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Aztekischer Bürgerkrieg

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Das Dokument Aztekischer Bürgerkrieg ist definitiv ungenügend und muss dringend überarbeitet werden. Vielleicht ist es auch schlicht unfertig und harrt seiner Vollendung. Sollte sich in absehbarer Zeit an dem Zustand nichts ändern, so wird diese Schrift den reinigen Flammen des Ofenfeuers übergeben. Grund: Bitte noch Fertigstellen

Der aztekische Bürgerkrieg dauerte von 1737 bis 1759 und wurde zwischen dem Aztekenreich und einigen seiner Provinzen, welche nach Unabhängigkeit strebten, ausgefochten.

Vorgeschichte

Die Herrschaft Motecuhzomas

MotecuhzomaderSechste.jpg

Motecuhzoma der Sechste

Durch die Niederlage im aztekisch-peruanischen Krieg und des Selbstmordes des Uei Tlatoanis sah sich das Aztekenreich mit einer neuen Situation konfrontiert. Während man es von frühren Zeiten gewohnt war die Kosten des Krieges durch Reparationszahlungen oder Ausbeuten des Verliererstaates zu decken, musste man nach der Niederlage selbst für die Verluste aufkommen. Dies versuchte Motecuhzoma der Sechste, Nachfolger von Motecuhzoma dem Fünften, durch eine Steuererhöhung zu erreichen. Doch die durch zahlreiche Kriege geschwächte Wirtschaft konnte die ihr gegebene Zusatzlast nicht tragen und musste die Preise erhöhen um noch profitabel produzieren und verarbeiten zu können. Die durch die hohen Steuern belastete Bevölkerung konnte die höheren Preise nicht mehr zahlen und die Umsätze zahlreicher Betriebe gingen zurück und viele Arbeiter mussten gekündigt werden. Es begann sich eine Wirtschaftskrise zu entwickeln, welche dazuführte, dass die Arbeitslosenzahl rapide anstieg. Vom 1. Mai 1733 bis zum 1. Mai 1734 verdoppelte sie sich. Es kam zu Prosteten und Demonstrationen im ganzen Reich, welche brutal aufgelöst wurden. Vor allem die neuerworbenen Provinzen Neuperu und Tlaxcala litten unter der schlechten Wirtschaftslage.

Im ganzen Reich kam es zu nationalistischen Bewegungen. Neuperu und Tlaxcala versuchte wieder ein Teil Perus zu werden. Mayasien wollte eine Sonderstellung als Teilautonome Provinz erhaschen. Am 7. Februar 1734 kam es in Cuzcotlan, die Hauptstadt der Provinz Neuperu, zu Aufständen, welche vom Uei Tlatoani niedergeschlagen wurden und die Aufständischen wurden in Tenochtitlan den Göttern geopfert. Trotz Machtdemonstration nahm die Anzahl der Proteste und Demonstration analog zur Arbeitslosenzahl. Es bildete sich in Tenochtitlan eine Untergrundorganisation, welche versuchte die Macht des Uei Tlatoanis zu schwächen. Unterstütz wurde die Gruppierung durch die Korrohla, welche sich in einem liberalen, demokratischen Staatswesen leichtere Arbeitsbedingungen erhofften. Am 12. August 1734 senkte Motecuhzoma die Steuern, lockerte die Zensur und strich einige Bücher, welche auf dem Index der verbotenen Literatur standen. Die Maßnamen, welche dazu gedacht waren die Bevölkerung zu besänftigen, verfehlten ihr Ziel. Durch die Lockerung der Zensur schrieben die Zeitungen kritischer über die Regierung und die Senkung der Steuern kam für viele zu spät. Im ganzen Reich kam es zu Protesten und es wurde zum ersten Mal der Rücktritt des Uei Tlatoanis gefordert. Teile der Armee desertierten. Am 15. Dezember kam es in Tenochtitlan zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern des Uei Tlatoanis und Demonstranten. Am 27. Januar 1735 kommt es in Tenochtitlan zu einem Putschversuch unter der Leitung des Philosophen und Sozialtisten Huitzilíhuitl Xiconocatzin Mixtli Achitometl. Motecuhzoma konnte fliehen, wurde aber am 29. Januar entdeckt und gefangen genommen. Der Uei Tlatoani musste auf sein Amt verzichte und dieses an Putschistenführer übergeben. Huitzilíhuitl Xiconocatzin Mixtli Achitometl wurde am 30. Januar 1735 zum Uei Tlatoanie gekrönt und erhielt den Herrschaftsnamen Huitzilíhuitl Mixtli.

Die Herrschaft Huitzilíhuitl Mixtlis

Kronungsfeier1735.jpg

Die Krönungsfeier- Skizze eines unbekannten Künstlers

Motecuhzoma wurde, nachdem er seine Krone während der Krönungszeremonie an Huitzilíhuitl Mixtli übergeben hatte, nach Mayasien gebracht, wo er in einem kleinen Haus unter Arrest stand. Huitzilíhuitl Mixtli verfügte als erste Amtshandlung die Einführung eines Parlamentes, welches zu zwei dritteln vom Volk gewählt werden sollte. Den Rest der Abgeordneten bestimmte der Uei Tlatoani. Des Weiteren wurde der aztekische Polytheismus als Staatsreligion abgeschafft und die Religions- und Meinungsfreiheit eingeführt

