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Die Weisse Hölle vor dem Weissen Haus/6

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TAG 7 Bearbeiten

Zum Glück hatten JFKs Gatten den Präsidenten dazu überreden können, doch ein paar Stunden zu schlafen. Im frühen Morgen war er jedoch schon wieder auf den Beinen gewesen und hatte weiter gegraben.
Sein Einsatz wurde belohnt!

Endlich war der Durchbruch zur sauber freigeräumten Hauptstraße geschafft! JFK blieb einige Augenblicke wie versteinert, so als konnte er es nicht glauben.
Doch dann kehrte er um, rannte zum Stall, sattelte Penelope und galoppierte los, ohne auf die Fragen seiner Leute zu antworten, wo er denn hin wolle.

John wollte einfach nur wieder die so lange vermisste Freiheit spüren! Tief sog er die klare, kalte Luft in seine Lungen, genoss mit allen Sinnen den Galopp auf dem schnaubenden Pferd, wie es mit fliegender Mähne durch die verschneite Landschaft stob.

Schon nach den ersten Galoppsprüngen schmerzte ihm zwar wieder sein Rücken, aber das war nichts gegen das Gefühl, sich zu bewegen, die Weite in sich aufzunehmen.

Als Kennedy die Strasse den Hügelkamm erreicht hatte und einen wunderbaren Überblick bis nach Brookline hinunter geniessen konnte, sah er einen ganzen Konvoi Schlitten, der sich offenbar auf ihn zu bewegte.
Er galoppierte auf den Konvoi zu und als er ihn erreicht hatte, stoppte der vorderste Schlitten. Es waren luxuriöse Gefährte mit nicht weniger edel bekleideten Insassen.
JFK kannte sie wohl. Es waren örtliche Politiker samt Familien, Senatoren und die Creme der hohen Gesellschaft. Viele ranghohe Vertreter aus den reichsten und mächtigsten Familien von Neuengland. Im vordersten Schlitten sass Henri Cabot Lodge.
"Herr Präsident!" strahlte Cabot Lodge. "Schön Sie zu sehen!".
John F.’s Mine verfinsterte sich. Er hob den Kopf in die Luft und warf sich in seine distanzierte, Staatsmännische Pose. "Den Göttern zum Grusse" antwortete er kühl "Wohin des Weges?"

"Wohin?" wunderte sich Cabot Lodge "Herr Präsident belieben zu scherzen! Zum Weissen Haus natürlich! Sie wissen doch was heute für ein Tag ist!"
"Ja, die Inaugurations-Gedenkfeier" konstatierte JFK bitter.
"Genau; Wir hatten ja ganz schön gezittert, ob das noch klappt! Wir wussten, dass Sie eingeschneit waren und dass sich die Stadtverwaltung geweigert hatte, Ihre Zufahrt zu räumen, oh war das ein Nervenkrieg! Wir hatten ganz schön Angst."

Tanz.jpg

"Ach? SIE hatten Angst".
"Das wäre doch so schade gewesen, wenn das Fest nicht hätte stattfinden können. Wir alle freuen uns schon so auf den Ball, das herrliche Buffet, die Musik…"
"Nun denn, meine Herrschaften, bevor Sie ins Weisse Haus einfallen und meine Vorräte wegfressen – darf ich Sie um die schriftliche Einladung bitten?"


"Einladung?"
"Ja! Dieses Papier, das Sie wie jedes Jahr bekommen haben, mit welchem Sie zum Ball eingeladen werden".

"Aber Herr Präsident" Henri Cabot Lodge wurde etwas verlegen "Sie wissen doch, dass Sie keine Einladung verschicken konnten, Sie waren ja eingeschneit".
"Tja, dann tut es mir leid".
"Wie bitte…Es tut Ihnen leid? Was wollen Sie damit sagen?"
"Das ist doch nicht schwer zu verstehen, oder? Ohne Einladung keine Teilnahme am Fest!" JFK liess sein Pferd steigen, wirbelte herum und ritt davon. Aber er hielt noch einmal, ließ das Pferd um seine Achse drehen und rief der völlig verdatterten Gesellschaft zu: "Machen Sie Kehrt! Sie werden nicht eingelassen!"
Dann ritt er zurück ins Weisse Haus.

"Das glaube ich jetzt nicht!" rief Jackie, als John ihr und den anderen Gattinnen und Gatten von seinem Zusammentreffen erzählt hatte. "Ich krieg das nicht rein! Du grämst Dich tagelang wegen des Festes und wenn es doch stattfinden kann, ladest Du unsere Freunde aus???"
"Unsere Freunde" erklärte John "haben gewusst wie es mit uns steht, aber keiner von denen hat einen Finger gerührt, um uns zu helfen."

"Aber der Ball?" fragte Norma.
"Der Ball wird stattfinden! Und zwar mit unseren wirklichen Freunden! Unserem lieben Hofstaat! Unsere Diener und Zofen, Seita dem Koch und Captain Carlmichael".
"Und mir!" freute sich Eleanor.
"Nur, wenn Du keine Schlüpfer-Stories erzählst" schmunzelte der Präsident.
"Wie stellst Du Dir das vor? Ich habe kein Kleid" sagte die First Lady.

"Unter Deinen 8000 Kleidern wird sich bestimmt eines finden, dass es wert ist, ZWEIMAL getragen zu werden" sagte John ruhig. "Und die, die Du garantiert nicht mehr tragen willst kannst Du dem Hofstaat schenken, damit unsere Palastmädchen heute Abend etwas anziehen können."

"Nun sitzt nicht so entgeistert rum!" Kennedy klatschte in die Hände "Auf, auf! Es gibt viel vorzubereiten!"

Es war die vielleicht improvisierteste Feier, die das Weisse Haus je erlebt hatte. Aber als der Präsident und die First Lady den Ball eröffneten, stellte sich ein Zauber ein, der ihn zum schönsten Ball im Leben aller Beteiligten machte.

ENDE

Spekulationsraum

Was genau steckt hinter der Geschichte um Eleanors Unterhose? Wie kam es, dass wegen ihr angeblich fast ein Krieg ausgebrochen ist? nachfolgend können Thesen uns Spekulationen eingetragen werden.

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