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Archive: Ausschreitung in J.R Ewington
Der Putschsommer


25. März 1802 KriegsausbruchBearbeiten

      • SONDERMELDUNG***


Verehrte Zuschauer,

Wie uns soeben berichtet wurde, haben sich die Ereignisse seit heute Morgen überschlagen. Nachdem in Tanitagrad der für seine Anti-Dixiländischen Leserbriefe bekannt gewordene Georgier Aarian Shontei grausam ermordet in seiner Wohnung aufgefunden wurde, erklärte der aufgebrachte König Antoine IV der Dixie-Confederation kurzerhand den Krieg.
Noch ehe die ersten Reaktionen aus aller Welt eintreffen konnten, landeten auch schon georgische Truppen an der Dixiländischen Küste und haben, nach eigegen Angaben New Orleans eingenommen. Auch in den amerikanensischen Garnisonstädten Swift Waters und Fort Reed sollen sich georgische Truppen befinden. Die Situation ist zur Stunde völlig unklar. Wir schalten daher zu unserem Korrespondenten Arthur Mucho, er ist vor Ort in Fort Reed;

IWN: Herr Mucho, können Sie mich hören?

AM: Ja, sehr gut.

IWN: Herr Mucho, eine Berichterstattung aus New Orleans ist uns leider derzeit noch nicht möglich. Was konnten Sie denn in Fort Reed in Erfahrung bringen?

AM: Glaubt man den offiziellen, georgischen Berichten, so hat Georgien gleich eine regelrechte Invasuionsarmee nach Dixie geschickt. Die Küste vor New Orlans ist komplett von der georgischen Armada belagert, insLandesinnere sind Kavallerie und Artillerie vorgedrungen.

IWN: Ja nun wirft ja diese extreme Schnelligkeit, mit der die Truppen vor Ort waren, einige Fragen auf. Der Dixieländische Präsident George Bush unterstellt König Antoine, den Mord als Anlass für die Kriegserklärung nur vorgeschoben und die Invasion schon seit langem vorbereitet zu haben.

AM: So wie sich die Sachlage im Moment darstellt, muss man ihm direkt recht geben. Auch der Austritt aus dem Kennedy Reich vor kurzem stünde, vorausgesetzt diese Theorie stimmt, in einem ganz anderen Licht. Solange Georgien Mitglied des Reichers war, konnte es kaum einen Krieg gegen Dixieland anzetteln. Die Mitgliedsnationen müssen aussenpolitisch auf Linie mit Präsident Kennedy sein. Dieser wiederum ist zwar nun wahrlich kein Freund von Bush, aber wirklich Lust auf einen Krieg hat er mit Sicherheit nicht. Als unabhängige Nation kann Georgien erst mal angreifen wen es will. Amerikanien ist aber trotzdem im Zugzwang, weil der Krieg ja sozusagen vor der eigenen Haustür stattfindet, und man natürlich Dixieländische Übergriffe abwehren will und muss.

IWN: So oder so hat, George Bush ja glaube ich, in seiner GegenkriegserkLärung auch Kennedy den Krieg erklärt.

AM: Ganz genau. Ameerikanien wird nun also zwangsweise zum Verbündeten von Georgien. Wenn das alles so stimmt, dann war das ziemlich raffiniert eingefädelt von Antoine.

IWN: Wie kommt es eigentlich, dass georgische Truppen auch in Amerikanien sind, also in Fort Reed und Swift Waters?

AM: Na, das sind Truppen, die schon vorher im Rahmen des Militärbündnisses Kennedy Reich dort stationiert waren und "zufällig" noch nicht abgezogen worden waren.

IWN: Ist ja sehr praktisch.

AM: Ja.

IWN: Präsident Kennedy hat sich noch nicht zu Wort gemeldet. Wie denken Sie, wie wird er reagieren?

AM: JFK will sich in wenigen Stunden zu Wort melden. Die Situatuon ist für ihn denkbar schwierig. Zum Einen befindet er sich ja nun formal im Krieg mit Dixie, schon wegen GWB's - pardon hirnloser -KriegserkLärung an ihn. Zum anderen dürfte aber auch er das Gefühl haben, massiv manipuliert worden sein und das schmeckt einem Herrscher wie ihm kaum. Kennedys Verhalten wird einiges entscheiden.

IWN: Warum glauben Sie, wurde New Orleans als Landepunkt der Invasion gewählt?

AM: New Orleans war verhältnismässig schlecht geschützt. Di Stadt hat keine Garnison und gilt als wenig diszipliniert.

IWN: Herr Mucho, wir danken Ihnen für dieses Gespräch. Verehrte Zuschauer und Hörer, wir halten Sie auch weiterhin auf dem Laufenden.


13. September 1801 - Abreise des aztekischen Herrscherpaares Bearbeiten

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem Wenkawitah Kennedy das Weiße Haus verlassen hatte, kehrte wieder etwas Ruhe ein. Es wurde weiter über die Einführung einer Leitwährung und Bündnisse gesprochen. Auch nach dem Frühstück wurde weiter debattiert. Thema soll die Lage in Europa gewesen sein. Vor einiger Zeit verabschiedete sich das stellvertretende, aztekische Herrscherpaar im Weißen Haus und bestieg eine Kutsche, die sie zum Hafen bringen sollte, wo unser Korrespondent Truman Capote wartet. Wir schalten nun zu ihm:

IWN: Herr Capote, ist das aztekische Herrscherpaar schon angekommen?

TC: Nein, noch nicht, jedoch wurde die Kutsche schon gesichtet.

IWN: Im Vergleich zur Ankunft ist die Abreise des Ehepaares Tenoch-Hase glanzlos, man könnte auch sagen, etwas versteckt. Liegt dies an den Auseinandersetzungen des gestrigen Abends?

TC: Nein, die Abschiedszeremonie fand vor dem Weißen Haus statt, da sich dieses, doch einige Kilometer Entfernung zwischen Hafen und dem Weißen Haus liegen.

IWN: Hat sich der, sagen wir einmal, Vorfall des gestrigen Abends negativ auf die Stimmung der Verhandlungen ausgewirkt?

TC: Nein, nicht erkennbar. Da Frau Tenoch-Hase für ihr Temperament und ihre Offenheit berühmt ist und Frau Wenkawitah Kennedy auch nicht auf den Mund gefallen ist, wurde mit einer Konfrontation der beiden gerechnet. Inwieweit Herr Hase oder Herr Kennedy zur Entwicklung der Situation beitrugen ist nicht bekannt, doch beide Staatsmänner sind für ihre Offenheit bekannt.

IWN: Welche Veränderungen brachte der Staatsbesuch?

TC: Nun ja, es ist-. Das stellvertretende, aztekische Herrscherpaar ist angekommen. Während Frau Tenoch-Hase grazil aussteigt, bleibt ihr Mann sitzen und sucht etwas. Ich kann nicht genau erkennen, was er macht, doch er scheint den Boden der Kutsche abzusuchen. Jetzt hebt er triumphal seinen Gehstock in die Höhe, offensichtlich hat der renommierte Chemiker seinen fast ein Meter langen Gehstock aus den Augen verloren, in einer Kutsche. Ich nähere mich dem Ehepaar und werde versuchen einige Fragen zu stellen. Herr und Frau Tenoch-Hase, bezeichnen Sie den Staatsbesuch als Erfolg?

FH: Jeder Staatsbesuch bei dem sich die politischen Beziehungen nicht verschlechtern ist ein Erfolg und ich bin zufrieden, auch wenn einige meiner Vorschläge nicht die Zustimmung des amerikanischen Präsidenten bekamen, so wurde doch viele Ziele erreicht.

TH: Ich stimme meinem Mann zu. Der Staatsbesuch war ein Erfolg.

TC: Frau Tenoch-Hase, gestern Abend kam es zu einem bedauerlichen Zwischenfall. Wollen Sie dazu Stellung nehmen.

TH: Es war nichts besonderes. Es handelt sich nur um eine Meinungsverschiedenheit zwischen Frau Kennedy und mir.

TC: Wenkawitah Kennedy verließ, sichtlich erzürnt, das Weiße Haus und erklärte der versammelten Presse, in nicht immer manierlichen Worten, was hinter geschlossen Türen geschehen ist.

TH: In der Politik wird gestritten. Es ist nun einmal so, nur gelangt das meistens nicht an die Öffentlichkeit. Frau Kennedy hat nur ihre Meinung gesagt. Politiker bereden und beschließen Dinge, die Millionen von Menschen beeinflussen können, stellen Sie sich vor, Sie würden den besten Weg verschmähen, weil er Konflikte bringt.

TC: Sie haben Peru und dessen Herrscher kritisiert, weswegen?

FH: Das Aztekenreich und Peru waren lange Zeit Konkurrenten, die um Macht und Territorium buhlten. Dieser Konflikt gipfelte im peruanisch-aztekischen Krieg, der zwar offiziell mit dem Sieg Perus, jedoch mit Gebietsgewinn des Aztekenreiches endete und beide Reiche an den Rande des Ruins trieb. Im Aztekenreich kam es zum Bürgerkrieg, in den Peru zu Ungunsten des Aztekenreiches eingriff. Nachdem Krieg kamen Reformen, die das Aztekenreich veränderten, doch in Peru kam es zu diesen Veränderungen nicht. Es ist immer noch das selbe System wie vor 80 Jahren und ich halte dieses für nicht mehr Zeitgemäß.

TH: Genau, Menschenopfer und Zensur wurden im Aztekenreich schon lange abgeschafft, doch in Peru sind sie noch Gang und Gebe. Meine Worte waren zwar hart, doch ehrlich. Peru besitzt nicht den Wohlstand des Aztekenreichs, noch dessen wirtschaftliche Stabilität.

TC: Danke für das Interview. Ich wünsche eine gute Reise und gebe zurück ins Studio.

12. September 1801 - Staatsbesuch des aztekischen HerrscherpaaresBearbeiten

Meine Damen und Herren, willkommen zu den aktuellsten Nachrichten, die heute, wie könnte es auch anders sein, vom Staatsbesuch des stellvertretenden, aztekischen Herrschpaares in Amerikanien beherrscht werden. Das Weisse Haus wird seit gestern von internationalen Korrespondenten und Presseleuten umlagert. Wir schalten daher live zu unserem Mann vor Ort, Truman Capote.

IWN: Herr Capote, was hat sich heute so getan? Wie verlief der Besuch von Felix und Tzitzitlini Hase bislang?

TC: Recht harmonisch, wie es scheint, aber das war auch zu erwarten, zwischen Amerikanien und dem Aztekenreich herrschen ja schon seit Jahren sehr enge und man kann auch sagen, freunschaftliche Beziehungen. Trotzdem ist dieser Besuch mehr als Routine. Denn bei einige Themen die heute angesprochen werden, bestehen nachwievor doch erhebliche Differenzen. Ein paar Details der ersten Gespräche zwischen John F. Kennedy und Felix Hase sind schon durchgedrungen, so hat man sich in jedem Fall auf eine engere Zusammenarbeit bei humanitären Hilfen im Ausland geeinigt, ebenso auf eine bessere Vernetzung der Polizeibehörden, was es künftig wesentlich erleichtern wird, Straftaten grenzüberschreitend verfolgen zu können. Auch ist ein Kulturaustauschabkommen praktisch schon unter Dach und Fach. Bei dem Thema Leitwährung ist man indes noch nicht wirklich vorangekommen. Grösster Knackpunkt ist ganz klar die Aussenpolitik. Beide Seiten haben zwar die Absicht bekundet, insbesondere Angesichts der Entwicklungen in Europa, möglichst an einem Strang zu ziehen, aber zu einem Militärbündnis wird es so schnell wohl nicht kommen.