Am 27. März 1735 wurde zum ersten Mal und letzten Mal im ganzen Aztekenreich eine Parlamentswahl abgehalten. Wahlberechtigt waren Männer über 21 und alleinstehende Frauen über 25. Es bewarben sich zahlreiche Parteien. Viele Stämme stellten ihre eigene Partei. Das Wahlergebnis, welches am 1. Mai 1735 bekannt wurde, offenbarte einen Erdrutschsieg der AVP (aztekische Volkspartei). Sie erhielt 68 Prozent der Stimmen. Ebenfalls den Einzug ins Parlament schafften die SZP (sozialistische Partei), die MVU (Mayasische Volks Union) und die PFA (Partei für ein geeinigtes Aztekenreich). Dieses Wahlergebnis führte zu einer Enttäuschung bei zahlreichen kleinen Stämmen, welche sich durch die Wahl mehr Mitspracherecht erhofft hatten. Des Weiteren sorge auch die Entscheidung des Uei Tlatoanis für Unmut, als Vertreter der von ihm gewählten Abgeordneten den Sitzungen bei zu wohnen. Am 9. Mai festigte Huitzilíhuitl Mixtli seine Position als Befehlshaber der Armee. Drei Wochen später wurde über die erste aztekische Verfassung im Parlament abgestimmt. Diese wurde Aufgrund ihres Inhaltes streng kritisiert. So sollte Nahuatl als einzige Sprache an den Schulen gelehrt werden. Auch mussten alle Amtswege auf Nahuatl stattfinden. Staatsreligion war laut Verfassung der aztekische Polytheismus, obwohl dieser vor wenigen Monaten abgeschafft wurde. Die Verfassung wurde 65 Prozent der Abgeordneten akzeptiert. Alle waren Mitglieder der AVP. Der Uei Tlatoani enthielt sich seiner Stimme. Die Verfassung sollte am 1. Januar 1737 in Kraft treten. Im ganzen Reich kam es zu Protesten und Demonstrationen. In Chitzen Itza forderten die Bewohner die Unabhängigkeit der Provinz Mayasien. Huitzilíhuitl Mixtli ließ die Proteste blutig niederschlagen und versprach eine Änderung, welche nicht erfolgte.

Mayasischesonne.JPG

Das Zeichen der Organisation Mayasische Sonne

Auch verschlechterte sich die Wirtschaftslage des Aztekenreiches. Zwar konnte der Uei Tlatoani die Anzahl der Arbeitslosen gleich halten. Jedoch begann eine immer größere Bevölkerungsschicht eine Arbeit wahrzunehmen, welche nur knapp über dem Mindestlohn lag und kaum ausreichte um eine Familie zu ernähren. Des Weiteren musste aufgrund des drohenden Staatsbankrottes, bedingt durch diverse Reformen, zahlreiche Beamte entlassen werden. Auch wurden die Steuern wieder erhöht. Doch diesmal wurde versuchte die Reichen und Firmen mit hohen Gewinn zu belasten. Dieser Entschluss führte dazu, dass große Geldmengen das Aztekenreich verließen und in Länder überwiesen wurden, deren Steuergesetzte liberaler waren. Am 21.9.1735 kam es im Tempelbezirk zu Demonstration. Es wurde der Rücktritt des Uei Tlatoanis gefordert und die Wiedereinsetzung Motecuhzomas des Sechsten. Um die Bevölkerung zu besänftigen kündigte er für jede Provinz ein Parlament an, wodurch diese etwas Autonomie gewinnen sollten. Dadurch wollte Huitzilíhuitl Mixtli die nationalistischen Bewegungen schwächen. Die Wahlen fanden 1. Februar 1736 statt und vor allem in Mayasien gab es Parteien, welches für die Unabhängigkeit vom Aztekenreich aussprachen. Während in den Kernprovinzen des Aztekenreiches die AVP Erdrutschsiege erreichte, kamen in den Provinzen mit Unabhängigkeits- oder Autonomiebestreben an die Macht, welche kurz nach der Wahl versuchten ihre Ziele umzusetzen.

Die radikale Gruppierung Mayasische Sonne versuchte durch terroristische Anschläge die Unabhängigkeit Mayasiens. Am 10. Mai erzwang die mayasische Regierung durch die Androhung einer Unabhängigkeitserklärung den Autonomiestatus. Einige Provinzen folgten dem Beispiel, sodass vier von elf Provinzen des Aztekenreiches Privilegien erhaschen konnten. Ab August 1736 kam es vermehrt zu Protesten, welche die Unabhängigkeit Mayasiens forderten. Bedingt durch die schlechte Wirtschaftslage erhielten nationalistische Bewegungen starken Zulauf. Auch in Neuperu und Tlaxcala kam es zum Wunsch nach Unabhängigkeit. Den Stämmen der Chichimeken, Huaxteken, Lacandonen und Otomí reichte die Autonomie ebenfalls nicht. Gegen Ende des Jahres 1736 nahm die Anzahl der Proteste zu und immer öfter kam es zu Gewalt gegen Azteken oder aztekischen Einrichtungen. Die Proteste gipfelten am 12. Januar in der Ermordung der aztekischen Beamten in Chitzen Itza und der Unabhängigkeitserklärung Mayasiens. Dieser Vorfall gilt als Auslöser des aztekischen Bürgerkrieges.

Die ersten Kriegsjahre

Aztekischer Burgerkrieg 1737.JPG

Das Aztekenreich (Juni 1737)
Rot= Gebiete die sich für unabhängig erklärt haben
Grün= Das Aztekenreich

Einen Tag nach der Unabhängigkeitserklärung Mayasiens stellt Huitzilíhuitl Mixtli ein Ultimatum. Der Staat Mayasien solle sich innerhalb einer Woche wieder an das Aztekenreich angliedern und eine Reparationszahlung in Höhe von 5 Prozent des Bruttoinlandprodukteszahlen, sonst werde man zu militärischen greifen. Die mayasischen Regierung lehnte das Ultimatum ab und erklärte ihrerseits dem am 15. Januar 1737 Aztekenreich den Krieg. Der erste Zusammenstoß von aztekischen und mayasischen Truppen fand zwei Tage später statt. Der 15. Armeecorpus unter der Führung von Mutex Axoacatzin Xilotzin wurde beauftragt die Stadt Chitzen Itza zurück zu erobern und den Aufstand niederzuschlagen. . Die 1500 Mann zählende Militäreinheit, welche in den Chitzen Itzas stationiert war, wurde kurz nach dem Aufbruch von der mayasischen Volksarmee eingekesselt und vernichtend geschlagen. Der Kopf Xilotzins wurde dem Uei Tlatoani zugeschickt. Diese Nachricht der Niederlage veranlasste Neuperu sich am 2. Februar für unabhängig zu erklären. Neuperu folgten Tlaxcala (17.1), die Lacandonen (18.1), die Huaxteken (23.1), die Otomí (27.1) und die Chichimeken (30.1). Innerhalb kürzester Zeit sah sich das Aztekenreich mit mehreren Feinden konfrontiert. Alle stehenden Heere wurden mobilisiert und der Uei Tlatoani forderte vom Königreich Venezuela die sofortige Zurückzahlung der Schulden. Am 15. März standen die Pläne zur Verteidigung fest. Man hatt vor das Heer in vier Teile zu spalten. Der erste Teil sollte im Aztekenreich bleiben und Aufstände niederschlagen, der zweite sollte die Grenze zu Mayasien absichern und die Lacandonen in Schach halten. Dies wurde Operation Frontverteidigung genannt. Der dritte Teil sollte nach Neuperu und Tlaxcala marschieren und die Provinzen wieder an das Aztekenreich gliedern. Dies wurde Operation Marsch nach Norden genannt. Der vierte Teil sollte die Stämme der Huaxteken, Otomí und Chichimeken ins Reich eingliedern. Dies wurde Operation Bergwacht genannt.

