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Die Weisse Hölle vor dem Weissen Haus/4

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Sofort drehte sich John F. zu seiner Gattin um: "Was ist, Kleines?"
"Bitte entschuldige" antwortete Anastasia verlegen und saugte an ihrem zarten Finger; "Ich habe mich mit der Nähnadel gestochen".
"Warst du mit den Gedanken woanders?" fragte John mit mitfühlendem Ton
"Nun, ich spiele zwar die Anstandsdame" flötete Anastasia "aber ich fürchte, von allen hier habe ich die unanständigsten Gedanken. Ich kann von hier aus so gut Deinen Nacken sehen. Du weißt doch, wie sehr ich Deinen Nacken liebe, die zwei Falten die Du da hast, die mir den Kopf verdrehen. Ich schätze, ich habe vergeblich versucht, gleichzeitig zu nähen und Deinen Nacken zu betrachten."

"Dann setz dich am besten so hin, dass Du dich ganz aufs Nähen konzentrieren kannst." meinte John zärtlich.
"Das ja abartig!" murmelte Eleanor.
"Jemand der historisch relevante Unterwäsche in Körben fremder Präsidenten liegen lässt sollte nicht von Abartigkeit reden" polemisierte JFK.

"Deine Frau ist doch Russin" fuhr Eleanor fort und rührte aggressiv mit dem Teelöffel in der Tasse hin und her: "Die Unterhose, von der wir hier sprechen. Nun, wegen ihr hat mein Mann Franklin Delano damals Russland fast den Krieg erklärt".

"Der Alte hat Amerikanien wegen eines Schlüpfers beinahe in einen bewaffneten Konflikt gestürtzt???".
Johns Staunen wurde erst durch einen erneuten Schrei Anastasias unterbrochen.
"Hast du Dich wieder gestochen?" fragte John.
"Ja" antwortete Anastasia beschämt.

"Aber Du sitzt doch jetzt so, dass Du meinen Nacken nicht mehr sehen kannst".
"Dafür kann ich nun Deine übereinander geschlagenen Beine sehen. Die sind noch schlimmer. Ich habe mich auch nicht in den Finger gestochen, sondern…Du weißt schon. Ich halte den Quilt ja auf meinem Schoss. Es tut mir leid."
"Das muss es nicht. Nun, da hilft nur eins: Wenn ein Kuchen gebacken wurde, sollte man ihn auch essen. Komm!" JFK stand auf und nahm Anastasia beim Arm.
"Wo willst Du hin?" fragte Eleanor, leicht vor den Kopf gestossen.
"Ich ziehe mich mit meiner Gattin zwecks Liebesbetätigung zurück. Du kannst mir die Schlüpfer-Story später erzählen. Du bleibst ja noch ein paar Tage, wie ich befürchte."
"Unfassbar" schimpfte Eleanor "Da will ich ihm das größte Staatsgeheimnis unseres Landes anvertrauen und er zieht es vor, zu vögeln!"


Tag 5 Bearbeiten

Nur noch drei Tage bis zu den Inaugurations-Jubiläumsfestlichkeiten!

John Kennedys erster Blick am heutigen Morgen galt dem Kalender und der versaute seine Stimmung. Er liess seine Frauen und Männer zu sich rufen, ebenso die wichtigsten Hofbeamten und nicht zu vergessen, Captain Joseph Carlmichael, den Sicherheitschef. Eleanor Roosevelt war zwar nicht geladen, gesellte sich aber dennoch dazu.

"Es sind noch drei Tage hin zu der Feier – und die in Brookline machen scheinbar nicht die geringsten Anstalten uns hier endlich frei zu schaufeln!" Begann Kennedy seine Rede im pathetischsten Ton den er draufhatte. Keiner im Raum wagte, auch nur zu räuspern. "Wer jetzt sagt, er habe es ja gleich gewusst, den verdonnere ich zum Strafdienst in Alaska!"
"Dort kann es auch nicht mehr Schnee geben als hier" entgegnete die First Lady. Sie war die einzige, die sich traute, überhaupt etwas zu sagen.
"Ja, aber dort gibt es keine Kleiderboutiquen" versicherte JFK mit leicht drohendem Unterton.
"Kurz, Wir müssen uns selber helfen! Ich gründe hiermit das Schneeräumkommando „Weisses Haus gegen die Weisse Hölle“
"Bescheuerter Name" murmelte Eleanor.
"Du machst auch mit! fuhr sie JFK an.
"WAS ICH? DU SPINNST JA!" entrüstete sich Eleanor.

"Du bist in mein Haus eingedrungen. Du teilst das Schicksal der Bewohner hier! Mitgefangen, mitgehangen oder so ähnlich."
"Bitte Jack, sei jetzt doch kein Unmensch! Lass uns wieder in den Ovalen Salon gehen, Tee trinken und dort erzähle ich Dir warum meine Unterhose einst den Weltkrieg ausgelöst hat."

Normaneige.jpg

Arbeitseinsatz im Weissen Haus

"Eleanor! Ich bin jetzt nicht in Stimmung, mir schmierige Geschichten über Schlüpfer anzuhören! Wir haben eine Krise! Also geh runter und fass Dir einen Spaten, Schaufel oder sonst etwas".

Wenig später befand sich die ganze zwangsrekrutierte Truppe vor der geöffneten Haustür und starrte erschüttert auf die geschlossene Schneewand die sich vor ihnen auftürmte.
JFK packte seinen Spaten und fing an zu graben und zu schlagen. Die anderen halfen ihm. Nach etwa drei Stunden abwechselnder Arbeit konnte ein Tunnel ins Freie gegraben werden. Kennedy, der am meisten gearbeitet hatte, sank erschöpft in den Schnee und gönnte sich einige Augenblicke Pause.
"Wir schaffen es nie bis zur Hauptstrasse durchzukommen, zumindest nicht vor Übermorgen" sagte Die Haremsdame Wenkawitah und setzte sich zu ihrem erschöpften Mann hin.
"Wieso nicht? Ich habe auch die Sache mit der PT109 geschafft".
"Das war in der Südsee. Da hattest Du es wenigstens warm".
"Ich gebe nicht auf!"

JFK packte seine Schaufel und arbeitete weiter. Er hob aus und schlug kräftig in den Schnee; Doch gleich darauf stutzte er.
"Ist was?" fragte Wenkawitah.
"Ich glaube, ich habe …auf sowas wie einen Arsch gehauen".
"Arsch? Was meinst Du mit „Arsch“? John, Du bist überarbeitet, Du halluzinierst".
"Tu ich nicht! Ich habe auch einen dumpfen Schrei gehört…er kam tief aus dem Schnee".

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