IWN: warum eigentlich nicht? Liegt es wirklich nur an der in der aztekischen Verfassung verankerten Pflicht, sich aus fremden Kriegen herauszuhalten?

TC: Nein. Dieser Verfassungs-Passus liesse sich ja entsprechend freizügig auslegen, wenn man zum Beispiel davon ausgeht, dass das aztekische UND das amerikanensische Territorium zu einem Bündnis gehören, dann wäre ein Angriff auf Amerikanien ja zummindest indirekt auch ein Angriff auf das Aztekenreich und ergo handelte es sich nicht mehr um Kriegshandlungen Dritter. So wird das ja in aller Regel auch gehandhabt. Das eigentliche Problem liegt - aus meiner Sicht - viel mehr in der Definition der sogenannten "Schurkenstaaten". Während sich beide in etwa einig sind, dass die Dixie-Confederation eine potentielle Bedrohung darstellt, gibt es....

IWN: Herr Capote? Sind Sie noch da?

TC: Ich muss mich für die Unterbrechung entschuldigen, aber im Weissen Haus hat sich gerade etwas getan! Wenkawitah, eine Ehfrau John F. Kennedys verlässt den Palast gerade und das in einem wütenden, zornungen Schritt! Sie hat regelrecht die Tür geknallt! Ich versuche zu erfahren, was da los ist und gebe einstweilen zurück in Studio.

IWN: Oh... nun dann, etwas Werbung...

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Wir sind nun wieder live verbunden mit unserem Korrespondenten Truman Capote vor dem Weissen Haus.

IWN: Herr Capote, gibt es schon neues um die Ehefrau Kennedys?

TC: ja, sie hat hier vor der versammelte, Presse ein paar Erklärungen abgegeben. So gab es offensichtlich heftige Differenzen zwischen Ihr und Tzitzitlini Hase.

IWN: Du meine Güte, warum denn das?

TC: Frau Wenkawitah Kennedy ist ja Peruanerin. Ich kann da gleich bei dem anknüpfen, was ich eigentlich sagen wollte, ehe ich unterbrochen wurde: Für das Aztekenreich ist Peru klar ein "Schurkenstaat", um nicht zu sagen der Schurkenstaat und für Amerikanien gilt das absolut nicht in dem selben Masse, schon einfach deswegen nicht, weil der peruanische Herrscher, der Inka Huascar Capac, JFK's Schwiegervater ist. Der Grund, warum ein mögliches Militärbündnis vorallem im Aztekenreich kritisch betrachtet wird ist ganz einfach der, dass man so ein bisschen befürchtet, dass man Amerikanien helfen muss, wenn dieses von der Dixie-Confederation angegriffen wird - sollte aber Peru das Aztekenreich angreifen, so würde JFK schon aufgrund seiner familiären Verhältnisse einen Grund finden, sich zu drücken. Diese Ansicht ist in der aztekischen Bevölkerung übrigens weit verbreitet. Laut einer jüngst durchgeführten Umfrage glauben nur gerade 32 Prozent der Azteken, dass Amerikanien gegen Peru in den Krieg ziehen würde, auch dann nicht, wenn dieses das Aztekenreicht angreift und Bündnispflicht bestünde. Oh...Ich erfahre gerade, dass Frau Wenkawitah Kennedy bereit ist, live ein paar Fragen zu beantworten!

IWN: Das wäre natürlich wunderbar!

TC: Frau Kennedy, Sie stimmen mir sicher zu, dass es durch und durch ungewöhnlich ist, dass persönliche Animositäten bei einem Staatsbesuch so offen ausgetragen werden, ganz speziell seitens einer Herrschersgattin. Wird von den First Ladies nicht - mehr noch als von den Regenten selber - Contenace erwartet?

WK: Ich bin aber nicht First Lady, das ist schon mal ein wichtiger Punkt. Jacqueline muss vielleicht überall gute Mine zum bösen Spiel machen. Eine Zweitfrau wie ich hat da mehr Freiheiten.

TC: Schon, aber gerade Skandale vom Zaun brechen sollte sie auch nicht, oder? Ich will Ihnen wirklich nicht zu nahe treten, ich wundere mich nur. Was genau ist denn passiert?

WK: Frau Tenoch-Hase hat, seit sie hier ist, ununterbrochen provoziert in dem sie gegen meine Heimat Peru giftete. Zunächst ritt sie penetrant und mit dem Feingefühl eines österreichischen Gebirgselefanten auf der Menschenopfer-Tradition meiner Heimat herum. Dazu ist zu sagen, dass das letzte Opfer vor über 40 Jahre vollzogen wurde und dass auch in "Stosszeiten" die Opferpraxis meines Volkes niemals die geradezu monströsen, einem Genozid nicht unähnlichen Auswüchse erreichten, wie sie bei den Azteken noch vor gar nicht allzulanger Zeit herrschten. Ich sag nur Glashaus und Steine.

TC: Ja gut, eine kritikwürdige Provokation, gewiss, sollte man da nicht drüber stehen?

WK: Na Sie sind gut! Das Fass zum Überlaufen brachte sie als sie meinen Vater - immerhin der Herrscher Perus - einen, ich zitiere : "blutrunstigen, korrupten Bastard" nannte der, so wörtlich: "ein Kokain-Imperium regiert, Curare vertickt und Andersdenkende höchtspersönlich mit der Machete einen Kopf kürzer macht".

TC: Das ist natürlich heftig.

WK: Das können Sie laut sagen. Ich nehme mir daher die Freiheit, in ein Hotel zu ziehen, bis besagte Person wieder abgereist ist.

TC: Und da fährt sie schon weg in ihrer Privatkutsche. Es wird abzuwarten sein, wie die Kennedys und die Hases auf diesen kleinen Eklat reagieren. Damit gebe ich zurück ins Studio.

IWN: Herr Capote, wir bedanken uns und bleiben natürlich weiter dran. Meine Damen und Herren, das war's für heute aus Brookline. Sobald sich etwas neues ergibt, werden wir berichten.

11. September 1801 - Ankunft des aztekischen Herrscherpaares in Brookline Bearbeiten

Sehr geehrte Damen und Herren,

in wenigen Minuten wird das stellvertretende aztekische Herrscherpaar im Hafen Brooklines ankommen und dort vom amerikanensischen Präsidenten und dessen Eheleuten in Empfang genommen. Laut Gerüchten, soll über ein Wirtschaftsembargo gegen Staaten wie Peru, oder Dixie-Land diskutiert werden, auch ein Militärbündnis soll geplant sein, doch dies ist auf Grund der aztekischen Verfassung, die eine Enthaltung aller militärischen Konflikte, die nicht das eigene Land betreffen oder betreffen könnten, unwahrscheinlich. Jedoch könnte über Lieferung von humantieren Gütern in Kriegszeiten gesprochen und ein Bündnis in die diese Richtung verabschiedet werden. Weitere Gesprächsthemen sind vermutlich die Expo 1801, die Einführung einer Leitwährung und die zunehmende Instabilität Europas. Unser Korrespondent Truman Capote steht im Hafen von Brookline. Wir schalten nun zu ihm:

IWN: Herr Capote, ist das stellvertretende, aztekische Herrscherpaar schon angekommen?

TC: Nein noch nicht. Es gab gestern einen Sturm auf hoher See und das Meer hat sich anscheinend noch nicht beruhigt. Es ist zu hoffen, dass Tzitzitlini und Felix Tenoch-Hase nicht Seekrank zu werden.

IWN: Ja, das wäre tragisch. Ist bekannt, wie groß die Verspätung ist?

TC: Nein, es ist nicht bekannt, doch ich-. Ich sehe gerade ein Schiff in den Hafen einlaufen. Es handelt sich um die Fähre, auf der aztekische Herrscherpaar reist. Das Schiff legt an. Felix und Tzitzitlini stehen an der Reeling und begeben sich zur Treppe um das Schiff verlassen.

IWN: Haben die beiden die unruhige See verkraftet?

TC: Ich kann es von ihr zwar nicht genau erkennen, doch Felix Hase wirkt bleich und hinkt etwas unsicher die Treppe hinunter. Vermutlich ist ihm die raue See nicht gut bekommen. Bei seiner Ehefrau scheint die Reise keine Spuren hinterlassen zu haben. Ein Kammermusikensemlbe spielt die aztekische Hymne. Eine Ehrengarde rollt den roten Teppich aus und John F. Kennedy begleitet von seiner Hauptfrau Jacqueline nähren sich dem Ende der Treppe, gefolgt von den anderen Ehefrauen und dem Ehemann. Kennedy begrüßt Hase, dann Tzitzitlini. Es werden Grußworte ausgetauscht. Allgemeines Gelächter, vermutlich hat jemand einen Witz gerissen. Die Gruppe begibt sich zu den Kutschen. In die Erste steigen das stellvertretende, aztekische Herrscherpaar, John F. Kennedy und Jacqueline ein. Die Kutschen fahren los. Ihr Ziel ist das Weiße Haus.

IWN: Wie sieht der Ablauf des Staatsbesuches aus?

TC: Heute soll es ein Abendessen im privaten Kreis geben. Morgen wird es am Abend eine Pressekonferenz geben und Sonntag wird das stellvertretende, aztekische Herrscherpaar wieder abreisen.

IWN: Danke für Ihre Berichterstattung, Herr Capote.

TC: Es war mir eine Freude.

30. Juni Kriegserklärung Frankens an PreussenBearbeiten

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

Wie wir vor wenigen Munuten erfahren haben, soll der deutsche Staat Franken bereits gestern seinem nachbarn Preussen den Krieg erklärt haben. Die Für ihre stets äusserst knappe Berichterstaattung bekannte Stuttgarter Zeitung veröffentlichte eine kurze, telegraphische Depesche und sorgte damit weltweit für Besorgnis. Wir beim IWN bemühen uns derzeit mehr zu erfahren, was nicht leicht ist, da es vereinzelt Nachrichtensperren gibt. Eine erste offizielle Stellungnahme ist vor kurzem von Präsident Kennedy, der derzeit auf Staatsbesuch im rammsteinischen Steinburg weilt, abgegeben worden. Darin verurteilt er die Kriegserklärung, sichert Peussen militärische Unterstützung zu -und - bietet Graf Horst ein persönliches Duell zur Beilegung des Konfliktes an.

Wir sind nun wieder live verbunden mit Chuck Fernandez, unserem Rammstein-Korrespondenten.

IWN: Herr Fernandez, weiss man denn inzwischen schon genaueres über diese Kriegserklärung? Die Mitteilung in der Stuttgarter Zeitung war ja nicht sonderlich ausführlich.

CF: Nein, nichts genaues weiss man noch nicht. Soweit ich aber informiert bin, kam es noch zu keinen Kampfhandlungen.

IWN: Wie reagiert man denn in Rammstein auf die Eskalation?

CF:Eigentlich recht gelassen. Fragt man die Leute auf der Strasse, so glauben nur wenige, dass es zu grösseren Kämpfen kommen wird. Viele sagen, dass es ständig irgendwelche innerdeutsche Kriegserklärungen gäbe und es dann aber bei lokalen Reibereien und Schiessereien bliebe.