Frontverteidigung

Flugblattaztekischerkrieg.jpg

Ein Propagandaflugblatt für den Krieg gegen Mayasien

Da die mayasischen und lacandonischen bedeutend größer waren, als die anderer ehemals aztekischer Gebiete, entschloss man sich für die Verteidigung der Grenze, bis die Reiche der Tlaxcala, Huaxteken, Otomí und Chichimeken. Danach wollte man mit mehr Truppen Mayasien und das Gebiet der Lacandonen zurück erobern. Dieser Plan wurde Operation Frontverteidigung genannt und Ende Januar in Tenochtitlan beschlossen. Sein Urheber war der General Chimalpopoca Acamapichtli. Er wollte dadurch verhindern, dass die aztekischen Truppen zu sehr aufgerieben werden. Außerdem rechnete man nicht damit, dass Mayasien oder das Reich der Lacandonen eine Gebietsexpansion anstrebe. Am 2. Februar trat der Plan in Kraft und es wurde mit der Befestigung es aztekisch-mayasischen Grenzgebietes begonnen. Kleine Dörfer oder Städte wurden als Stützpunkte missbraucht und mit Wällen umgeben. Die ansässige Bevölkerung wurde gebeten das Gebiet zu verlassen. Viele Menschen nahmen das Angebot war. Aufgrund eines hohen Material- und Zeitaufwandes waren Ende Februar alle Dörfer und Ende März alle Städte befestigt. Am 15. März am es zum ersten Zusammenstoß zwischen aztekischen und mayasischen Truppen. Ein Spähtrupp des Mayas wurde entdeckt und gefangen genommen. Im Gegensatz zu den anderen Kriegschauplätzen gab es an der Südfront, wie dieser Abschnitt genannt wurde, kaum Zwischenfälle. Gelegentlich kam es zu Kämpfen. Doch nie waren mehr als 100 Menschen involviert.


Das änderte sich im Juli. Es wurde bekannt, dass Motecuhzoma der Sechste den Mayasischen Truppen als Berater zur Seite stand. Es war nicht bekannt, wie der ehemalige stellvertretende Uei Tlatoani nach Mayasien kam oder weswegen er bereit war dem Feind zu helfen. Am 10. Juli überfiel ein mayasische Heer mit über 10 000 Mann eine kleine aztekische Stadt am Meer. Die knapp 1000 Mann zählenden aztekischen Truppen waren deutlich in Unterzahl, konnte die Stadt jedoch zwei Tage halten und einige Boten losschicken. Am 12.6. 1737 fiel der Ort und das Heer zog weiter in Richtung Westen. Um den Einfall der mayasischen Truppen zu stoppen, wurden aus den Grenzorten 15 000 aztekische Krieger abgezogen und an die Küste geschickt um den Vormarsch zu stoppen. Am 15. Juli zwei Tage nach dem die Soldaten abgezogen worden waren, überfielen mayasische Truppen die leeren Orte und eroberten sie. Ein Teil der Armee blieb in den befestigten Dörfern und Städten, der andere folgte den aztekischen Truppen um sie am Meer, wenn sie das andere mayasische Herr angreifen, eingekesselt und vernichtet werden können. Die Schlacht fand am 19. Juli statt
Schlachtdes20Julis.jpg

Schlacht des 20. Julis

und sollte zwei Tage dauern. Es standen sich 20 000 mayasische und 15 000 aztekischen Soldaten gegenüber. Das aztekische Heer war eingekesselt und besaß weniger Kämpfer. Anfangs sah es nach einem klaren Sieg der mayasischen Truppen aus. Doch je länger die Schlacht dauerte, desto mehr Probleme bekamen die jungen Soldaten, mit den erfahrenen und gut ausgebildeten aztekischen Truppen. So konnten die Azteken das Rudel noch rum reißen und die Schlacht für sich entscheiden. Jedoch waren die Verluste enorm. 10 000 aztekische und mayasische 17 000 fielen in der Schlacht. 3000 Mayasier wurden gefangen genommen. Anfangs wusste man nicht, was man mit den zahlreichen Gefangenen machen sollte, doch auf Anweisung des Uei Tlatoanis wurden sie nach Tenochtitlan gebracht und dem Kriegsgott Huitzolopochtli geopfert. Es waren die ersten Menschenopfer seit Beginn des Krieges. Sie sorgten für Unmut in der Bevölkerung. Versuche die von den Mayasiern eroberten Dörfer zu stürmen scheiterten, sodass man sich entschied dieses Unterfangen aufzugeben und sich auf die Truppenausbildung und Waffen zu konzentrieren. Nachdem die Azteken aufhörten zu versuchen die befestigten Dörfer und Städte zurückzuerobern wurde es ruhig an der Südfront. Es gab monatelang keine militärischen Auseinandersetzungen. Selbst wenn es zu welchen kam, waren kaum mehr als 50 Soldaten involviert. Dies änderte sich am 20. April 1738.


