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Hochzeitsattentat von 1792

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Als Hochzeitsattentat von 1792 bezeichnet man ein Attentat der Mayasischen Unabhängigkeitsbewegung, welches 12 Menschenleben kostete, 5 von ihnen waren Mitglieder der königlichen Familie. 27 weitere Personen wurden verletzt, unter ihnen der Uei Tlatoani Cuathemoc.

Vorgeschichte Bearbeiten

Im Dezember 1791 ließ das Mayasische Parlament die Mayasische Unabhängigkeitspartei (MUP) verbieten, da sie, so der Ministerpräsident, eine nationalistische Terrororganisation sei, welche im Schutze der Demokratie versuche, ihre radikalen Ziele durchzubringen. Obwohl sich der Uei Tlatoani Cuathemoc gegen das Verbot aussprach, weil es seiner Meinung nach gegen das Recht der freien Meinungsäußerung verstiess, griff er nicht ein, um die Autonomie der Provinz Mayasien nicht zu untergraben. Trotz der kritischen Worte des Uie Tlatoanis bezüglich des Verbotes, wurde von einigen nationalistischen Mayas behauptet, Cuathemoc habe das Verbot erzwungen und wolle die Rufe nach einem freien Mayasien gewaltsam unterdrücken.

Der Vizepräsident der Mayasischen Unabhängigkeitspartei Yat-Balam kündigte Rache an und sagte, dass es Cuathemoc noch Leid tun werde, dass Verbot erzwungen zu haben. Trotz der Drohungen kam es nur vereinzelt in Chitzen Itza zu Zwischenfällen, sodass die Bevölkerung begann, das Verbot und die Drohungen zu vergessen.
Das allgemeine Interesse wandte sich der bevorstehenden Hochzeit zwischen Felix Hase, dem Professor für theoretische Chemie an der Universität Tenochtitlan, und Tzitzitlini Coatlicue Tenoch, Tochter des Uei Tlatoanis und Professorin für Philosophie an der Universität Tenochtitlan, zu. Das Paar kannte sich schon seit längerer Zeit und wollte im Mai 1792 im aztekischen Regierungspalast zu Tenochtitlan heiraten.

Zur Hochzeit Geladen waren bedeutende Mitglieder des aztekischen Adels, sowie berühmte Wissenschaftler und auch einige ausländische Staatschefs, doch einige nahmen diese Einladung nicht wahr. Vor allem ausländische Gäste ließen sich entschuldigen oder schickten hochrangige Beamte. Im April 1792 gewann die sozialistische Partei Mayasiens (SPM) die Wahl und verabschiedete ein Gesetz, in welchem die Autonome Provinz Mayasien auf einige Privilegien verzichtete. Dieses Gesetzt sorgte in Mayasien für Unmut unter der Bevölkerung. Die (MUP) beschuldiget Cuathemoc Urheber dieses Gesetzes zu sein und drohte mit Anschlägen.

Attentat Bearbeiten

Am 27. Mai ließen sich Felix Cuathemoc Tlacateotl Hase und Tzitzitlini Coatlicue Tenoch trauen. Die Zeremonie fand unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt und dem aztekischen Volk war es verboten, am Fest teilzunehmen, obwohl dies im Aztekenreich Tradition hatte. Diese Entscheidung rief zwar Unmut hervor, doch da es sich bei der Braut um das jüngste Kind des Uei Tlatoanis handelte, welches wahrscheinlich kein bedeutendes, politisches Amt bekleiden würde, hielten sich die Menschen an das Verbot.