IWN: Nun hat aber diese Entwicklung doch zu Besorgnis, vorallem bei Präsident Kennedy geführt. Was befürchtet er?

CF: Dieser Konflikt unterscheidet sich von den üblichen Knatschereien natürlich dadurch, dass Graf Horst den Präsidenten Kennedy bewusst miteinbezogen hat, was den Konflikt automatisch auf eine viel internationalere Ebene hebt. Es stellt sich die Frage, warum er das tut.

IWN: Die stellen sich im Moment glaube ich, alle. Warum legt er es auf eine Auseinandersetzung mit Amerikanien an?

CF: Eine Theorie wäre, dass er einfach nur hoch pokert, ein bisschen mit dem Feuer spielt, eben UM einen Konflikt, der ansonsten als lokale Krise abgestempelt würde, in den Blickpunkt der Weltöffenlichkeit zu zerren, sozusagen hoffend, dass JFK dann den vernünftigen Part gibt und es nicht zu einer Neuauflage des Nordeuropakrieges kommen lässt. Franken hätte dann aber doch die Aufmerksamkeit und den Anstrich der potenten Macht, die sogar Amerikanien herausfordert.

IWN: Was ist von Kennedys Vorschlag, sich mit Graf Horst zu duellieren zu halten?

CF: Ich glaube die zeigt, dass auch Kennedy an gerade eben genannte Theorie glaubt und versucht, das ganze wieder runter von der intenationalen, auf die Zwischenmenschlich Ebene zu holen. Notabene ist das übrigens ein uralter Menschenheitstraum: Die Staatschefs regeln ihren Stunk unter sich, statt ihre Völker aufeinanderzuhetzten.

IWN: Glauben Sie, Graf Horst geht darauf ein?

CF: Sehr schwer zu sagen. Das kommt auf seine Motive darauf an. Der mann ist nur schwer einzuschätzen.

IWN: Gibt es schon eine Stellungnahme von Präsident Maria Feuerrad?

CF: Noch nicht, aber eine solche wurde schon angekündigt. Auch Verteidigungs- und Vernichtungsminister Bruno Brummschädel will alsbald eine ErkLa^rung abgeben.

IWN: Wir werden diese natürlich senden. das wars bis dahin aus Steinburg!

26. Juni 1801 John F. Kennedy in Autounfall auf rammsteinischer Autobahn verwickeltBearbeiten

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
herzlich willkommen zu einer Spezial-Ausgabe von IWN. Augenzeugenberichten zu Folge soll der amerikanesische Präsident John Fitzgerald Kennedy in einen Kutschen.. was!? - Sie hören richtig - Auto-Unfall verwickelt sein. Kennedy, der offiziell erst morgen bei seinem Rammstein-Besuch in Steinburg begrüßt werden soll, war auf der A12 in Richtung Steinburg unterwegs. Mittlerweile ist unser Außenreporter Chuck Fernandez vor Ort. Wir schalten jetzt live zu ihm.

CF: Meine Damen und Herren, wir befinden uns hier am Ort des Geschehens. Wie es aussieht ist ein Reisebus auf ein Stauende aufgefahren, indem sich die Limousine mit dem Präsidenten befand. Wie es dem Präsidenten geht, kann ich nicht sagen, ich werde jetzt versuchen, mich der Unfallstelle zu nähern. Wie Sie sehen, bestätigen sich unsere Informationen. Dort ist Präsident Kennedy! Mr. Kennedy! Wie geht es ihnen, was ist hier passiert?
JFK: Lassen Sie mich bitte in Ruhe und helfen Sie lieber! Sie sehen doch, was hier los ist. Ich weiß selbst nicht so Recht was hier gerade geschieht. Ich muss mich um meine Gatten kümmern..
Kennedy läuft zu einer zweiten, weniger beschädigten Limousine.
CF: Wie Sie sehen, sind wir hier mittendrinn...
Eine Stimme: Machen Sie gefälligst Platz, ich bin Kfz-Mechatroniker! Ich muss mich um die Automobile kümmern!
Eine weitere Stimme: Lassen Sie mich doch auch durch, ich bin Arzt!!
CF: Ich denke, wir sollten versuchen die Touristen aus dem Reisebus interviewen, ich glaube, dass Kennedy zur Zeit nicht zu sprechen ist. Hey Sie, kommen Sie aus dem Reisebus?
Ein korpulenter Mann mit einer goldenen Brille im Hawaii-Hemd dreht sich zu Fernandez.
Hopkins: Mein Name ist Bruce Michael Hopkins Senior und ich bin zahlender Kunde bei Dixie Tours! Von einem Bus-Unfall mit dieser Drecksau Kennedy stand nichts im Prospekt, verdammt!
CF: Ich kann ja durchaus verstehen, dass sie etwas ungehalten sind, doch wir senden grade live auf IWC und...
Hopkins: Was? Dieser Scheiß-Sender? Das ist doch alles viel zu.. da ist keine Action und die versuchen George Bush als dumm darzustellen! Ich kucke ausschließlich DXC5, ihr dreckigen Kommunisten-Schweine!
CF: Nun ja, dazu sage ich jetzt besser nichts. Wollen Sie nicht trotzdem der Welt sagen, was hier passiert ist?
Hopkins: (macht ein merkwürdiges Geräusch) Jaa dieser Hurensohn Kennedy...
CF: Mäßigen Sie sich, bitte!
Hopkins: Ich werde wohl meine Meinung äußern dürfen, sie anti-dixieländisches Arschloch! Ich hau ihnen auf die Fresse!! (zückt seinen Krückstock)
CF: Ich denke das hat hier keinen Zweck mehr, (entfernt sich langsam, aber sicher) ich werde wohl besser einen anderen Interview-Partner suchen.
Greenwood: Junger Mann, jetzt helfen Sie mir doch! Mein Koffer ist aus dem Bus geflogen, räumen Sie ihn wieder ein!
CF: Gerne, meine Dame! Was ist hier den passiert Misses...
Greenwood: Greenwood! Marta Greenwood ist mein Name. Und jetzt beeilen Sie sich!
CF: Gehört dieser (räuspert sich) ähh Dildo auch in ihren Koffer?
Greenwood: Waas?? Sie Perversling! (läuft rot an) Das ist ein Massage-Gerät! Geben Sie das sofort her, sie Sittenstrolch!
Hopkins: Was ist hier los? Schon wieder dieser IWC-Kriecher! Sie stecken doch mit Kennedy unter einer Decke!
CF: Ich versuche doch nur ein Interview zu führen, aber Sie senilen Kackvögel sind selbst dazu beschränkt! Ich hab kein Bock mehr! So ein Scheiß-Job! Immer muss ich im Regen stehen und muss mich ständig mit irgendwelchen unsympathischen Vollidioten unterhalten, die nicht mal bis 3 zählen können! Ich kann nicht mehr!!!
Hopkins: Halten Sie die Klappe und schauen Sie, was da angeflogen kommt! Eine amerikanesische Invasion!!!
Ein wohlgemerkt rammsteinischer Militär-Helikopter nähert sich der Unfallstelle und landet neben den Limousinen. Bruno Brumschädel springt aus dem Hubschrauber und läuft zu Kennedy, der unversehrt mit seinen Ehegatten neben den demolierten Autos steht
Brummschädel: Mr. Kennedy, ich hoffe ihnen ist nichts passiert! Wir holen Sie hier raus! Steigen Sie mit ihrer Familie in den Hubschrauber, ein PSER-Kommando wird sich um diesen Fall kümmern.
CF: Herr Brummschädel! Ein Interview, bitte!
Brummschädel: Halten Sie die Klappe!
(Brummschädel und die Kennedys steigen in den Hubschrauber)
Hopkins: (geht mit seinem Krückstock auf Chuck Fernandez los) Du Arschloch!
CF: Ich übergebe nun ins - Autsch! - Studio - Ahh!! - Ihr Chuck Fernandez.

11. Juni 1801 Bearbeiten

Meine Damen und Herren, die Kämpfen in Wien haben aufgehört. Aufstände, welche zahlreiche Menschen forderten, brandeten zeitgleich zum Staatsbesuch des amerikanensischen Staatsoberhauptes. Wir schalten nun zu Walther Vogelthau nach Wien.

IWN: Wie ist die Lage in Wien?

WV: Angespannt, die Kämpfe sind zwar vorbei, jedoch existieren ihre Auslöser noch. Der Kaiser versprach keine Reformen oder andere Zugeständnisse. Die Arbeitslosen und Einwanderer werden weiter arm bleiben. Auch wenn es zynisch klingen mag, da bei den Straßenschlachten viele Häuser beschädigt wurden und Menschen gestorben sind, gibt es neue Arbeitsplätze und weniger Arbeitslose.

IWN: Herr Vogelthau, die Kämpfe sind vorbei, was ist von ihnen geblieben.

WV: Zerstörung ist geblieben. Die österreichische Armee setzte Artillerie zur Niederschlagung der Aufstände ein. Es gibt kaum Haus in Josefstadt oder Brigittenau, welches nicht beschädigt ist. Wie hoch die Kosten der Instandsetzung sein werden ist unklar.

IWN: Wer wird die Kosten der Instandsetzung tragen?

WV: Vermutlich die Hausbesitzer, ob diese die Kosten an den Mieter weiter geben werden, ist unklar, jedoch wahrscheinlich. Diese konnten sich schon vor den Kämpfen die Mieten nicht leisten und jetzt werden sie es auch nicht können. Es ist Zeit für eine Reform, oder besser für mehrere.

IWN: Wie geht es den Leuten in den betroffenen Stadtteilen?

WV: Schlecht, fast jeder hat jemanden verloren, einen Verwandten, einen Freund oder einen Bekannten. Bei den Kämpfen starben über 7000 Menschen, da sich viele Familien der Verstorbenen kein Begräbnis leisten können, werden sie meist in eine Grube geworfen ohne teuere Zeremonie.

IWN: Danke für das Gespräch, Herr Vogelthau.

In Österreich ist es ruhig geworden. Es stellt sich nur die Frage, wie lange es ruhig bleiben wird. Wir halten Sie auf dem Laufenden, IWN.


10 Juni 1801 - Dritter Tag im Wiener GeiseldramaBearbeiten

Drei Tage sind es nun, meine Damen und Herren, in denen sich die Ehefrauen von Präsident John F. Kennedy und die Kaiserin Constanze Elisabeth in der Gewalt von zwei Geiselnehmern sind, die sich mit ihren Opfern im Nordeuropakrieg-Museum verbarrikadiert halten. Alle Verhandlungen blieben bislang erfolglos. Die neuerliche Forderung der Täter, die CD-Kiste die an den Strand von Steamien gespült wurde, kann nicht erfüllt werden, da laut den Steamischen Behorden der Inhalt bereits teilweise beim Versuch ihn zu analysieren, zerstört wurde.
Kaiser Franz Joseph I. und JFK sind sich weiterhin uneinig, wie dieser Krise beizukommen ist. Kennedy drängt auf ein gewaltsames Erstürmen des Gebäudes, der Kaiser will abwarten. Wir schalten nun wieder live zu unserem Korrespondenten Walther Vogelthau nach Wien.

IWN: Herr Vogelthau, wie ist die aktuelle Lage?