Cenyaotlaxayacatepictoton.jpg

Cenyaotl Axayaca Tepictoton

Wieder versuchten mayasische Truppen entlang der Küste die aztekische Verteidigungslinie durchzubrechen. Am 22. April kam es zur ersten Konfrontation. Es standen sich 5000 aztekische und 35 000 mayasische Soldaten gegenüber. Die aztekischen Truppen wurden brutal niedergemezelzt. Während sich das mayasische Heer entlang der Küste weiter durch das Aztekenreich kämpfte, waren die aztekischen Heeresführer ratlos wie man diesem Angriff entgegentreten sollte. Man hatte nie mit einer Armee dieses Ausmaßes gerechnet. Einige Befehlshabe forderten, dass man endlich auch in Mayasien einmarschiere, andere forderten dem eingefallenen Heer mit einer gigantischen aztekischen Streitmacht entgegenzutreten und dadurch die Macht des Aztekenreiches zu zeigen. Jedoch rieten viele von diesem Plan ab, da er zu viele aztekische Truppen binden würde. Andere forderten, dass man das mayasische Heer durch kleine Angriffe schwäche und dadurch die Moral der Soldaten senken. Da man sich nicht einigen konnte, kamen die mayasichen Truppen fast ohne nennenswerten Widerstand voran. Erst als der Uei Tlatoani Huitzilíhuitl Mixtli von der Uneinigkeit der Befehlshaber erfuhr und den jungen Marschall Cenyaotl Axayaca Tepictoton zum Oberbefehlshaber der an der Südfront stationierten Soldaten ernannte, änderte sich an dieser Situation etwas. Er versuchte durch kleine Angriffe das mayasische Heer zu schwächen und dadurch die Moral der Truppen zu senken. Anfangs zeigten diese kleinen Angriffe große Wirkung. Zahlreiche Soldaten fielen ihnen zum Opfer, die Angreifer konnten meistens rechtzeitig fliehen und die Moral der Kämpfer sank. Doch Anfang Juni, kurz vor der Grenze zum Reich Lacandonen, hatte der Heerführer ein Mittel gegen diese Angriffe gefunden. Zahlreiche Gruppen von etwa 100 Soldaten umkreisten das Hauptheer und fingen die aztekischen Angriffe ab, sodass sich Tepictoton gezwungen sah die Entscheidung in einer Feldschlacht zu suchen. Am 8. Juni 1738 kam es zur Entscheidungsschlacht. Das mayasische Heer, durch die Angriffe der Azteken geschwächt, zählte 25 000 Soldaten. Das aztekische Heer zählte 35 000 Soldaten. Auch waren die aztekischen Truppen ausgeruht und gesättigt, während die mayasischen Soldaten durch den Marsch durch das Aztekenreich ausgelaugt und erschöpft waren. Es sah nach einem Sieg der Azteken aus. Doch kurz nach dem Schlachtbeginn traf ein lacandonisch Heer von circa 20 000 Mann ein, welches die mayasischen Truppen unterstütze. Das aztekische Heer, durch diese Wendung demotiviert und in Unterzahl, verlor die Kontrolle über die Schlacht und wurde vernichtend geschlagen. Durch diesen Sieg erhielt Mayasien die Kontrolle über die aztekische Südküste und es grenzte an das Gebiet der Lacandonen.

Sofort nach der Niederlage begann man mit der Rekrutierung junger Soldaten, da die restlichen Streitkräfte im Norden und im Westen gebunden waren. Zwar war Operation Bergwacht abgeschlossen, man behielt die Truppen jedoch dort, um das Gebiet zu stabilisieren. Auch gab es noch einige Armeeeinheiten im Aztekenreich, welche man aber aus Angst vor Aufständen dort ließ. Anfangs meldeten sich nur wenige Jungen und Mädchen. Viele waren mit der Politik des Uei Tlatoanis unzufrieden. Manche sympathisierten sogar mir den Feinden. Man rechnete damit, dass die Grenze in kürzester Zeit von mayasischen Soldaten überrannt werden würden. Doch zur Verwunderung der aztekischen Befehlshaber griff Mayasien das Gebiet der Lacandonen an. Diese traf der Angriff unvorbereitet, sodass die mayasischen Truppen mühelos tief in das Gebiet eindringen konnten, ehe man auf Widerstand stieß. Zwar gelang es den Lacandonen das geschwächte Heer abzuwehren. Doch als neue Truppen eintrafen konnten die Lacandonen, auf Grund von inneren Unruhen, diese nicht mehr abwehren und wurden im Februar 1739 an Mayasien angegliedert. Die aztekischen Befehlshaber wussten nicht, wie stark das mayasische Heer im ehemaligen Gebiet der Lacandonen vertreten war. Jedoch gab es zahlreiche Stimmen, welche einen Angriff befürworteten, da man vermutete, dass sich kaum Soldaten in diesem Gebiet befinden. Am 3. März überschritt ein aztekisches Heer mit 10 000 Soldaten die Grenze zum ehemaligen Gebiet der Lacandonen. Wie vermutet kam es weite Strecken ohne Widerstand voran, bis es auf das am 12. März auf das mayasische Heer traf. Zwar gewannen die aztekischen Truppen, jedoch waren die Verluste so groß, dass man sich gezwungen sah den Rückzug anzutreten. Tepictoton sah den Versuch das Gebiet unter aztekische Kontrolle zu bringen als gescheitert und kümmerte sich um die Befestigung des neuen Grenzverlaufes. Doch Tepictoton irrte sich in seiner Annahme. Es wäre ein leichtes gewesen das Gebiet einzunehmen, da sich das nächste mayasische Heer weit weg befand. So blieb das Gebiet der Lacandonen de jure unter mayasischer Herrschaft, doch da dieser Herrschaftsanspruch nicht durchgesetzt werden konnte, war das Gebiet de facto unabhängig. Dies änderte sich als eine mayasische Armee am 12. Mai das Gebiet besetzte und einen Provinzhalter einsetzte, welcher eine Marionette der mayasischen Regierung war.