Nach der Zeremonie an der großen Pyramide ging das Hochzeitspaar in den Königspalast, welcher sich gegenüber der Pyramide befand, um im Ballsaal die Hochzeit im Kreise der Familie und einigen bedeutenden aztekischen Adeligen zu feiern. Circa um 17:00 (Tenochtitlaner Zeit) nahmen die Ereignisse dann ihren Lauf:
Der erste der Attentäter zündete seinen Sprengsatz in der Nähe des Tisches der Königlichen Familie. Die Explosion hüllte den Raum in dichte Rauchschwaden. Augenzeugen berichteten, dass ein Mitglied der Königlichen Familie, blutüberströmt und schreiend versucht habe den Ausgang zu erreichen. Die anderen Gäste sollen, so die Aussagen, nicht reagiert haben. Kurze Zeit nach der Explosion zündete der zweite Attentäter seine Sprengladung im hinteren Teil des Raumes. Eigenartig ist, dass sich die Energie der Sprengung nicht gleichmäßig verteilt hat, sondern in eine Richtung konzentrierte. Deshalb vermuten die Ermittler, dass der Attentäter versucht hat den Sprengstoff von sich zu werfen.

Insgesamt starben 12 Menschen bei den Anschlägen. Eine genaue Auflistung der Opfer findet sich weiter unten. Weitere 27 Menschen wurden teilweise schwer verletzt. Unter ihnen befanden sich auch Cuathemoc der Erste, welcher eine Brandwunde am Arm davontrug und der Bräutigam Felix Hase, dessen rechtes Bein irreparabel geschädigt wurde.

Einige Augenblicke nach der zweiten Explosion betraten Palastwachen den Raum und konnten den dritten Attentäter, bei dem es sich um die aztekische Adelige Centehua Quetzalli handelte, am Zünden ihres Sprengsatzes hindern. Die Krieger schickten einen Boten in das Tenochtitlaner Krankenhaus und alarmierten den königlichen Hausarzt, welcher aber kaum etwas tun konnte. Die Rettungskräfte trafen um 17:30 ein und brachten die Schwerverletzten in das Tenochtitlaner Krankenhaus. Centehua Quetzalli wurde von der Palastwache festgenommen und noch am selben Tage verhört, doch äußerte sie sich nicht zu den Vorfällen. Tzitzitlini Coatlicue Tenoch, welche als einziges Mitglied der königlichen Familie den Anschlag unverletzt überlebte, leitete die Koordination der Hilfsarbeiten und übernahm die Regierungsgeschäfte für zwei Tage.

Folgen Bearbeiten

Die Mayasische Bevölkerung distanzierte sich von den Anschlägen und die Unterstützung, welche die Unabhängigkeitskämpfer hatten, schlug in Verständnislosigkeit um. Trotz der Anteilnahme und der Bestürzung der Mayas, begann Cauthemoc der Erste der Provinz weitere Privilegien abzusprechen und es gibt Gerüchte, die behaupten, dass der Uei Tlatoani geplant habe, die Autonomie der Provinz ganz aufzuheben.

Selbst die sozialistische Partei Mayasiens, welche eine engere Bindung an das Aztekenreich wollte und auf einige Privilegien selbst verzichtete, verurteilte den Kurs Cuathemocs und schickte ihre Vermittler nach Tenochtitlan. Erst diese Vermittler konnten den Uei Tlatoani davon überzeugen, dass sein Kurs nicht der Richtige sei.

Durch das Hochzeitsattentat veränderte sich die Thronfolge gravierend, da bei den Anschlägen die drei ältesten Kinder des Uei Tlatoanis getötet wurden, sodass Felix Cuathemoc Tlacateotl Hase zum stellvertretenden Uei Tlatoani und seine Ehefrau Tzitzitlini Coatlicue Tenoch Hase zur stellvertretenden obersten Hohepriesterin wurden. Beide hatten ursprünglich eine Laufbahn als Lehrkraft an der Universität Tenochtitlan eingeschlagen.

Doch auch privat hatte das Hochzeitsattentat für die Herrscherfamilie Folgen: Der als Volksnah bekannte Uei Tlatoani Cuathemoc zog sich nach den Anschlägen zurück und verließ den Palast kaum. Nur zu bedeutenden Festen zeigt er sich der Öffentlichkeit. Sein Schwiegersohn hat ebenfalls bis heute mit den Folgen des Attentates zu kämpfen: Felix Hases muss seither am Stock gehen. Die Verletzungen an seinem Bein hienterliessen einen dauerhaften Schaden.