WV: Nachdem es die ganze Nacht über relativ ruhig war und es auch heute Morgen zu keinen nennenswerten Entwicklungen kam, scheint nunmehr Bewegung innerhalb des Gebäudes zu sein. Ich kann von hier aus gut durch das große Fenster in den Raum blicken, wo die Geiseln und die Täter sich aufhalten. Die First Lady und Großfürstin Anastasia reden ziemlich freundlich mit dem Haupttäter - der, der den Feuerschwefel-Sprengstoffgürtel anhat. D. Kennedy verprügelt derweil den Kaffeeautomaten, weil der das Geldstück schluckte, aber keinen Kaffee hergab.

IWN: Und was macht die Kaiserin?

WV: Die sitzt neben dem Kafffeeautomaten starr wie eine der Ausstellungspuppen und schweigt. Neben ihr steht der hagere Geiselnehmer mit der Magnum44 und müsste offenbar schon wieder aufs Klo.

IWN: Da drinnen riecht es wohl sicher nicht mehr allzugut. Es wird Aufgabe der Ermittler sein, nach Beendigung dieses Geiseldramas herauszufinden warum die Toilette verschlossen war.

WV: ganz richtig. Oh, nun hat es D. Kennedy mit einem ordentlichen Tritt geschafft, dem Kaffeeautomaten einen Becher zu entlocken. Das Ding füllt sich mit der braunen Brühe. Sie nimmt den Becher und bringt ihn...hm...mit einem sehr charmanten Lächeln dem Haupttäter. Jacqueline und Anastasia lächeln ihn ebenfalls an, während er trinkt.

IWN: Herr Vogelthau, was ist von dieser Szene zu halten? Ob sich nun doch so langsam das Stockholm-Syndrom einstellt?

WV: Schwer zu sagen. Jedenfalls ist diese betonte Freundlichkeit der Opfer schon seltsam. All die Zeit davor haben sie ihren Peinigern stets die kalte Schulter gezeigt. Oh!

IWN: was ist? was sehen Sie?

WV: Die First Lady hat ihren Rock hochgehoben und zeigt dem Geiselnehmer kokett ihre seidenen Strümpfe und das Strumpfband.

IWN: Bitte?! Sind Sie sicher.

WV: Aber absolut, ich weiss wie sich das anhört, aber so ist es. Dem Geiselnehmer fallen fast die Augen aus dem speckigen Gesicht. Ich fürchte, das IST das Stockholm-Syndrom... der arme John F. Kennedy.

IWN: Und wohl auch "arme Jacqueline" wenn das vorbei ist. Die letzte Präsidentenfrau, die ihrem Gatten untreu wurde war Mrs. Nixon und jedes Schulkind weiss, was aus ihr geworden ist.

WV: Wobei ich jetzt eher nicht denke, dass JFK der Typ ist, der seine Frauen enthaupten lässt. Nun, so unfassbar es klingen mag, aber ich sehe gerade, dass sich Anastasia ebenfalls entblösst, sie öffnet ihr Kleid und man kann ihr tief ins blanke Dekolleté sehen. Der Geiselnehmer steht jetzt auf der will seine Hose öffnen, aber der Feuerschwefel-Gürtel behindert ihn. Lasziv lächelnd fordert die First Lady ihn mit Handbewegungen auf, den Gürtel doch abzulegen, der macht das auch...Moooment mal!

IWN: Sie Meinen da...

WV: Ruhig jetzt! Der Geiselnehmer hat den Gürtel tatsächlich abgelegt und geht auf die Frauen zu aber da, Die Kaiserin! Die ist plötzlich aus ihrer Starre erwacht und ja! Das gibts doch nicht! Sie hat von hinten dem zweiten Geiselnehmer, der auch wie gebannt auf die, ich nenne es mal "Strip-Show" gegafft hat, das Gemälde, das hinter ihr an der Wand hing gepackt und es dem Kerl krachend über die Birne gezogen! Jetzt gibt sie ihm noch einen Tritt und...Da! Die First Lady tritt dem Hauptttäter zwischen die Beine, der krümmt sich, lässt die Magnum fallen! Anastasia kickt die Waffe weg, hat sich den Papierkorb gepackt und stülpt das Ding dem Kerl über den Kopf. D. Kennedy prügelt inzwischen mit wachsender Begeisterung auf den am Boden liegenden Hageren ein, unter dem sich eine größer werdende Urinlache bildet.
Sensationell was da abgeht, meine Damen und Herren! Unglaublich! Von wegen Stockholm-Syndrom, die Damen haben den Geiselnehmern eine Falle gestellt. Jetzt reisst Jacqueline das Fenster auf und schreit nach draußen "Ihr könnt kommen, wir haben alles unter Kontrolle"! Ja, Wahnsinn! einfach der helle Wahnsinn! das Militär erwacht aus seiner Starre, Soldaten springen auf, packen ihre Waffen, erstürmen das Gebäude. Das Tor zum Museum öffnet sich, der Haupttäter kommt mit erhobenen Händen heraus, gemartert von wiederholten Hieben durch den Schirm der Kaiserin. Nun folgen die anderen Damen, sie ziehen den Hageren an den Füßen heraus, der Mann ist kaum noch bei Bewusstsein. Drei Dutzend Gendarmen stürzen sich auf die Täter und legen sie in schwere Ketten. Unter Tritten und Stockhieben werden sie zum Gefangenenwagen transportiert und unsanft hineinbefördert. Die Fuhrpeitsche knallt und los gehts!
Vor mir steht der Einsatzleiter, Kommandant Heiner Wastl, ich versuche mal ihn vors Mikro zu bekommen.

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Die Kaiserin und ihr Peiniger


WV: Komandant Wastl, bitte ein paar Worte für unsere Zuschauer und Hörer! Dieses Drama ist ja nun götterseidank gut ausgegangen. Was war Ihrer Meinung nach der Grund für das Happy End?

Kommandant Wastl: Na ganz klar: Die Entschlossenheit meiner Männer!

WV: Und die Damen?

'Kommandant Wastl: Denen geht es gut und das, ich wiederhole mich gerne, dank der Entschlossenheit, dem Mut und der beispiellosen Genialität meines Einsatzplanes.

WV: Sie meinen, die Idee mit dem gefakten Stockholm-Syndrom war von Ihnen?

'Kommandant Wastl: Stockholmwas? Wir sind hier in Wien. Und natürlich war alles meine Idee.

WV: Wie konnten Sie sich denn mit den Damen absprechen? Soweit ich weiss konnte nie Kontakt zu den Geiseln hergestellt werden.

'Kommandant Wastl: Wieso sollten wir mit den Damen gesprochen haben?

WV: Nun, Sie sagten doch...Ach, vergessen Sie's! Regie! Zurück ins Studio! Vollidiot!

Meine Damen und Herren, soviel zum unerwarteten und zum Glück guten Ende des Wiener Geiseldramas. Wir halten sie über alle weiteren Entwicklungen natürlich auf dem Laufenden.

09. Juni 1801 Zweiter Tag im Wiener GeiseldramaBearbeiten

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Unser Korrespondent vor Ort: Walther Vogelthau

Meine Damen und Herren, willkommen zu einer weiteren Sondersendung zum Wiener Geiseldrama.
Noch immer halten zwei schwer bewaffnete Geiselnehmer die Ehefrauen des amerikanensischen Präsidenten John F. Kennedy, so wie Kaiserin Constanze Elisabeth im Nordeuropamuseum gefangen. Das Gebäude ist vom Militär umstellt.
Die Täter hatten in der Nacht ihre Forderungen erhöht und zwar darauf, dass jemand den Schlüssel zur Museums-Toilette, welche offenbar zugesperrt ist, überbringe. Diese Forderung löste zwischen den beiden Staatsoberhäuptern eine schwerwiegende Grundsatzdebatte über das weitere Vorgehen aus: So schlug JFK dem Verlautbaren nach vor, dass ein Angehöriger eines Sonderkommandos diesen Schlüssel überbringen und damit einhergehend, einen Befreiungsversuch starten soll. Der Kaiser lehnt dies jedoch kategorisch ab. Er verweist zum einen darauf, dass ein ausreichend für solche Einsätze trainiertes Kommando fehle und vorallem darauf, dass das Museumsgebäude welches erst kürzlich fertigestellt wurde und 3 Millionen Schilling gekostet hat, beschädigt werden könnte.

So gegen 6 Uhr Morgens gaben die Geiselnehmer bekannt, dass sie diese Forderung wieder zurücknehmen da, so wörtlich, "Die Sache eh in die Hose gegangen" sei.
Zugleich bekundeten sie, nun ausreichreichend über Kennedys Vorschlag, 1 Milliarde Gulden aber kein Abdanken des Kaisers und kein Fluchtwagen, nachgedacht zu haben. Sie lehnten ab weil, so wörtlich, "Fluchtwagen muss schon sein, wir haben die 1,20 Schilling für den Bus nicht parat und der Fahrer wechselt sicher keinen Ein-Milliarde-Schein". Sie haben aber nun im Gegenzug den Vorschlag gemacht: Eine Milliarde Gulden, eine Milliarde aztekische Zinn, Fluchtwagen und die CD-Kiste aus Steamien, dafür muss der Kaiser nicht abdanken.

Wir schalten nun wieder live zu unserem Korrespondenten Walther Vogelthau.

IWN: Herr Vogelthau, was gibts neues?

WV: Im Moment nicht viel. Wir stehen hier rum, frieren und warten. Die Soldaten tauschen Pokémon-Karten, lesen Pornos oder reichen den Flachmann herum.

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John F. Kenndy und der Kaiser beraten die weitere Vorgehensweise

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IWN: Es wird ja viel über die Identität der Täter spekuliert: Zwei Versionen kursieren: Maligneser auf "Auslandsreise" oder Anhänger der "Rächer", einer gewaltbereite Splittergruppe des IKMK. Was ist Ihre Einchätzung?

WV: Das mit den Malignesern würde ich mit annähernder Sicherheit ausschliessen, dafür ist die Vorgehensweise definitiv zu dilettantisch. An einer den "Rächern" zummindest nahesteghende Gruppe könnte schon eher was dran sein, dafür spricht der Mix aus Geld- und politischer Forderung. Aber vielleicht, entschuldigen Sie meine Wortwahl, sind es auch einfach nur zwei ohne Ende dämliche, beknackte Vollidioten, die sich wichtig machen wollten.

IWN: Wie geht es den Geiseln?

WV: Ich glaube, immer noch gut. Man kann das ja alles nur durchs Fenster beobachten. Eine Zeitlang sah es so aus, als stritten sich die Kaiserin und die First Lady über den Inhalt einiger Austellungsobjekte.

IWN: Ja, das wollte ich gerade ansprechen: Es wird mittlerweile gemunkelt, dass die Ausstellung in diesem Museum eine krasse Geschichtsfälschung darstelle und den Krieg einseitig zu Gunsten Österreichs geradezu verherrlicht. In Amerikanien gab es deswegen schon die ersten Proteste.

WV: Ja, das ist das Problem in diesen Tagen, irgendjwo gibt es immer irgendwelche Proteste gegen irgendeine Scheisse. Sorry, ich bin mittlerweile sehr müde. Wie gesagt, ist der nun neu aufschwelende Streit über Form und Inhalt dieser Kriegsausstellung nicht gerade Hilfreich in der aktuellen Situation, das kann man sich ja denken.