Aufgrund des
Aztekischespropagandaflugblatt.jpg

Aztekisches Propagandaflugblatt "Heim nach Tenochtitlan"

fehlenden Erfolges der Feldschlachten und schrumpfenden Einheitenzahlen, entschloss man sich den Frontverlauf durch Gräben und Fallen zu sichern. Das Aztekenreich versuchte Minen und andere Sprengkörper von zahlreichen rammsteinische Waffenfirmen zu erwerben, doch aufgrund der schlechten finanziellen Lage des Staates misslang der Versuch. Auch wurde weiterhin versucht junge Rekruten und Rekrutinnen anzuwerden, jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Des Weiteren wurden Propagandaflugblätter nach Mayasien geschleust und von aztekischen Agenten unter das Volk gebracht. Meistens priesen diese Flugblätter das Aztekenreich ein und warben mit Slogans wie, Stoppen wir den Kampf zwischen uns, Wir sind Brüder und Schwester, Kehrt zurück nachhause. Doch Erfolg blieb aus. Unbekannt ist wie lange aztekische Agenten die Propaganda austeilten, oder ob sie von der mayasischen Polizei gefangen und hingerichtet wurden. Am 17. Juli kam es wieder zu einem Angriff der mayasischen Armee, jedoch an einer nicht erwarteten Stelle. An der Grenze zum ehemaligen Gebiet der Lacandonen überschritt das 20 000 Soldaten zählende Heer die Grenze. Die aztekischen Wachposten waren mit der überraschenden Situation überfordert. Sie sammelten sich und schickten einen Boten zu Tepictoton, der Verstärkung schicken sollte. Die 5000 aztekischen Soldaten begannen in Richtung des mayasischen Heeres zu ziehen. Doch in der Eile ihres Aufbruches wurden die Vorbereitungen nicht ausreichend ausgeführt. Es wurden zu wenig Nahrungsmittel mitgeführt. Zahlreiche Soldaten hatten ihre Zweitwaffe vergessen. Auch wusste man nichts über die Größe des mayasischen Heeres. Am 21. Juli kam es zur Konfrontation und die aztekischen Soldaten wurden niedergemetzelt. Das mayasische Heer schritt weiter voran und erreichte die aztekischen Anden. Dort wurden die Felder angezündet und Bevölkerung vertrieben. Zwar konnte eine aus Tenochtitlan kommende Armee das Heer zurückschlagen, doch die Schäden waren enorm und es kam zu einer Hungersnot, die durch die Hilfe der amerikanensischen Hilfsorganisation “Americanien Care“ gelindert werden konnte. Nach diesem verherrenden Angriff wurde der Oberbefehlshaber Cenyaotl Axayaca Tepictoton nach Tenochtitlan bestellt und den Göttern geopfert.


Sein Nachfolger wurde Chichimecatecle Teyacapan Acampichtli. Er hatte sich während Operation Bergwacht bewiesen und zog mit den bei Operation Bergwacht verwendeten Soldaten zur Südfront. Am 12. September erreichte er diese und konnte kurz danach erfolgende zwei Angriffe mayasischer Soldaten abwehren. Er wurde im Aztekenreich im held gefeiert. Doch bei
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Chichimecatecle Teyacapan Acampichtli

genauer Betrachtung hatte er erheblich erleichterte Bedingungen als sein Vorgänger. Ihm standen mehr Soldaten zu Verfügung, denn Operation Bergwacht war abgeschlossen und durch die Verwüstung durch mayasischer Angriffe meldeten sich mehr junge Männer und Frauen freiwillig bei der aztekischen Armee. Auch war die mayasische Armee geschwächt. Seit Kriegsbeginn starben über 50 000 Soldaten im Kampf gegen die Azteken und zahlreiche Waffen gingen zu Bruch und Nahrungsmittel wurden verbraucht. Acampichtli nutzte die Gelegenheit und ließ ein Heer von 25 000 Soldaten die Grenze zu Mayasien überschreiten. Man kam ohne größeren Widerstand voran und erreichte nach zwei Tagesmärschen ein Ausbildungslager der mayasischen Armee, welche man angriff. Es gab 50 000 bis 70 000 Tote auf mayasischer Seite, während auf aztekischer Seite 8000 Soldaten fielen. Die Jungsoldaten waren mit der Situation überfordert und auf einen Kampf nicht vorbereitet. Nach dem Sieg machte das aztekische Heer kehrt. Der Sieg wurde im Reich gefeiert und es wurde gefordert weiter anzugreifen. Doch da Späher von einer herannahenden Streitmacht berichteten, verwarf Acampichtli diese Pläne und bereitete sich auf eine Schlacht mit der herannahenden Armee vor. Diese fand am 8. Januar 1740 statt und endete mit einer verheerenden Niederlage für die mayasische Armee. Die Azteken, welche ihre Gräben und Befestigungen verteidigten, konnte die Opferzahl gering halten. Die Gefangenen wurden nach Tenochtitlan gebracht und geopfert. Diesem Angriff folgte eine Phase ohne militärische Auseinandersetzungen. Mayasien musste seine Verluste kompensieren und die aztekischen Soldaten waren mit der Reparatur der Grenzbefestigung beschäftgigt.

Im Januar der Jahres 1741 versuchten ein mayasisches Heer mit mehr als 100 000 Soldaten die aztekische Befestigung zu durchbrechen. Trotz der Größe des Heeres konnten die Azteken die mayasischen Truppen aufhalten. Sie verschanzten sich auf den Befestigungsanlagen und konnte so ohne bedeutende Verluste, das mayasische Heer zurückschlagen. Dieses zog sich zurück und formierte sich neu. Am 2. Februar kam es erneut zu einem Angriff. Doch diesmal griff das Heer nicht mit einer breiten Front an, sondern nutzte eine Keilformation. Die aztekischen Truppen konnten diesen Angriff zwar wieder zurückschlagen, jedoch fiel der Befehlshaber Chichimecatecle Teyacapan Acampichtli während der Schlacht. Er wurde von zwei Pfeilen tödlich verwundet. Da die Operation Marsch nach Norden kurz vor ihrem Ende stand, entschloss man sich ein Gremium über die Schritte an der Südfront entscheiden zu lassen, bis die Befehlshaber der Operation Marsch nach Norden diese erreicht haben. Doch es fielen keine bedeutenden Entscheidungen an. Am 17. Mai 1741 wurde die Operation Marsch nach Norden, als für erfolgreich beendet erklärt. Damit endete auch offiziell die Operation Frontverteidigung.

