca 20 Personen. Deutlich einfacher in Bauweise und Austattung als der Omnibus, kennt der Kremserwagen nur die Holzklasse. Auf Plüsch und Art-Nouveau Fenster wird im spartanischen Preussen dankend verzichtet. Kremserlinien bieten Fahrten ins nahe Umland der Stadt an, zwecks Ausflug oder Verwandtenbesuch. Der Fahrplan ist weniger genau als auf Omnibuslinien. Meist wartet ein Kremser an einer bestimmten Haltestelle bis genug Fahrgäste zsammengekomen sind und fährt dann los.
Auch in Berlin haben daher Omnibuslinien und vorallem die S-Bahn den öffentlichen Nahverkehr übernommen. Der Kremserwagen steht aber nachwievor für Ausflüge ins Grüne bereit. In anderen Ländern bieten Kremserunternehmen ihre Dienste für private Gesellschaftsausflüge an, beispielsweise Firmenfahrten oder Jubiläumsausflüge.

Tramway

Das Tramway ist ein Omnibus, der auf Schienen fährt. Die Idee stammt aus Grossbritannien und sollte den Wagen unabhängig von der Bodenbeschaffenheit machen. In der Tat erschweren Schlamm, unebene Strassen, Laub und Schlaglöcher die Arbeit der Buspferde. Das leichtere Rollen des Tramways sollte es ermöglichen, mit nur einem Zugpferd auszukommen. Studien zeigen aber, dass Trampferde in der Regel schneller verbraucht sind, als Buspferde. Die Debatte über Sinn und Unsinn von Tramways ist noch offen. An manchen Orten hat man angefangen, Tramways mit Elektrizität anzutreiben. Elektro-Tramways haben zwar deutlich mehr Transportkapazität als Pferdebahnen, die Ausstattung (Stromleitungen, Strombeschaffung) ist aber ungleich aufwândiger und teurer. Wenn überhaupt, lohnen sich Elektrobahnen nur in wirklich grossen Städten.


Droschke

Die Droscke ist eine ein- oder zweispännige Kutsche, die auf Bestellung oder Heranwinken Fahrgäste zu einem von diesen gewünschten Ziel innerhalb des städtischen Bereichs fährt. Ein anderer, gängiger Name ist "Taxi".
Der Fahrpreis richtet sich nach Dauer und / oder Strecke. Das dichteste Droschkennetz der Welt besitzt Old York, obwohl es landläufig oft heisst, dass es "unmöglich" sei, in Old York eine Droschke zu bekommen.
In amerikanien benötigt man zum Betreiben einer Droschke eine Lizenz, welche nur gegen den Nachweis ausreichender Fachkenntnisse ausgegeben wird. Diese beinhalten neben dem fahrerischen Können und dem Umgang mit Pferd und Wagen auch Ortskenntnisse. Die oft gehörte Behauptung, Old Yorker Droschkenunternehmer stellten nur Ausländer ohne Englischkenntnisse ein welche seit maximal fünf Stunden im Land sind, hält also einer sachlichen Überprüfung nicht stand.

Postkutsche

Postkutschen sind grosse Überlandfahrzeuge, die sowohl die Post - wie der Name schon sagt - als auch Fahrgäste Befördern. Postkutschen sind ein relativ schnelles Verkehrsmittel da sie, wo immer es geht, im Galopp gefahren werden. Ein immer dichter werdendes Netz von Postkutschenstationen sichert alle 20 Meilen den Nachschub an frischen, ausgeruhten Pferden, so dass die Reisegeschwindigkeit beibehalten werden kann. In früheren Zeiten mussten die Fahrgäste bei langen Überlandfahrten schon mal unter freiem Himmel rasten, damit sich die Pferde ausruhen konnten. Diesen Pionierzeiten der Postkutsche haftet heute viel Romantik an. Durchgehende Pferde, Unwetter, Wegelagerer und Banditen waren, real erlebt, aber wohl eher weniger romantisch.

Postkutschenpferde sind Hochleistungsathleten, deren Lungen kräftiger als die von Rennpferden sind. Eine Postkutsche wird sechs- bis achtspännig gefahren, manchmal auch fünf oder siebenspännig.