IWN: Eine weitere Frage, Gibt es schon Anhaltspunkte, woher die Täter den Feurschwefel herhaben?

WV: Nein, da tappt man völlig im Dunkeln.

IWN: Befürchtet man eigentlich, dass je länger sich die Geiselnahme hinzieht, die Frauen das Stockholm-Syndrom entwickeln könnten, will heissen, sie solidarisieren sich mit den Tätern?

WV: Um angesichts eines schwitzenden, bierbäuchigen Wuchthockers mit ranziger Halbglatze und eines in nassen, stinkenden Hosen herumzappelnden, dummschwätzenden, hyperventilierenden Hypochonders ein Stockholm-Syndrom zu entwickeln, muss man glaube ich, doch noch etwas länger in Geiselhaft sein, als nur zwei Tage.

IWN: Herr Vogelthau, wir bedanken uns für das Gespräch

Meine Damen und Herren, soweit der aktuelle Stand im Geiseldrama von Wien. Wir berichten wieder, sobald es neues gibt.


08. Juni 1801 Geiselnahme im Nordeuropakriegsmuseum Bearbeiten

Meine Damen und Herren, willkommen zu einer Sondersendung anlässlich der Geiselnahme der Ehefrauen des Präsidenten Kennedys und er österreichischen Kaiserin in der österreichischen Hauptstadt Wien. Zwei Täter brachten die Frauen gestern Abend in ihrer Gewalt. Wir schalten nun zu Herr Vogelthau, welcher vor dem Nordeuropakriegsmuseum, in dem sich die Täter verschanzt haben, steht.

IWN: Herr Vogelthau, wie geht es den Geiseln?

WV: Es geht ihnen gut. Aufgrund der erhöhten Militärpräsenz, besser gesagt, auf Grund der halben Armee, die vor dem Museum steht, wagen es die Täter nicht ihre Opfer schlecht zu behandeln, da das ernsthafte Konsequenzen hätte. Laut Augenzeugenberichten sollen sich die Opfer jedoch langweilen.

IWN: Die Geiseln sind wohl auf, wie geht es den Geiselnehmern?

WV: Es geht ihnen eindeutig schlechter, als den Geiseln. Sie dürften die Situation vollkommen unterschätzt haben. Einer der Geiselnehmer hüpft seit circa einer Stunde von einem Bein auf das andere. Anscheinend drückt seine Blase. Sein Partner wirkt nervös und schwitzt wie ein Schwein.

IWN: Ist etwas über die Geiselnehmer oder ihre Waffen bekannt?

WV: Angeblichen Berichten zu folge, soll es sich bei den Tätern um ein Einwohner Terra malignas handeln, doch so dilettantisch, wie sie sich seit Anfang der Geiselnahme benehmen, wird stark daran gezweifelt. Wahrscheinlich kommen die Täter aus einem Wiener Vorort und wurden rekrutiert. Bei den Waffen handelt es sich um Sprengstoffgürtel. Ein Täter besitzt auch etwas Kohlenstoffpersulfid. Wozu er es bei sich trägt und woher er es hat, ist unbekannt.

IWN: Nun dauert die Geiselnahme schon mehrer Stunden. Wissen Präsident Kennedy und Kaiser Franz Josef bescheit?

WV: Ja, nachdem sie von der Jagd zurückkehrten wurde es ihnen mitgeteilt. Laut Augenzeugen soll der Kaiser sehr ungehalten reagiert und sich eines Vokabulars bedient haben, welches man nicht oft von einem Kaiser hört. Momentan befinden sich die Staatsoberhäupter im Museum und diskutieren über die Vorgehensweise. Erstaunlicherweise sind sich die beiden sogar in einem Punkt einig, man soll den Abschaum aus dem Weg räumen. Ich entschuldige mich für die harten Worte, doch dank dieser unfähigen Idioten, welche die Geiseln kaum unter Kontrolle haben und den faulen Arbeitslosen, welche rebellieren, habe ich die letzten Nächte kaum geschlafen, wurde mit Obst beworfen und von einem Polizisten bespuckt. Und es gibt Menschen, die Behaupten Österreichs sei Land, wo sanfter Tourismus möglich sei, Lüge. Und dann dieses-

IWN: Herr Vogelthau, Herr Vogelthau, wir können verstehen, dass es eine anstrengende Woche war. Wie laufen die Verhandlungen zwischen den Tätern und den Staatsoberhäuptern?

WV: Schleppend, die Verhandlungen gehen nur schleppend voran. Erst nach zwei Stunden hörte Kaiser Franz Josef auf die Geiselnehmer zu beschimpfen. Anfangs wollten die Geiselnehmer nicht verhandeln, doch ein Angebot des Präsidenten stellt für sie eine alternative dar, über welche sie nachdenken müssen. Kennedy bietet eine Milliarde Gulden, jedoch keinen Fluchtwagen und Kaiser Franz Josef muss nicht abdanken. Das die Täter über diesen Vorschlag nachdenken, der sie direkt zum Erschießungskommando bringen wird, zeigt die Fähigkeiten der Täter. Vor etwa einer Stunde sind die Verhandlungen zum Erliegen gekommen, als ein Täter begann von einem Bein auf das andere zu hüpfen. Der zweite Geiselnehmer hat Mühe die Frauen unter Kontrolle zu halten und kann auch nicht verhandeln.

IWN: Herr Vogelthau wir danken für ihre Berichterstattung. Durch die Geiselnahme geriet auch das Nordeuropakriegsmuseum in den Fokus des Interesses und sorgte für internationales Staunen und Entsetzten. Der Verlauf des Nordeuropakrieges sei falsch dargestellt und diene der österreichischen Propaganda, so ein Historiker. Meine Damen und Herren, wir melden uns morgen wieder mit mehr Informationen.


07. Juni 1801 Gespräche zwischen Kaiser Franz Joseph dem Ersten und Präsident John F. KennedyBearbeiten

Meine Damen und Herren, willkommen zu einer weiteren Sondersendung anlässlich des Staatsbesuchs John F. Kennedys, Präsident von Amerikanien in der österreichischen Hauptstadt Wien. Nachdem es gestern zu massiven Ausschreitungen kam und die Fahrt der Staatsoberhäupter vom Flughafen ins Hotel zur wahren Horror-Tour wurde, griff schliesslich das Militär ein. Zwei Dragoner-Regimenter lösten die in Gewalt eskalierte Demonstration auf. Gegen Abend kam auch die Artillerie zum Einsatz und beschoss Viertel in denen man besonders viele Aufständische vermutete. Dieser Einsatz, der auch zahlreichen, unbeteiligten Zivilisten das Leben gekostet hat wurde mittlerweile international kritisiert. Insbesondere der IKMK hat scharf protestiert und eine Sondersitzung im Völkerbund gefordert, wo über Sanktionen gegen Österreich beraten werden soll.

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John F. Kennedy (links) und Kaiser Franz Joseph der Erste (rechts). Offizielle Daguerrotypie, vor dem Beginn der Gespräche

Mit Spannung erwartet die Öffentlichkeit daher eine Antwort auf die Frage, ob und in welchem Umfang JFK das Thema bei seinen Gesprächen mit dem Kaiser ansprechen wird. Zur Stunde dauern diese Gespräche noch an. Nach den Gesprächen will Kennedy in einer Pressekonferenz über den Inhalt und die Ergebnisse seiner Gespräche informieren. Wir schalten einstweilen wieder live zu unserem Europakorrespondenten Walther Vogelthau der mit seinen Kollegen vor den Toren des Kaiserpalastes wartet.

IWN: Her Vogelthau, sind die Gespräche noch im Gange?

WV: Ja. Der Kaiser und der König-Präsident sind seit ca 2 Stunden dabei, miteinander zu reden.

IWN: Was denken Sie, wird JFK die Unruhen ansprechen und wird er dabei die österreichiche Behörden, speziell sogar den Kaiser, kritisieren?

WV: Also thematisieren wird er das Ganze mit Sicherheit, er hatte das ja auch schon angekündigt, kurz nach dem die ersten Unruhen ausgebrochen sind. Ob und wie scharf er letzten Endes die Regierung, speziell den Kaiser kritisieren wird, ist natürlich offen. Loben wird er ihn wohl kaum, aber er muss natürlich aufpassen, dass das österreichische Staatsoberhaupt nicht gleich abblockt. Kritik in der Sache dürfte als Einmischung in innere Angelegenheiten aufgefasst werden. An einer weiteren Verschlechterung der Beziehungen ist JFK aber nicht nteressiert. Für ihn also ein Balanceakt zwischen Offenheit und Diplomatie.

IWN: Was glauben Sie, wie steht der Kaiser zu dieser ganzen Tragödie?

WV: Für den ist das Ganze noch ungleich diffiziler. Er muss einerseits auf das Volksempfinden Rücksicht nehmen, aber auch auf seinen Ruf in der internationalen Öffentlichkeit.

IWN: Hat der Kaiser das Ausmass der Proteste unterschätzt?

WV: Mit Sicherheit. Ihm war ganz offensichtlich nicht bewusst dass das, was zunächst nur wie ein Ausbruch anti-amerikanensischer Befindlichkeiten aussah, nur die Spitze eines viel grösseren Eisberges an Unzufriedenheit war. Die Amerikanienskeptische Haltung teilt er ja - darum war dieses Treffen auch ein so aussergewöhnliches Ereignis. Und darum hat er die anti-Kennedy Demonstrationen zu Beginn auch nur sehr zögerlich bekämpfen lassen. Erst als klar wurde, dass sich die Unruhen auch gegen ihn und seine Herrschaft richteten, griff er mit voller Härte durch - nicht wenige sagen: mit zu grosser Härte.

Die PressekonferenzBearbeiten

Meine Damen und Herren, soeben verlassen John F. Kennedy und Kaiser Franz Joseph den Palast. John F. Kennedy wird nun eine Pressekonferenz abhalten, wir schalten live nach Wien.


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JFK und der Kaiser nach den gemeinsamen Gesprächen

Meine Damen und Herren, liebe MitbürgerInnen zu Hause und in aller Welt,

Zunächst möchte ich meinen Dank an seine kaiserliche Hoheit, Franz Joseph dem Ersten richten, dafür, dass er dieses Treffen und das heutige Gespräch möglich gemacht hat. Wir alle hätten uns die Begleitumstände natürlich anders gewünscht, als sie es nun tatsächlich waren.
Ich habe dem Kaiser gegenüber meine Soge zum Ausdruck gebnracht, dass die Gewalt eskalieren könnte und bei der - notwendigen - Eindämmung derselben die Menschenrechte teilweise nicht mehr gewährleistet sind. Bei aller Konsequenz, mit der Aufrührer und Umststürzler im Zaum gehalten werden müssen, sollte nie vergessen werden, dass auch viele Unbeteiligte und Unschuldige ins Fadenkreuz geraten. Seine Kaiserliche Hoheit hat mir versichert, dass er sich dessen bewusst ist und alles in seiner Macht stehende tun wird, Gewalt zu minimieren und Kolateralschäden zu vermeiden.

Heute vor genau 27 Jahren landeten die amerikanensischen Truppen an der französischen Westküste. Was als sogenannter D-Day in die Geschichte einging markierte den Wendepunkt und den Anfang vom Ende des Nordeuropakrieges. Wir gedenken heute diesem historischen Ereignis in Ehrfurcht vor den Opfern und in der festen Hofnung auf eine bessere Zukunft.