Bergwacht

Da einige Stämme in den Zentralanden ihre Unabhängigkeit erklärt haben, sah sich das Aztekenreich genötigt einzugreifen und diese Gebiete an das Aztekenreich wieder anzugliedern. Um diese Ziele zu erreichen, wurde die Operation Bergwacht ins Leben gerufen. Diese sah vor, dass man zuerst das Gebiet der Tlaxcala einnehmen sollte und dann das Gebiet der Huaxteken und der Chichimeken erobert. Operation Bergwacht wurde Anfang Februar in Tenochtitlan beschlossen. Am 16. Februar trat der Plan in Kraft und ein aztekisches Heer von 200 000 Soldaten zog in Richtung Norden. Nach einigen Wochen Marsch erreichte man das Gebiet der Tlaxcala und am 2. April kam es zur ersten militärischen Konfrontation. Ein Tlaxcalaheer mit etwas mehr als 5000 Soldaten stellte sich dem aztekischen Heer in den Weg. Die aztekischen Truppen, welche deutlich in Überzahl waren, schlugen die Tlaxcala Truppen vernichtend und setzten ihren Marsch. Es gelang dem Heer problemlos durch das Gebiet zu ziehen. Die Tlaxcalaarmee konnte sich keine direkte Konfrontation leisten, bis man genug Soldaten für eine offene Feldschlacht gesammelt hatte. Diese fand am 12. April 1737 statt. Es war dem Tlaxcala-Herrscher gelungen über 50 000 kampfbereite Soldaten zusammen zuziehen. Sie waren zwar deutlich in der Unterzahl, jedoch war es durchaus möglich, dass man dem aztekischen Heer Verluste zufügt. Doch dies wurde durch das beherzte Eingreifen des jungen aztekischen Offiziers Chichimecatecle Teyacapan Acampichtli verhindert. Nachdem ein bedeutender Befehlshaber durch einen Pfeil tödlich verwundet wurde, übernahm Acampichtli die Führung und kesselte mit dem von ihm befehligten Teil des Heeres die Tlaxcalaarmee ein, welche sich nach kurzer Schlacht ergaben. Ein Teil von ihnen wurde nach Tenochtitlan gebracht, wo sie man sie den Göttern opferte. Durch den Sieg hatte man das Gebiet der Tlaxcala unter aztekische Kontrolle gebracht, jedoch war die Lage immer noch instabil, sodass man sich entschloss 50 000 Soldaten hier zu lassen und mit dem Rest das Gebiet der Chichimeken zu erobern.

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Ein enges Tal in den Zentralanden. Die Chichimeken nutzten Stege um schnelle reisen zu können.

Dies gestaltete sich schwieriger als die Eroberung des Tlaxcalareichs. Der Stamm der Chichimeken bewohnte ein Gebiet in den Anden an der Grenze zu Venezuela. Die Täler in diesem Gebiet sind eng, es gab wenige Straßen, sodass der aztekische Vormarsch ins Stocken geriet. Auch wusste man nicht in welchem Tal sich die chichimekische Soldaten oder größere Orte befinden. Man entschied sich dem Verlauf des Tals zu folgen und auf einen Angriff der Chichimeken zu warten, oder einen Bewohner anzutreffen und ihn auszufragen. Am 25. Mai kam es zum ersten Angriff auf das aztekische Heer. Ein kleiner Trupp von 100 chichimekischen Soldaten brach aus dem Wald hervor, tötete einige aztekische Krieger und verschwand wieder im Gebüsch. Angriffe dieser Art standen danach an der Tageordnung. Es starben 20 bis 50 Soldaten pro Angriff, jedoch kaum ein Angreifer. Daher entschloss man sich, die Anzahl der aztekischen Soldaten auf 50 000 zu reduzieren und die anderen 85 000 in das Gebiet der Huaxteken zu schicken, da man sich durch ein kleineres Heer eine größere Wendigkeit und Schnelligkeit erhoffte. Die Angriffe setzten sich jedoch fort, aber sie waren nicht mehr so erfolgreich wie am Anfang. Immer wieder gingen kleine Gruppen von aztekischen Soldaten durch den dichten Wald abseits der Straße und konnten Hinterhalte rechtzeitig entdecken. Ende August gelang es sogar einen Trupp von chichimekischen Soldaten gefangen zu nehmen. Unter Androhung des Todes begann man die Gefangenen auszufragen, während zwei von ihnen schwiegen, erzählte der Rest, dass sich der größte Ort des Chichimekengebietes in einem kleinen Hochtal in der Nähe befände, doch sei der Herrscherpalast nicht dort, sondern am Rande des Hochlandes von Venezuela an der Grenze zum Aztekenreich, da man einen aztekischen Angriff fürchtete. Die chichimekischen Soldaten wurden nach Tenochtitlan geschickt, wo man sie den Göttern opferte.

Nachdem die Lage des größten Ortes und des Königspalastes bekannt waren, teilte sich die Armee. 20 000 Soldaten marschierten in Richtung des Hauptortes des Chichimekenreiches, 5000 marschierten zum Königspalast. Der Rest sollte die anderen Täler durchkämmen und sie unter aztekische Herrschaft bringen.
Chichimekenkönigspalast.jpg

Ruinen des chichimekischen Königspalastes

Der Hauptort wurde ohne Blutvergießen eingenommen. Der Kommandant der 20 000 Soldaten, Chichimecatecle Teyacapan Acampichtli, konnte durch Verhandlungen die friedliche Übergabe der Stadt an das Aztekenreich erreichen. Nicht so erfolgreich war der Teil des Heeres, der die Täler unter aztekische Herrschaft bringen sollte. Oftmals stieß man auf kleine Festungen, welche auf einem Felsvorsprung oder am Gipfel eines kleinenBerges lagen. Meistens waren sie nur von 100 Mann besetzt, mehr Platz boten sie nicht. Doch waren die Festungen in unwegsamen Gelände und gut befestigt, sodass die Eroberung zeitaufwändig, kräftezehrend und gefährlich war. Die 5000 Soldaten ereichten den Königspalast. Doch handelte es sich nicht wie erwarten um ein stolzes Gebäude. Es war eine Ansammlung von baufälligen Baracken. Dahinter wurde an etwas gebaut, aber es arbeitete niemand an der Baustelle, auch schein es, als wäre längere Zeit nicht gebaut worden. Die aztekischen Truppen griffen den Palast an. Es entwickelte sich eine Straßenschlacht mit den Palastwachen zwischen Baracken. Am Ende der Schlacht wurde der chichimekische Königspalast zerstört. Die Ruinen können heute noch besichtigt werden. Am 8. Juli 1738 befand sich das ganze Gebiet der Chichimeken in aztekischer Hand. Jedoch entschloss man sich die Soldaten dort zu lassen und zu warten bis sich die Lage stabilisiert hatte.