Die dritte Attentäterin Centehua Quetzalli befindet sich momentan in der Haftanstalt Tenochtitlan. Sie wurde zwei Monate nach den Anschlägen vom Gericht zu lebenslanger Haft verurteil, da sie am Tod mehrerer Menschen beteiligt war. Seit ihrer Festnahme sprach Centehua Quetzalli kein Wort, auch schwieg sie während des Prozesses. Der österreichische Arzt Georg Häuser erwähnt die Adelige in seinem Buch „seltsame und seltene Krankheiten“ und vermutet als Ursache des Schweigens ein Trauma, welches die Gerinnungsfaktoren des Blutes irritierte und zu einigen Mirkoschlaganfällen führte.

Verschwörungstheorie Bearbeiten

Obwohl das Hochzeitsattentat ausreichend untersucht wurde und die Mayasische Unabhängigkeitsbewegung sich zu den Anschlägen bekannten, gibt es Verschwörungstheoretiker, welche behaupten, dass das am Hochzeitsattentat nicht MUP Schuld sei. Als Indiz für diese Behauptung, wird die Tatsache herangezogen, dass die stellvertretende, oberste Hohepriesterin Tzitzitlini Coatlicue Tenoch Hase, welche unter Verschwörungstheoretikern als Drahtzieherin der Anschläge gilt., den Anschlag unverletzt überstanden hat, auch ihre Eltern, sowie ihr Ehemann überlebten und nur ihre Geschwister starben.

Ihr Motiv soll der Wunsch nach einer bessern Position in der Erbfolge gewesen sein. Doch dagegen spricht ihre Aussage im ersten Interview nach den Anschlägen, wo die Frau Tenoch Hase sagte: "Ich bin mir nicht sicher, ob ich aztekische Hohepriesterin werden will und ich denke auch nicht, dass mein Mann Uei Tlatoani sein möchte. Vielleicht sollte das erste Mal in der aztekischen Geschichte das Volk entscheiden, wer regiert und nicht die Erbfolge." Erst nach zahlreichen Bitten der Bevölkerung wurde sie Hohepriesterin.
Auch wenn die meisten Indizien der Verschwörungstheoretiker an der Haaren herbeigezogen sind, gibt es einen Punkt, der selbst den Ermittlern Rätsel aufgibt: Die aztekische Adelige Centehua Quetzalli äußerte sich seit ihrer Festnahme nicht zum Hochzeitsattentat, obwohl man ihr Hafterleichterung versprach. Dieses Schweigen wirft einige Fragen auf, zum Beispiel weshalb sie die mayasischen Attentäter schützt oder warum sie seit ihrer Inhaftierung kein Fleisch isst. Viele Verschwörungstheoretiker behaupten dass die Akten unter Verschluss wären. Man kann sie jedoch in einem Buch veröffentlicht kaufen.

Opfer Bearbeiten

  • Zoanacochtzin Tlacochcalcatl Tenoch (Stellvertretender Uei Tlatoani und Sohn Cuathemoc des Ersten )
  • Azcalxochizin Cacamacihuatzin Tenoch (stellvertretende, oberste Hohepriesterin und Schwiegertochter Cauthemoc des Ersten)
  • Tlacahuepan Quetzalpetlatl Yaztachimal (Hohepriesterin des Tlaloc und Tochter des Uei Tlatoanis)
  • Timas Mixcoatl Yaztachimal (Bedeutender General und Schwiegersohn des Uei Tlatoani)
  • Huixtocihuatl Matlacihuatl Tenoch (aztekische Botschafterin in Amerikanien und Tochter des Uei Tlatoanis)
  • Coatl Thlohtzin Itzcoatl (Adeliger aus der Provinz Texcoco)
  • Matlacihuatl Malinche Itzcoatl (Ehefrau von Coatl Thlohtzin Itzcoatl)
  • Tonacacihuatl Huitzilxochtzin Texcoyo (Professorin für Physik an der Universität Tenochtitlan)
  • Mextli Ehecatl Texcoyo (Ehemann von Tonacacihuatl Huitzilxochtzin Texcoyo)
  • Erster Attentäter
  • Zweiter Attentäter
  • Nemo (Leiche einer unbekannten Person)

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