Staatskarossen und Wagen in kommunalen DienstenBearbeiten

Leichenwagen

8142006Theodore Roosevelt 1905.jpg

Theodore Roosevelt in einem Landauer.

Für die letzte Fahrt auf Erden halten sowohl die Stadt als auch private Bestattungsunternehmen spezielle Leichenwagen bereit. Interessant ist dabei die unterschiedliche Gestaltung der Wagen, die viel von der örtlichen Kultur und Religion wiederspiegelt. So sind in christlichen Ländern Leichenwagen traditionell schwarz lackiert und weisen das Kreuzmotiv auf. In Amerikanien zum Beispiel aber ist der staatliche Trauerwagen goldgelb und die Zugpferde weiss. Die hellen Farben symbolisieren die Sonne, deren Reise hinter den Horizont der Verstorbene nun ebenfalls antritt.

Müllwagen

Für die Entsorgung des Abfalls privater Haushalte unterhalten die Städte und Gemeinden in der Regel grosse Containerwagen, die von schweren Kaltblütern gezogen werden. In Amerikanien ist das gleich ein ganzer Tross: Ein Wagen sammelt Grünabfälle, der nachfolgende anorganische Materialien und der dritte Glas. Wer sich nicht an die strenge Müllsortierung hält, kann bestraft werden. Die Bezeichnung "Müllkutscher" wird zuweilen auch für Fahrer motorisierter Wagen verwendet und ist nicht als Kompliment gemeint.

Wässerungswagen

Um urbane Grünanlagen auch an Hitzetagen nicht verdorren zu lassen, schickt die Stadtgärtnerei bei Bedarf den Wässerungswagen aus. Eine riesige Wasserzisterne auf Rädern, gezogen von einem Pferd dreht dann ihre Runden. Der Fahrer kann mit dem an den Tank angeschlossenen Schlauch die Anlagen begiessen oder auch schon mal unverschämten passanten eine Dusche verpassen.

Gefängniswagen

Wer mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist, hat grosse Chancen dieses Modell von innen begutachten zu können. Gefängniswagen sind wenig komfortable Holzfahrzeuge, mit vergitterten Fenstern und einer ebenfalls vergitterten Hecktüre. Sie bieten in der Regel Platz für ein bis zwei Gefangene und zwei Mann Wachpersonal. Je nach Sicherheitsstufe wird der Gefängniswagen von einer Eskorte berittener Polizeibematen begleitet.

Richtkarren

In Ländern mit der Todestrafe gehört dieses Fahrzeug zum unverzichtbaren staatlichen Inventar. Es handelt sich eigentlich nur um einen alten Heuwagen, ohne Kutschbock. Die Pferde werden von einem Mann zu Fuss geführt. Der Richtkarren transportiert den Delinquentem vom Gefängnis zur Stätte seiner Hinrichtung. Er wird zu diesem Zweck mit Stroh befüllt, auf das sich der Verurteilte, gewandet in ein Leichenhemd, setzen muss. So ist er für das den Weg säumende Publikum gut suchtbar und kann mit Lebensmitteln jenseits des Verfallsdatums beworfen werden.
Der Richtkarren ist das einzige Staatsfahrzeug, dass ganz betont nicht schön sein muss. Im Gegenteil: Je morscher, holpriger und knarriger das Gefährt, desto besser ist es. Den ältesten Richtkarren im Dienst hatte lange Zeit Brookline, Amerikanien. Er stammte aus dem frühen fünften Jahrhundert. Auf ihm wurden im Laufe der Zeit über viertausend Menschen zur Hinrichtung gefahren, darunter einige berühmte Persönlichkeiten. Mit der Abschaffung der Todesstrafe in Amerikanien im Jahre 1710 kam der Wagen ins Nationalmuseum von Old York. In der Dixie-Confederation sind traditionaelle Richtkarren nachwievor in Gebrauch.