Da das Heer geteilt wurde standen 85 000 freie Soldaten zur Verfügung, jedoch lehnte man ihren Einsatz ab, solange das Gebiet der Chichimeken noch nicht unter aztekischer Kontrolle war, da man eine Aufreibung der Truppen verhindern wollte, doch man schickte Spione in das Gebiet der Huaxteken um sich über die dortige Lage zu informieren. Was die Spione berichteten, war durchaus erfreulich. Nachdem sich die Huaxteken vom Aztekenreich gelöst hatten, entwickelte sich ein Machtkampf um die Herrschaft in diesem Gebiet. Dieser Machtkampf kostete Unmengen an Material und Soldaten und dauerte nun fast zwei Jahre, sodass die Azteken nicht mit großem Widerstand rechneten. Ende November 1738 überschritten 50 000 Soldaten die Grenzen des Gebietes der Huaxteken und begannen mit der Eroberung. Sie kamen ohne große Behinderung voran. Von der Bevölkerung wurden sie als Befreier gefeiert, welche den Machtkampf zwischen den beiden Herrschaftsanwärtern beendeten. Anfang des Jahres 1739 war fast das ganze Gebiet in aztekischer Hand. Einer der beiden Herrschaftsanwärter wurde bei der einzigen Schlacht gegen die Azteken getötet, der Andere wurde von seinen Untertanten gehängt, nachdem er sie in eine aussichtslose Schlacht gegen das aztekische Heer schicken wollte. Im Jänner des Jahres 1739 waren alle Gebiete in den Anden, die nach Unabhängigkeit gestrebt hatten, wieder an das Aztekenreich angegliedert. Operation Bergwacht verlief ohne große Verluste. Sie kostete 15 000 Soldaten das Leben. Am 6. Juni wurde Operation Bergwacht für erfolgreich beendet erklärt. Die Soldaten sollten an der Südfront eingesetzt werden. Chichimecatecle Teyacapan Acampichtli, welcher sich als genialer Stratege ausgezeichnet hatte, wurde Oberbefehlshabe der Truppen an der Südfront.

Marsch nach Norden

Operation Bergwacht wurde im Jänner des Jahres 1737 beschlossen und im Februar begann die Umsetzung. Ziel war es, die Provinz Neuperu und das Gebiet der Otomi zurückzugewinnen. Während die Otomi ein unabhängiges Reich anstrebten, versuchte die Provinz Neuperu, welche im aztekisch-peruanischen Krieg vom Aztekenreich annektiert wurde, wieder Teil Perus zu werden. Da man im Falle einer Wiedereinverleibung der Provinz Neuperu durch Peru, kaum Chancen hatte auf eine Rückgewinnung der Provinz. Auch befürchtete man, dass Peru, welches durch die Einverleibung aktiv in das Kriegsgeschehen eingegriffen hätte, die anderen Provinzen im Kampf gegen das Aztekenreich unterstützen könnte. Deshalb entschloss man sich die Hauptstadt der Provinz Neuperu zu erobern, auch wenn diese drastische Maßnahme nicht ungefährlich war. Desweiteren entschloss man sich auch zur Tötung der oberen Regierungsbeamten der Provinz, sowie ein Verbot des Inti-Kultes und der Ermordung aller Priester, welche dieser Religion nicht abschworen. Diese Maßnahmen sollten einen Anschluss der Provinz an Peru verhindern und wurde in den Akten meist als Marginalisierung der Unruhestifter bezeichnet. Im Gegensatz zu den Operationen Bergwacht und Frontverteidigung, wo sich der Großteil der Truppen in Tenochtitlan sammelte und dann zur Front marschierte, war dies aufgrund des Zeitdruckes nicht möglich, sodass man sich entschloss die Truppen in Frontnähe zu sammeln, obwohl dies mit einem höheren Risiko verbunden war. Am 18. März überschritten die aztekischen Truppen die Grenze der Provinz Neuperu.

Die Provinzregierung war überfordert mit der hohen Anzahl der aztekischen Truppen und ihrem schnellen Erscheinen. Man hatte angenommen, dass das Aztekenreich sich auf wichtige Gebiete konzentrieren würde und Neuperu, welches kaum 5 Jahre aztekisches Territorium war, gegen einen Geldbetrag ziehen ließe. Am 20. März kam es zur ersten militärischen Konfrontation. Ein kleiner Spähtrupp wurde von der aztekischen Armee entdeckt und gefangen genommen. Trotz Androhung des Todes gaben die Gefangenen keine Auskunft über die Beschaffenheit der neuperuanischen Armee. Die Provinzregierung schickte zahlreiche Boten nach Peru, welche um Hilfe baten und den Anschluss an Peru erklärten. Doch je tiefer die aztekische Armee in die Provinz Neuperu eindrang, desto unwahrscheinlicher wurde der Anschluss der Provinz Neuperu an Peru, da man dazu die aztekischen Truppen hätte vernichten müssen, welche mit hohen finanziellen, materiellen und personellen Aufwand verbunden wäre, welchen Peru, noch immer geschwächt durch den aztekisch-peruanischen Krieg, nicht aufbringen konnte. Das fehlende Eingreifen Perus, senkte die Moral der Einwohner und Soldaten Neuperus erheblich und nicht wenige Stimmen forderten den Anschluss an das Aztekenreich. Da keine militärische Unterstützung Perus zu erwarten war, sah sich die Regierung gezwungen eine Armee aufzustellen. Doch da sie durch den aztekisch-peruanischen Krieg schwere Schäden zu beklagen hatte und deshalb über kaum finanzielle Mittel und nur eine begrenzte Anzahl an Soldaten. Deshalb beschloss man sich den Azteken nicht auf freiem Feld, sondern in der Hauptstadt der Provinz zu stellen. Dadurch erhoffte man, dass die Überzahl der aztekischen Soldaten nicht so sehr zu tragen kommt. Am 26. März kam es zur Schlacht. 200 000 aztekische Soldaten kämpften gegen 25 000 aus der Provinz Neuperu. Die Neuperuanischen Kämpfer waren zum Teil sehr schlecht ausgerüstet und hatten meist keine Kampferfahrung. Die Schlacht dauert 3 Tage und da sich die aztekischen Soldaten im Häusergewirr nicht zu Recht fanden, gelang es den neuperuanischen Truppen die Schlacht in die Länge zu ziehen und die Provinzregierung konnte fliehen. Die Schlacht forderte 15 000 Menschenleben 10 000 Azteken und 15 000 Einwohner der Provinz Neuperu.