Bei unseren Gesprächen einigten der Kaiser und ich uns darauf, ab jetzt regelmässige amerikanensisch-österreichische Konsultationen abzuhalten. Bei den Themen Zollerleichterungen bestehen nach wievor unterschiedliche Ansichten, beide Seien sind jedoch gewillt, diese Differenzen beizulegen. Auch wurde vereinbart, gegen Ende des jahres bilaterale Wirtschafsgespräche anzusetzen, auf denen eine bessere, wirtschaftliche Zusammenarbeit besprochen werden kann.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit


John F. Kennedy


IWN: Herr Vogelthau, Soben hat der amerikanensische Präsident seine Pressekonferenz beendet. Wie ist Ihre Einschätzung?

WV: Ich...muss gestehen, ich habe JFK selten so schleimig... sagen wir mal... vorsichtig erlebt. Was wir hier gehört haben, ist eine Rede, so glitschig wie Schmierseife und so substanziell wie 3 Gramm Puffreis. Das mit den regelmässigen Konsultationen ist noch das greifbarste Ergebnis, alles andere sind hohle Phrasen, sorry, wenn ich das jetzt mal so deutlich formuliere. Mein Eindruck ist der, dass Kennedy in dieser hochbrisanten Lage keinerlei Risiko eingehen will und möglichst das Schaffen jeglicher Angriffsfläche vermeidet. Ich kann das irgendwo auch verstehen. Die Situation ist brandgefährlich und das letzte was Kennedy will, ist dass sich die Konflikte ausweiten.

IWN: A propos ausweiten: Vor wenigen Minuten haben wir die Meldung erhalten, dass es auch in Amerikanien zu Protesten gekommen ist, dort sollen Wiener Spezialitätenläden überfallen und verwüstet worden sein. In Old York haben ein knappes Dutzend Anti-österreichische Demonstranten eine Franz Joseph Puppe verbrannt. Was halten Sie davon?

WV: Gequirlte Scheisse Menschliche Dummheit, was sonst. Das ganze heizt sich auf wie ein überhitzter Dampfgenerator. Also ich kann JFK wirklich verstehen, wenn er hier verbal auf rohen Eiern balanciert. Auch wenn ich ihn persönlich als angriffslustigen Klarttextsprecher besser mag.

IWN: Wie geht es denn nun mit dem heutigen Protokoll weiter?

WV: Man bemüht sich natürlich betont um Normalität und das bedeutet, dass das Protokoll peinlichst genau eingehalten und abgespult wird. Der Kaiser wird nun seinem Gast die Kaiserlichen Stallungen zeigen und ihm anschliessend einen Lipizzaner-Hengst schenken. Danach fahren duie beiden aufs Land zu einer Jagdpartie. Die Damen, das Heisst Kaiserin Elisabeth und First Lady Jacqueline, so wie die beiden Nebenfrauen von JFK, werden zunächst eine berühmte, wiener Modewerkstatt besuchen und danach das im Zentrum von Wien gelegene, vor kurzem eröffnete Nordeuropakriegsmuseum. Danach treffen sich alle im Wiener Stadtschloss zum Abendessen.

IWN: Und was ist für Kennedys Ehemann Theo vorgesehen?

WV: Ach ja, das ist auch noch eine Neben-Annekdote, die in ganzen Unruhen nachrichtentechnisch komplett untergegangen ist. Es gab um Theo im Vorfeld ja regelrecht Streit, schon beinahe einen Eklat. In Österreich sind gleichgeschlechtliche / bisexuelle Ehen nicht erlaubt und gelten als Entgleisung. Dass John F. Kennedy seinen Mann überhaupt mitnahm, hat man daher regelrecht als Provokation empfunden. Jedenfalls weigerten sich die mit der Erstellung des Protolls beauftragen Hofbeamten, Theo ins Tagesprogramm der Damen einzugliedern. Auf Eingreifen des Kaisers hin wird er nun zusammen mit ihm und JFK aus Land fahren, dort allerdings nicht an der Jagd teilnehmen. Der Verwalter des Landsitzes wird ihm stattdessen die alte und durchaus sehenswerte Bücherei zeigen.

IWN: Herr Vogelthau, wir bedanken uns für Ihre Berichterstattung.

Geiselnahme Bearbeiten

Sehr geehrte Damen und Herren, ich darf sie herzlich zu einer Sondersendung anlässlich des Staatsbesuchs John F. Kennedys, Präsident von Amerikanien in der österreichischen Hauptstadt Wien, wo ihn Kürze das Festessen … Ich erfahre gerade von der Regie, dass es im Nordeuropakriegsmuseum anscheinend zu einer Geiselnahme gekommen. Noch ist unbekannt wer der Täter ist und wer davon betroffen ist. Wir schalten zu unserem Europakorrespondenten Walther Vogelthau, welcher sich vor dem Nordeuropakriegsmuseum befindet.

IWN: Herr Vogelthau, wie mir die Regie mitteilte, findet im Nordeuropakriegsmuseum eine Geiselnahme statt. Wissen Sie mehr?

WV: Ja, bei den Geiseln handelt es sich um die Ehefrauen des amerikanensischen Präsidenten John F. Kennedy, die österreichische Kaiser Constanze Elisabeth, zwei Soldaten und eine Reinigungskraft.

IWN: Wie konnte es dazu kommen? Zahlreiche Soldaten sollten für die Sicherheit der Staatsgäste sorgen.

WV: Wie es zur Geiselnahme kam, ist noch unklar. Es könnte sein, dass sich die Täter als Reinigungskräfte ausgaben und deshalb so nah an den hohen Besuch herankamen. Doch näheres weiß man nicht, auch die Gerüchte, dass es sich bei dem Geiselnehmer um einen Soldaten handelt, konnten nicht widerlegt werden.

IWN: Sie sprachen von Tätern, Herr Vogelthau. Ist bekannt wie viele es sind und um wem sich dabei handelt?

WV: Es sind zwei Geiselnehmer, ob es im Hintergrund Drahtzieher gibt, welche nicht in Erscheinung treten, ist nicht bekannt, wird jedoch angenommen.

IWN: Welche Forderungen stellen die Geiselnehmer?

WV: Sie fordern, dass Kaiser Franz Josef der Dri… äh… Erste abdankt und Österreich zu einer Republik wird. Auch wollen sie einen Fluchtwagen und eine Million aztekische Pfund oder zwei Millionen amerikanensische Gulden.

IWN: Ist schon bekannt, ob Kaiser Franz Josef der Erste und John F. Kennedy von der Geiselnahme wissen.

WV: Vermutlich nicht, laut unbestätigten Angaben, sollen die beiden noch nicht von der Jagd zurückgekehrt sein. Auf jeden Fall reagierte keiner der beiden auf die Geiselnahme, was darauf hinweist, dass sie es nicht wissen.

IWN: Wie wahrscheinlich ist es, dass man auf die Bedingungen der Geiselnehmer eingeht?

WV: Schwer zu sagen. Es dürfte kein Problem sein das Geld aufzutreiben, vielleicht akzeptieren die Täter auch österreichische Schilling, was die Sache erleichtern würde. Doch auch wenn auf amerikanensische Gulden oder aztekische Zinn bestanden wird, sollte dieser Punkt keine Probleme bereiten. Auch der Fluchtwagen sollte leicht zu beschaffen sein, ob man ihn liefert und den Tätern eine Möglichkeit zur Flucht gibt ist schwer einzuschätzen. Die Abdankung Kaiser Franz Josefs ist sehr unwahrscheinlich, jedoch möglich da der Kaiser fast 90 Jahre alt und unter Umständen das Regieren leid ist. Ob sich die Geiselnehmer in ihren Forderungen flexibel zeigen, ist nicht zu sagen.

IWN: Warum wird das Museum nicht gestürmt und die Geiselnehmer überwältigt. Es sollen ja zahlreiche Soldaten das Gebäude umkreist haben.

WV: Noch wurde die Möglichkeit der Gebäudestürmung nicht verworfen, doch da man wenig über die Täter weiß und noch keinen Befehl von Kaiser Franz Josef erhalten hat, möchte man warten. Auch spricht die Bewaffnung der Geiselnehmer, laut Gerüchten ein Sprenggürtel mit Kohlenstoffpersulfid als Zünder, gegen ein Stürmen des Gebäudes.

IWN: Herr Vogelthau wir danken für Ihre Berichterstattung. Meine Damen und Herren, sobald es mir Informationen gibt, werden wir wieder Kontakt zu Walter Vogelthau aufnehmen.


06. Juni 1801 - Sondersendung zum Staatsbesuch des amerikanensischen Präsidenten in WienBearbeiten

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Meine Damen und Herren, Willkommen zur Sondersendung des IWN zum Staatsbesuch des amerikanensischen Präsidenten John F. Kennedy in Wien, der Hauptstadt Österreichs.
Seit über 25 Jahren ist Kennedy der erste amerikanensische Präsident, der mit Kaiser Franz Joseph dem Ersten zusammentrifft. Die letzte Begegnung dieser Art fand 1776 zu Ende des Nordeuropakrieges statt: Damals traf der im Felde stehende Dwight D. Eisenhower den Kaiser.

Es ist fürwahr kein Saatsbesuch wie jeder andere: im Vorfeld dieses Gipfels gab es nicht nur heftige Kritik in beiden Ländern, in Wien kam es auch zu erheblichen Ausschreitungen und eskalierendenden Anti-Kennedy Demonstrationen. Unser Nordeuropa-Korrespondent Walther Vogelthau steht für uns am Wiener Flughafen, wo in wenigen Minuten der präsidiale Zeppelin, die Airforce One, landen wird. Wir schalten nun live zu ihm.


IWN: Herr Vogelthau, ist die Airforce One schon gelandet?

WV: Guten Tag und Hallo ins Studio! Ja, der Zeppelin schwebt gerade über dem Flugfeld ein. Die Leinen werden schon abgeworfen und vom Bodenpersonal festgemacht.

IWN: Die Frage, die wohl alle bewegt: Wie ist die aktuelle Lage, was es die Proteste angeht?

WV: Angekündigt wurden ja massive Demonstrationen, die natürlich alle erstmal verboten wurden, aber niemand glaubt hier im Ernst, dass sich die Kennedy- und Amerikaniengegner davon abhalten lassen. Rund um den Flugplatz ist massive Polizeipräsenz. Es gab zahlreiche Verhaftungen. Trotzdem konnte ich auf der Fahrt hierher vereinzelte Demonstrantenzüge sehen, die ungehindert Richtung Flughafen zogen. Die Behörden haben natürlich das Problem, dass sie nicht einfach die gesamte Bevölkerung wegschliessen können.

IWN: Im Gegenteil, es wäre ja normalerweise üblich, dass die Bevölkerung auf der Route der Staatskarosse vom Flughafen bis ins Hotel Spalier steht und dem Staatsgast jubelt. Es steht hier aber zu befürchten, dass kaum gejubelt werden wird. Wie gedenkt man mit desem Problem umzugehen?

WV: Es gab da diverse Spekulationen: Ein hartnäckiges Gerücht besagt, dass Kaiser Franz Joseph der Dritte...

IWN: Der Erste!

WV: Bitte?

IWN: Franz Joseph der Erste. Nicht der Dritte.