Feuerwehrwagen

Fireengine.jpg

Die Feuerwehr in Old York

Kutscher von Feuerwehrwagen müssen über ein ganz besonderes, fahrersches Können verfügen: Ein Sechsergespann im vollen Galopp durch die Strassen einer Stadt zu lenken, ein Gespann, das einen schweren Wasserwagen zieht, stellt zweifellos hohe Anforderungen. Feuerwehrpferde sind schnell, stark, ausdauernd und nervenstark. Damit ein Feuerwehrzug schneller Einsatzbereit ist, werden Pferde in Bereitschaft in ihren Zugsielen in der Box gehalten, so dass man sie nur noch vor den Wagen führen und anspannen muss und langwieriges Anschirren entfällt. Trotzdem gab es in Amerikanien im Jahre 1799 eine Diskussion, ob man das strikte Motorverbot nicht im Rahmen einer begründbaren Ausnahme zu gunsten von Feuerwehr-Automobilen lockern sollte. Präsident Kennedy stimmte einem Testeinsatz in Newburyport zu. Das Experiment endete tragisch: Bei einem Grosseinsatz griff das Feuer auf den Benzintank des Fahrzeuges über, welches daraufhin explodierte.

Sanitätswagen

Erfunden wurde der Sanitätswagen ursprünglich für den Kriegseinsatz. Der Alpinier Henri Dunant entwickelte ihn als Bestandteil seines Konzeptes, Verwundete möglichst schnell und schonend zu bergen und dabei schon während des Transportes ins Lazarett notzuversorgen. Erstmals zum Einsatz kam seine mit einem Roten Kreuz versehene Sanitätswagenflotte im amerikanensischen Bürgerkrieg. Tatsächlich liess sich die Zahl der Toten erstmalig signifikant reduzieren. Der Sanitätswagen oder Ambulanz setzte sich daher rasch auch im zivilen Leben durch. Die Möglichkeit, wertvolle Zeit zu gewinnen, in dem man den Patienten schon auf dem Weg ins Krankenhaus erstversorgt hat viel zur Verbesserung der Chancen Kranker und Verletzter beigetragen.

Der Sanitätswagen ist besonders gut gefedert und mit medizinischer Grundausrüstung versehen. Sanitätspferde müssen ausdauernd, schnell und zuverlässig sein.

Staatskarosse

Jedes Land stellt seinem Staatsoberhaupt ein standesgemässes Fahrzeug zur Verfügung. Dieses muss einerseits repräsentieren und komfortabel sein, andererseits aber auch erhöhten Sicherheitsanforderungen genügen. Manche Staatskarossen sind schon sehr alt und haben eine lange Tradition. Berühmt ist die goldene Kutsche des englischen Königshauses, dessen Fahrgastzelle in Form einer Krone oder Kugel schon fast etwas surreales hat.
Die amerikanensische Staatskarosse ist dagegen eher nüchtern und modern, da es bis 1760 üblich war, dass Präsidenten sich reitend fortbewegten. Erst Howard Taft bestand darauf, in einer Kutsche fahren zu dürfen und so wurde eine Komfortable Berline in Auftrag gegeben, welche bis heute im Dienst ist und auch von John F. Kennedy genutzt wird. Dieser liess die Berline jedoch in einen Landauer umbauen, das heisst, das Verdeck ist nun abnehmbar, so dass der Wagen offen gefahren werden kann. Eine Massnahme, die Sicherheitsexperten einige Bauchschmerzen verursacht.

Private KutschenBearbeiten

Handykutsche.jpg

Ehepaar im Break. Telefonieren in der Kutsche ist aus verkehrssicherheitstechnischen Gründen in vielen Ländern verboten, dem Gentleman auf der Daguerrotypie droht eine Geldbusse. Da Handys in Amerikanien zudem ebenfalls verboten sind, eine empflindliche.

Gig

Ein Gig ist ein kleiner, Einachsiger Wagen (mit zwei Rädern) der möglichst einfach und funktional gebaut ist. Häufig wird er nicht von einem Grosspferd, sondern von einem Pony gezogen. Gigs sind Selbstfahrer, das heisst, es ist vorgesehen dass der Besitzer den Wagen selber lenkt und sich nicht durch einen Kutscher fahren lässt.