Die Gefangenen wurden nach Tenochtitlan gebracht, wo man den Großteil den Göttern opferte. Hohe Beamte und Priester, die während der Schlacht nicht geflohen waren, wurden am 1. April öffentlich auf einem Platz in der Provinzhauptstadt hingerichtet. Dieser Vorfall wird auch als Hinrichtung Neuperus oder Hinrichtung des peruanischen Anschlussgedanken bezeichnet, doch die meisten Historiker lehnen diese pathetische Bezeichnung ab, da sie irreführend ist, denn die Provinzregierung konnte fliehen. Die Provinzhauptstadt wurde während den Kämpfen schwer beschädigt. Überlebende Stadtbewohner wurden in intakte Stadtteile umgesiedelt. Eine aztekische Provinzregierung machte sich auf den Weg nach Peru. Nachdem man die Stadt unter aztekische Kontrolle gebracht, begann man das Umland zu besetzten um eine ausreichende Versorgung sicher zu stellen. Die Provinzhauptstadt wurde Ausgangspunkt für weitere Angriffe. Ende des Jahres 1737 hatte die aztekische Arme die Hälfte der Provinz Neuperu unter Kontrolle gebracht, doch wurde die ehemalige Provinzregierung noch nicht gefunden. Am 20. Februar 1738 kam es zu einer militärischen Auseinandersetzung. 5000 aztekische Soldaten wurden von einem otomischen Heer angegriffen, welches 15 000 Soldaten zählte. Die aztekischen Truppen wurde vernichtet und der Kopf des Befehlshaber nach Tenochtitlan geschickt. Am 7. April überschritten 100 000 Soldaten die Grenze des Gebietes der Otomie. Man rechnete mit einer schnellen Eroberung des Gebietes.

Am 29. April kam es zu einer Schlacht. 100 000 aztekische Soldaten standen 50 000 Truppen der Otomi und Neuperus gegenüber. Das aztekische Heer war dem Feind zahlenmäßig überlegen, trotzdem suchten die otomischen Truppen ihr Glück in einer Feldschlacht. Bedingt durch die bessere Position und den Überraschungseffekt konnten die Soldaten dem aztekischen Heer große Verluste zufügen, welches jedoch den Sieg davon trug. Nach dieser Schlacht kam der Vormarsch der aztekischen Truppen ins Stocken. Immer wieder wurden Angriff auf das Hauptheer ausgeführt, welches nicht schnell genug reagieren konnte um diese abzuwehren. Am 9. Juni entschloss man sich nachdem man eine kleine Stadt eingenommen hatte, diese als Stützpunkt zu nutzen und zu befestigen. In den nächsten Monaten starteten einige kleine Missionen von dort, mit dem Ziel das Umland und die bereits eroberten Gebiete des Otomiegebietes endgültig unter Kontrolle zu bringen. Während dieser Zeit gab es immer wieder Versuche, seitens des otomieschen Heeres die Stadt einzunehmen, welche jedoch scheiterten und nur Material und Menschenleben kostete. Ende des Jahres 1739 hat das Aztekenreich circa ein Drittel des Gebietes der Otomie unter seiner Kontrolle gebracht. Erfolge ließen sich auf sich warten und die Eroberung des Gebietes der Otomie stellte sich als mühsam heraus. Während man Neuperu fast vollständig unter aztekische Kontrolle gebracht und stabilisiert hatte, sodass man die Truppen abziehen konnte, gab es in den restlichen nördlichen Provinzen Probleme. Die Otomie verteidigten ihren Meereszugang und benutzten im Kampf moderne Waffen, deren Herkunft ungeklärt ist, manche Historiker nehmen an, dass diese von der Dixie-Conederation stammen, welche die aufständischen Provinzen unterstützt haben soll, doch diese Theorie wird von den meisten Experten abgelehnt, da Dixie-Land keinen Grund hatte in den Bürgerkrieg einzugreifen. Vermutlich wurden die Waffen am Schwarzmarkt gekauft. Trotz der guten Bewaffnung und Kampfmoral gelang es den Otomie nicht, ihr Gebiet zu halten. Am 8 März konnte das Aztekenreich die Küstengebiete unter seine Kontrolle bringen. Mit Erlaubnis des khmeramischen Herrscher überschritt man danach die Grenze nach Khmerien um den Otomie in den Rücken fallen zu können. Der Angriff wurde ein Erfolg und der Formarsch der aztekischen Truppen konnte nur Aufbringung von zahlreichen Soldaten gestoppt werden. Diese Reaktion hatte die Reserven der Otomie aufgebraucht und es war nur noch eine Frage der Zeit bis die Azteken das ganze Gebiet wieder unter ihre Kontrolle gebracht haben. Am 7 August fiel die Hauptstadt der Provinz und der Widerstand fiel in sich zusammen. Die letzten Truppen sammelten sich in einigen Bergtälern in den peruanischen Anden, wo sie Ende des Jahres 1740 besiegt wurden. Die aztekischen Truppen verblieben bis Mai 1741 in den nördlichen Provinzen um die Lage stabil zu halten. Am 17. Mai endete Operation Marsch nach Norden und die Truppen wurden an die Südfront verlegt.

Grabenkrieg

In den ersten Kriegsjahren hatte sich die wirtschaftliche Situation im Aztekenreich

Mayasischer Durchbruch

Schlacht am Paricutin

Aztekischer Burgerkrieg 1748.JPG

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