WV: Stimmt, ich bringe das immer durcheinander, bitte entschuldigen Sie.

IWN. Wäre nett, wenn Sie sich das mal merken könnten, wir bekamen heute Morgen drei Postsäcke mit Protestbriefen wütender Österreicher zugesandt, weil Sie gestern schon mal vom "Dritten" sprachen.

WV: Ich glaube, das liegt daran, dass ich bei "Wien" immer an den "Dritten Mann" denken muss. Aber ich werd's mir merken, versprochen. Also ein Gerücht besagt, dass Franz Joseph der Erste einige hundert loyale Bürger dafür bezahlt haben soll, dass sie in der ersten Reihe stehen und den Staatsgast freundlich empfangen, mit Fähnchenwinken und so. Dies wurde aber bislang weder bestätigt noch dementiert... So, der Zeppelin ist gelandet!
Die Ehrengarde ist aufmarschiert und rollt den roten Teppich aus. Und ja, jetzt sehe ich auch den Kaiser, begleitet von seiner Frau, der Kaiserin Constanze Elisabeth von Österreich-Ungarn. Nun öffnet sich die Tür der Passagiergondel und John F. Kennedy steigt aus! Hinter ihm geht seine Hauptfrau, First Lady Jacqueline und weiter hinter ihr, die anderen Ehefrauen und der Ehemann. Jetzt fängt die Militärkapelle an zu spielen, die amerikanensische Hymne "Wide open spaces"...oh...

IWN: Das scheint mir nicht die amerikanensische Hymne zu sein.

WV: In der Tat, das ist der "Preussens Gloria" Marsch, die Hymne von Preussen. Präsident Kennedy guckt erst ziemlich blöd verdutzt, trägt es aber jetzt mit Fassung. Er steht auf dem roten Teppich und tut so als ob nichts wäre. Jetzt wird die österreichische Hymne gespielt.

IWN: Ich Höre da von Ferne eine Art Rauschen.

WV: ja, das sind die Demonstranten draussen vor dem Flughafen. Als die österreichische Hymne gespielt wurde, sind sie in frenetischen Jubel ausgebrochen. So, nun wird Kennedy von Kaiser Franz Joseph dem Ersten begrüsst. Der Händedruck wirkt kühl und flüchtig, aber immerhin, sie geben sich die Hand. Die Kaiserin begrüsst Frirst Lady Jacqueline. Diese macht keinen Hofknicks, ebensowenig wie ihr Mann vorhin.

IWN: JFK ist ja auch König, Könige machen keine Knickse.

WV: Könige nicht und nicht mal Präsidenten. Aber Franz Joseph und seine Frau sind Kaiser, ich vermute mal, sie haben eine Geste in dieser Richtung erwartet. Jetzt begeben sich die Staatsoberhäupter und ihre Angetrauten zum Karossenkonvoi. Ich werde mich nun in die Pressekutsche begeben, die dem Staatskonvoi folgen darf.

IWN: Bis gleich!

Meine Damen und Herren, wie uns soeben gemeldet wurde, kam es unterdessen zu weiteren Unruhen in verschiedenen Wiener Bezirken. Auch wurde ein Mann festgenommen, der offenbar ein Attentat auf John F. Kennedy vorbereitet hat. Eher durch Zufall wurde er von einer Putzfrau entdeckt, wie er im sechsten Stock eines alten Lagerhauses unter einem Fenster mit einem Karabiner auf der Lauer lag. Vom Fenster aus kann man gut auf die Strasse herabblicken. Die Strasse ist Teil der Route des Staatskonvois. Näheres ist noch nicht bekannt.

Wir schalten nun wieder live zu unserem Korrespondenten Walther Vogelthau nach wien:

IWN: Herr Vogelthau, wo sind Sie jetzt?

WV: Ich sitze nun in der Pressekutsche, zusammen mit anderen ausgewählten Journalisten. Wir fahren hinter dem Landauer mit JFK's Zweitehegatten. An der Spitze fährt der Wagen mit dem Kaiserpaar so wie Kennedy und seiner Hauptfrau. Alle Wagen werden von Lippizanern aus den Kaiserlichen Hofstallungen gezogen. Wir werden von einem Dutzend Leibgardisten der Kaiserlichen Dragoner eskortiert. Am Strassenrand wachen zahlreiche Polizisten und Gendarmen. Hinter den Absperrungen stehen Wiener Bürger, sie jubeln nicht, aber sie protesteren auch nicht. Einige schwenken Fähnchen.

IWN: Dann stimmt das Gerücht um die "bezahlten Zuschauer" vielleicht doch?

WV: Das ist sehr schwer zu sagen. Oh, nun hat ein Junge die Absperrung durchbrochen und rennt zur Staatskarosse. Er übergibt Kennedy eine Rose. Die Gendarmen scheinen nicht verwundert, geschweige denn, dass sie grossartig reagieren. Also DAS war mit Sicherheit inszeniert.

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IWN: Hat sich Kennedy wenigstens über die Rose gefreut?

WV: Ja. So, nun scheint es aber aus mit der Ruhe zu sein, hinter den Zuschauern der ersten Reihe drängeln sich die ersten Demonstranten. Es werden Transparente mit "Fack Ju TSCHE-EFF-KEE!" hochgehalten, es erklingen Buh-Rufe und da - irgendein ein ranziges Gebäck fliegt in Richtung Staatskarosse, es klatscht auf die Kruppe eines der Zugpferde, dieses macht einen Sprung nach vorne, aber der Kutscher kann es durchparieren.

Nun wälzt sich ein ganzer Strom Demonstranten nach vorne, es kommt zun Prügeleien mit den am Strassnrand stehenden Menschen und der Polizei. Jesses! Jetzt eskaliert das ganze! Der Konvoi wird schneller, vermutlich will man diese Spiessrutenfahrt so schnell wie möglich hinter sich bringen. Ein Demonstrant...ein Demonstrant konnte die Absperrung durchbrechen und will einen blutigen Schweinskopf gegen die Staatskarosse werfen, aber ein Dragoner prescht vor und - AU! säbelt ihn nieder! Götter, was für ein fürchterlicher Anblick!
Jetzt sind wir um Galopp! Ob die Pferde durchgegangen sind, oder ob der Kaiser das veranlasst hat ist unklar, total jenseits des Protokolls ist sowas, aber das ist jetzt eh egal! Die Absperrungen werden niedergetrampelt, immer wieder versuchen einzelne, gewaltbereite Demonstranten die Staatskarosse anzugreifen und ja, auch der Kaiser wird Ziel von Angriffen. Es ist wie die Kollegin Uacalxochitl Malintzin Xochiyohua Chicomecoatl neulich sagte: "Was als Protest gegen den Staatsbesuch eines amerikanensischen Präsidenten begann, entwickelt sich zu einem Protest der sozialen Unterschicht gegen Benachteiligung und Bevormundung."

Das hat in der Tat nichts mehr mit Kritik an einem Staatsbesuch zu tun, hier macht sich eine ganz elementare Wut Luft, ein Aufstand ist das, eine ausgewachsene Revolte!

JFK hat nun gerade einen Angreifer mit einem Fausthieb abgewehrt, der Mann knallte auf den Boden und wurde von einem der Dragoner zertrampelt, die First Lady benutzt ihre Handtasche als Waffe. Wir jagen nun im gestreckten Galopp durch die Strassen. Ich bin schon völlig eingesaut von dem ganzen faulen Obst, mit dem auch wir hagelartig beworfen werden. Der französische Kollege wurde von einem halben Kürbis am Kopf getroffen und liegt bewusstlos im Wagen. Die steamische Kollegin versucht ihn wiederzubeleben.

Nun hören wir von Ferne Trompeten-Signale und ohrenbetäubendes Getrappel. ja, ein ganzes Regiment Dragoner prescht uns entgegen, das war zu erwarten, dass das Militär eingreift. Die Soldaten überreiten die Demonstranten, hauen und stechen mit ihren Säbeln wahllos ein und zu. Mann, ist das brutal!
Shit, ich wollte eigentlich nie Kriegskorrespondent werden, aber das hier ist...Immerhin, die Strassen leeren sich, unser Konvoi rast weiter, gleich kommen wir in die Bannmeile rund um das Hotel. Und jetzt sind wir durch die Absperrungen, die sich hinter uns schliessen, die Wagen halten an. Herbeigerufene Ärzte rennen auf die Staatskarosse zu, wobei ich nicht glaube, dass einer der Staatsoberhäupter oder deren Gattinnen verletzt ist.

Wir werden nun ins Hotel eskortiert und hier muss ich die Übertragung auch abbrechen.

IWN: Herr Vogelthau, wir bedanken uns für Ihren hautnahen Bericht dieser wohl dramatischsten Fahrt in der Geschichte der Staatskonvois. Geniessen Sie die Hoteldusche!

Meine Damen und Herren! das war live aus Wien. Morgen stehen die Gespräche zwischen Kaiser Franz Joseph und Präsident Kennedy auf der Tagesordnung, ebenso ein Besuch von Kaiserin Constanze Elisabeth und Lady Jacqueline im Nordeuropakriegsmuseum. Der IWN wird berichten.

05. Juni 1801 Sondersendung Schwere Ausschreitungen in WienBearbeiten

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Gestern Nacht aber auch im Verlaufe des heutigen Tages kam es in Wien, der Hauptstadt von Österreich zu massiven Protesten gegen den geplanten Staatsbesuch des amerikanensischen Präsidenten, John F. Kennedy.
Es soll zahlreiche Verletzte geben, ob es auch Tote gibt, ist noch unklar. Die Beschädigungen und Verwüstungen sind beträchtlich. Mehrere Geschäfte sind ausgebrannt.

Beobachter berichten, dass die Polizei vorallem bei den Unruhen gestern erst nach langem Zögern eingriff. Heute schien sie entschlossener zu reagieren, was jedoch den harten Kern der Demonstranten nicht abschreckte. Vorläufiger Höhepunkt der Unruhen war ein Angriff aud die amerikanensische Botschaft heute am späten Nachmittag. Brandsätze flogen in das Gebäude, welches schliesslich evakuiert werden musste. Mehrere Kutschpferde gingen durch und verursachten dadurch einige, teilweise schwere Verkehrsunfälle.

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Die Demonstranten errichteten Barrikaden aus Steinen zerstörter Gebäude und umgekippten Fahrzeugen.

Live über Fernsprechapparat sprechen wir nun mit unserem Nordeuropa-Korrespondenten, Walther Volgelthau in Wien:

IWN: Herr Vogelthau, wie ist die Situation aktuell in der österreichischen Hauptstadt?

WV: Relativ ruhig. nach dem Angriff auf die Botschaft hat die Polizei - endlich muss man fast schon sagen - durchgegriffen und die Unruhen unter Kontrolle bekommen.

IWN: Gab es Festnahmen?

WV: ja, einige. Allerdings längst nicht so viele wie ma das beispielsweise bei regierungsfeindlichen oder antimonarchistischen Kundgebungen gewohnt ist.

IWN: Das ist ja die grosse Frage: Warum reagieren die Behörden ausgerrechnet bei diesen diplomatisch so brisanten Ausschreitungen so auffallend lasch? Immerhin wurden zahllose amerikanensische Flaggen und Kennedypuppen verbrannt, und Plakate mit dem Konterfei von Roosevelt zetrampelt und bespuckt.