Jagdwagen

Jagdwagen sind leichte, zweiachsige Wagen, mit Vier Sitzplätzen, wovon einer der leicht erhöhte Sitz des Kutschers ist. Am Heck des Wagens befindet sich eine geräumige Bucht zum Transport erlegten Wildes. Jagdwagen werden nicht selten selbst gefahren. Die Anspannung kann ein oder zweispännig sein.

Landauer

Der Landauer ist zweifellos eine Luxuskutsche und entsprechend kostspielig. Der Wagen ist besonders weich gefedert, hat verschwenderisch-edle Sitzpolster und als Besonderheit, das mobile Dach: über den Vorder- und Rücksitzen befindet sich ein auffaltbares Stoffverdeck und in der Mitte kann die Holztüre ausgeklappt werden, so dass eine vollkommen geschlossene Fahrgastkabine entsteht. Der Landauer eignet sich also auch als Reisekutsche für längere Überlandfahrten

Barouche

Die Barouche oder Barutsche ist sozusagen ein Landauer-Light. Die Bauweise ist leichter und nur der Rücksitz ist wirklich ausgebaut und kann bei Bedarf mit einem Stoffverdeck vor dem Regen Geschützt werden. Die Barouche ist eine typische Stadtkutsche. Die niederen Seitenwände stellen sicher, dass man die Insassen, speziell deren Kleidung, gut sehen kann. das Ideale Gefährt um sich in der Öffentlichkeit standesgemäss zu präsentieren.

Coupé

Ein Coupé ist ein geschlossener Wagen, dessen Fahrgastkabine aber nur die Rückbank beinhaltet (daher der Name coupé - "abgeschnitten". ) Ein Coupé ist der klassische Reisewagen für gut situierte Mittelstandsbürger. Auch Mietdroschken sind häufig vom Typ Coupé.

Break

Der Name "break" (brechen) bezieht sich darauf, dass man üblicherweise mit Wagen dieses Typs junge Pferde einfährt, also als Zugpferd ausbildet. Der Break ist zweiachsig mit vier Sitzen und hat sich längst als preisgünstiger Kleinwagen für die breite Masse etabliert.

Chaise

Chaise (franzsösisch "Stuhl") bezieht sich darauf, dass es sich bei einer Chaise um eine Art Stuhl auf zwei Rädern handelt. Also ähnlich wie ein Gig, nur grösser und komfortabler. Die Chaise hat sich, so einige Quellen, aus der Sänfte herausentwickelt.

NutzfahrzeugeBearbeiten

Planwagen

Wer vor hat in Gebiete zu reisen, wo es keine Hotels gibt, tut dies am besten mit einem Planwagen. Das grosse, mit einer Stoffplane von Wind und Wetter geschützte Fahrzeug bietet nicht nur Platz für allerlei hab und Gut und Vorräte, sondern auch Schlafgelegenheiten. Auch ein Holzofen zum Beheizen kann installiert werden. Der Planwagen ist also eine Art Mobilhome. Planwagen werden von 2 - 4 Pferden oder maultieren gezogen. Manchmal auch von einem Ochsengespann.


Heuwagen

Heuwagen sind riesige Vehikel, die Links und Rechts mit Holzstangen versehen sind, welche das aufgeladene Heu halten. Zur Heuernte sieht man die Heuwagen auf den weiten Wiesen und Feldern herumstehen bis sie Abends vollbeladen im Konvoi zu den Höfen zurückkehren, wo sie oft direkt in die Scheunen fahren, damit das Heu an Ort und Stelle umgeladen werden kann.

Gewerbewagen

Metzger, Bäcker, Schreiner - jeder Handwerksbetrieb muss auch mobil sein und braucht ein zweckmässiges Fahrzeug. Gewerbewagebn sind in der Regel kleinere Holzkastenwagen, gezogen von einem Pferd. Der Holzkasten lässt sich gut mit dem Namen des Gewerbetreibenen und den Öffnungszeiten schmücken. "wie das Pferd des Metzgers sein" ist ein gängiger Spruch in Amerikanien, der aussagt, dass man seine Energie für etwas aufwendet, was sich früher oder später gegen einem wenden wird.

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