WV: Naja, das ist natürlich so, dass man ganz genau weiss, dass die Demonstranten im Grunde nur eine Mehrheitstimmung im Volke wiederspiegeln. Die Animosiotäten gegen die einistigen Kriegsgegner sind einfach noch riesig und ich vermute mal, dass selbst Kaiser Franz Josef III. davon nicht ausgenommen werden kann.

IWN: Wie glauben Sie, wird Kennedy Morgen empfangen? Befüchtet man nicht noch mehr Unruhen, ja sogar Attentatsversuche auf den amerikanensischen Präsidenten?

WV: Also Unruhen werden ganz klar erwartet und es gilt als sicher, dass Kennedy hier nicht mit Jubel empfangen werden wird. Dass JFK stets in offenen Kutschen fährt bereitet den Sicherheitskräften naturgemäss Sorgen, allerdings wird ja auch das Kaiserpaar mitfahren und das minimiert das Risiko für Kennedy und seine Hauptfrau.

IWN: Wieso minimieren?

WV: Weil die Leute etwas gegen Kennedy haben, aber nicht gegen ihren Kaiser. Hundertprozentig ist das natürlich auch nicht, die Gefahr besteht, dass sich der Groll auch gegen den Herrscher wendet und dann wirds hier richtig gefährlich.

IWN: Herr Vogelthau, ich bedanke mich für das Gespräch.

Meine Damen und Herren, der IWN wird Morgten live von der Ankunft Kennedys in Wien berichten. Bleiben Sie also dran!


09. Januar 1801 ondermeldung: Schwere Explosion in Wahrstein!Bearbeiten

Moderatorin-expolo.jpg

Verhehrte Damen und Herren, soeben erreicht uns die Nachricht dass....Ja, danke Regie...Agenturmeldungen zu Folge soll es vor einer Viertelstunde zu einer gewaltigen Explosion in der Wahrsteiner Innenstadt gekommen sein.

Wir warten auf weitere Meldungen, die diese beunruhigende Nachricht etwas erläutern. Ja, ich höre gerade von der Regie, wir haben unseren Rammstein-Korrespondenten Günter Bauch in der Leitung, der derzeit gerade in Steinhausen weilt, einem Vorort von Eckstein.

IWN: Herr Bauch, gibt es schon Genaueres?

Günter Bauch: ja, also noch nichts genaues weiss man noch nicht, aber es sieht so aus als sei es in Wahrstein zu einer Explosion mitten auf einer vielbefahrenen Kreuzung gekommen. Neue Meldungen treffen derzeit minütlich bei mir auf SMS ein und ich versuche gerade irgendwie nach Wahrstein zu kommen.

IWN: Wissen Sie denn schon etwas über Verletzte oder gar Tote?

Günter Bauch: Im Moment noch nicht aber, ja ich bekomme gerade die Meldung rein, dass es sich um die Kreuzung am Pirelli-Platz handeln soll und zwar...Oha, na das ist natürlich schon ein Ding: Soll es sich bei der Explosion um das neue Auto des prominenten Ministers Bruno Brummschädels handeln: Der besitzt ja als erster rammsteiner Bürger ein Exemplar des vielbestaunten, nagelneuen Sportwagen den Razorette FSI Hydrogen ein Wasserstoffauto.

IWN: Weiss man denn schon, wie es Minister Brummschädel geht? Herr Bauch?

Verehrte Damen und Herren, leider ist die Verbindung nach Rammstein gerade abgebrochen. Wir versuchen unseren Korrespondenten zu einem späteren Zeitpunkt zu erreichen und hoffen, dass er sich bis dahin bis zum Ort des Geschehens durchkämpfen kann. Das war Sandra Doppelberger für den IWC.

Zweite Sondersendung: SpätausgabeBearbeiten

Rammkopf.jpg

Bruno Brummschädel

Verehrte Damen und Herren,

Soeben teilt mir die Regie mit, dass es neues aus Wahrstein gibt! Ich bin nun live verbunden mit Günter Bauch!

IWN: Herr Bauch, können Sie mich hören?

Günter Bauch: Ich höre Sie sehr gut, Sandra!

IWN: Also w...

Günter Bauch: ...Sandra, ich stehe hier ca 300 Meter von der Kreuzung am Pirelli-Platz entfernt, unter einem Telefonmast, wo Polizei und Feuerwehr seit ungefähr zwei Stunden versuchen, Minister Brummschädel von dem Drahtseil herunter zu holen, auf das ihn die Explosion seines Razorette FSI Hydrogen geschleudert hat. Der Minister ist, so erste Vermutungen und Ferndiagnosen nach zu urteilen, nicht lebensgefährlich verletzt, aber er hat zahlreiche Schrammen, wahrscheinlich einige Rippenbrüche und der Anzug ist reif für den Zellstoffrecycling. Das Auto selbst liegt übrigens in einem Radius von einem Kilometer verteilt über die ganze Stadt in Stücken, die in der Regel 2 Quadratzentimeter nicht überschreiten. Man fragt sich n...

IWN: Wie konnte der Minister das überleben?

Günter Bauch: Das wollte ich grad sagen. Man fragt sich ja nun wie Bruno Brummschädel das überleben konnte. Die Antwort liegt in einem der mittlerweile berühmt-berüchtigten Bekennerschreiben von Hans dem Schrecken, das man auf der gegenüberliegenden Strassenseite an einer Lichtampel mit Kaugummi angeklebt fand. Dort Spricht dieser Hans davon, das man aus einem Wasserstoffauto mit ganz wenigen Handgriffen eine Wasserstoffbombe machen könne, was er dann wohl tat. Allerdings sei die Aktion lediglich als Demonstration seiner Stärke zu verstehen und deshalb habe er den Fahrersitz zum Schleudersitz umgebaut und diesen Nanosekunden vor der Expolosion mit Fernsteuerung ausgelöst.

IWN: Teuflisch, wirklich teuflisch, das ganze. Herr Bauch, was sagen Sie zu der Behauptung des bekannten aquanopolitanischen Krypto-Historiker, Sebastian Hupfner, dass der Anschlag vorhersehbar war, aufgrund von versteckten Andeutungen im Alpinischen Abendblatt?

Günter Bauch: Ach der!...ja nun wissen Sie, Hupfner hat heute mindestens dreissig mal auf mein Handy telefoniert und mir seine These geradezu Schlagbohrhammerartig nähergebracht. Was soll ich sagen. Dass Hans der Schreck offenbar die Redaktionsräume des Alpinischen Abendblattes besetzt hält, scheint offensichtlich, aber ich konnte aus den letzten, veröffentlichten Ausgaben beim besten Willen nichts herauslesen was auf dieses Attentat hätte hindeuten können. man wird mir natürlich nun vorhalten, dass ich nichts von dieser Decodier-Technik verstehe. Sei's drum, lassen wir das mal so im Raum stehen. Ah! Ich sehe gerade, Minister Brummschädel wird mit einem Kran von der Leitung gehievt.

IWN: Herr Bauch, wir danken Ihnen für diesen Bericht. Das war Live aus Wahrstein, unser Korrespondent vor Ort, Günter Bauch.




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28. Dezember 1800

Brookline, die Hauptstadt Amerikaniens: Es passierte Punkt 13:13 Uhr Ortszeit. Als gehochrchten sie einem geheimen Kommando, gingen plötzlich sämtliche Pferde der Stadt durch. Die Stute einer alten Lady sprang samt Reiterin durch die Vitrine eines Friseursalons. Die Zugpferde des Omnibus Linie 13 starteten im vollen Galopp durch: Die Fahrgäste, welche offenbar erst dachten, dass der Kutscher betrunken sei, schimpften, weil die Haltestelle Alter Marktplatz überfahren wurde. In der Kurve am Skelettberg kippte der schwere Bus schliesslich um. Es gab mehrere Schwerverletzte. Ein Getränkelieferant lud gerade auf seinem Pritschenwagen Limmonadenkästen ab, als sein Gespann unvermittelt losstürmte. Der Mann wurde kopfüber in die am Boden stehenden Flaschen und Harassen geschleudert. Der herrenlose Wagen raste in die Innenstadt, überfuhr einen freilaufenden Hund und drang schliesslich in ein Kaufhaus ein, wo die Abteilung für Damenunterbekleidung komplett verwüstet wurde. Der schwerwiegenste Zwischenfall ereignete sich aber im Brookliner Aussenbezirk Schrankhorst, wo ein vollbeladener Walöltransporter in die alte Papierfabrik raste, welche daraufhin wegen der Zigarre des Kutschers in Flammen aufging. Die Feuerwehr konnte nicht anrücken, weil deren Pferde ebenfalls am Durchdrehen waren.

Erst eine Stunde später, also um exakt 14:14 Uhr war der Spuk vorbei: Die Tiere waren wieder normal und verhielten sich, als sei nie etwas geschehen. das Ausmass der Schäden ist noch nicht abzusehen.

Lady-accident.jpg

Reitunfälle en Masse

Wir schalten nun live nach Brookline zu unserem Korrespondenten Peter Voll-Auftour. Peter, wie ist die Lage dezeit in der Stadt?

Peter Voll-Auftour: Im Moment absolut ruhig. Zummindest was die Pferde angeht. Die Viecher stehen rum, als wüssten sie von nichts. Bei den Menschen sieht es schon etwas anders aus. Man begutachtet die Schäden und versucht zu reparieren, was man kann. Ein Mann, der von seinem Gaul auf ein Hausdach geschleudert wurde wird gerade von der Feuerwehr geborgen.
Ein prominentes Opfer des Rösserwahns ist auch Frau Janet Lee Bouvier, die Mutter der First Lady Jacqueline Kennedy. Sie wollte gerade zum Skatnachmittag bei ihren Freundinnen reiten, als Ihr Wallach sie in einen Sumpf warf.

IWN: A propos Feuerwehr: Ist der Brand in der Papierfabrik in Schrankhorst derzeit unter Kontrolle?

Peter Voll-Auftour: Nein, da wäre auch einfach jede Hilfe zu spät gekommen, weil ja auch, Sie haben es eben im Beitrag gehört, die Feuerwehrpferde verrückt spielten. Nach einer Stunde war das Gebäude schon so zerstört, dass man beschlossen hat, es kontrolliert fertig brennen zu lassen. Die Fabrik war ja glücklicherweise alleinstehend, so dass ein Übergreifen der Flammen auf weitere Objekte auszuschliessen ist.

IWN: Gibt es denn schon Erklärungsansätze für das merkwürdige Verhalten der Pferde?

Peter Voll-Auftour: Die Telefone des Veterinäramtes aber auch der Fakultät für Verhaltensforschung an der Uni Brookline laufen derzeit heiss. Es gibt verschiedene Erkärungsansätze: Von Sonnenflecken ist die Rede, was aber die Sternwarte verneint. Manche sagen auch, dass die Tiere ein kommendes Erdbeben vorausahnen, was die Bevölkerung natürlich zusätzlich verunsichert. Dagegen spricht allerdings, dass das Phänomen nur auf die Pferde begrenzt war. Die Gänse verhielten sich wie immer, und Gänse spüren ja traditionell Erdbeben voraus.

IWN: Herr Voll-Auftour wir danken Ihnen dür diesen ersten Eindruck.
Meine Damen und Herren, das war eine Sondersendung zum merkwürdigen "Pferdephänomen" in Brookline. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

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