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Anhörung im Senat zum Fall Fürst Horst von Franken

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Nach dem Preussisch-Fränkischen Krieg im Sommer 1801, wurde der fränkische Herrscher, Fürst Horst nach Amerikanien ausgeliefert. Dort wusste man nicht so recht, was man mit dem Ex-Staatsmann anfangen sollte. Das Schicksal des entmachteten Monarchen sollte daher anlässlich einer Anhörung im Senat erörtert werden. Die Anhörung fand am 15. September statt. Anwesend waren nebst der Senatoren auch Präsident Kennedy, dessen Bruder Justizminister Robert F. Kennedy, sowie die Vize-Präsidentin Eleanor Roosevelt. Ebenfalls zugegen war der Mann, um den es ging: Fürst Horst.

Nachfolgend die Protokollmitschrift der Debatte.

Fuersthorst.jpg

Fürst Horst

Fürst Horst wird von zwei Wachsoldaten in den grossen Debattiersaal geleitet. Man weist ihm einen Sessel zu. Mit versteinerter Mine läst sich dieser auf dem Stuhl nieder. Kein Wort kommt über seine Lippen. Dann erscheint der Präsident. JFK nimmt auf dem für ihn bestimmten Thron Platz.
So wie es die Tradition vorsieht, öffnet der älteste Senator, Carmine McPershing aus der Provinz Kasmovia, in seiner Funktion als amtierender Hausherr, die Sitzung.

Sen. Carmine McPershing: Eure Hoheit König, Präsident John Fitzgerald Kennedy, Ehrenwehrter Senat. Ich erkläre die Sitzung für eröffnet. Sie können Fragen sowohl an den Fürsten stellen, als auch an Ihre Kollegen. Ich erteile das erste Wort an Robert Kennedy, Justizminister.

Robert Kennedy erhebt sich und richtet seinen gefürchteten "Terrierblick" auf Fürst Horst.

Robert Kennedy: Fürst Horst. Zunächst mal die eine Frage die uns allen unter den Nägeln brennt: Warum zum Teufel, haben Sie diesen aberwitzigen Krieg vom Zaun gerissen?

Fürst Horst sitzt da wie ein Steinmonument, keine Antwort.

Robert Kennedy: Fürst Horst, ich habe Sie etwas gefragt.

Fürst Horst: *Hebt leicht eine Augenbraue.* Die Gründe liegen in der hohen Staatskunst, welche Ihnen ohnehin nicht zugänglich ist, Sie irischer Tagelöhner. warum also selbige erläutern?

Raunen im Saal

Sen. Carmine McPershing: Fürst, ich muss sie bitten, keine Beleidigungen auszusprechen. Antworten Sie sachlich und zivil auf die Ihnen gestellten Fragen.

Sen. Pike Latimer: *mit einer abfäligen Armgeste* "Hohe Staatskunst" heisst übersetzt doch wohl nichts anderes als "ich hatte Bock auf Krieg, weil nichts interesantes im Fernsehen lief und mir langweilig war" oder?

Fürst Horst: Wer hat Dich denn gefragt, Arschloch.

Sen. Carmine McPershing: Fürst Horst! Ich muss Sie noch mal ermahnen! Mässigen Sie sich, oder...

Fürst Horst: ...Oder was? Wollen Sie mich auspeitschen? Mich lebend von Ihrem Kamel auffressen lassen? *Erhebt sich leicht au dem Sessel* Da! sehen Sie das da an der Wand? Das da neben der blöden Birne von Brüderchen Kennedy? DAS ist der Grund!

Robert Kennedy: Die Lampe? Was soll denn jetzt der Schwachsinn?

Sen. Amberstone White Feather: Sie haben sichtlich Vergnügen daran, uns hier zum Narren zu halten, nicht wahr, Fürst?

Fürst Horst: Ich halte Sie nicht zum Narren, Sie SIND welche. Ja, die Lampe. Mit schmierigem Walöl alimentiert, ganz genau. Duster flackerndes Symbol Ihrer rückständigen Technikfeindlichkeit. Eine irre Ideologie, die Sie auch in Preussen etabliert haben und von der ich Preussen befreien wollte! Jawoll, Sie haben richtig gehört! Befreien! Mein erstes Vorhaben nach dem gewonnenen Krieg war es, zummindest mal Pasing zu elektrifizieren.

Sen. Amberstone White Feather: *schnippisch* Kurz, Ihr Feldzug geschah im Dienste eines grosskotzigen Stromkonzerns.

Robert Kennedy: Also nur mal zur Klarstellung: Die Lampe neben mir ist NICHT mit Walöl betrieben, es handelt sich ja nicht um eine Tischleuchte. Wie alle Wandlampen in öffentlichen Gebäuden ist diese an das städtische Gasnetz angeschlossen. Ich hoffe, ich konnte Sie mit dieser Information erleuchten.

Fürst Horst: Uiii, Gas! *blickt zu JFK, äfft mit seiner Mimik den russischen Zaren nach* Macht Ihnen Ihr Herr Schwiegerpapa einen Sonderpreis, Herr Kennedy?

John F. Kennedy: *sehr ruhig* Reden wir nun über Strom- und Gaswerke oder den Krieg?

Sen. Pike Latimer: Naja, Mister President. Krieg führen wegen Schlüselindustrien ist gar nicht so selten. Ein geradezu klassisches Motiv.

John F. Kennedy: *seufzt* ja, beinahe schon zu klassisch. Ich fand die ursprüngliche Version, wie sie in der Stuttgarter Zeitung zu lesen war, wonach der Krieg wegen meines Fluges über fränkisches Gebiet ausgebrochen sei, wesentlich origineller. Bescheuert, aber originell.

Fürst Horst: Vollidiot.

Bobbylampe.jpg

Robet F. Kennedy erklärt das Brookliner Beleuchtungsystem

Eleanor Roosevelt: *Leicht süffisant* Jaja, unser Präsident der Überflieger. Aber jetzt mal im Klartext, Herr Horst. Sie wollen uns also verklickern dass Sie Preussen überfallen haben, um es an das in Franken vorhandene Stromnetz anzuschliessen? Das illegal vorhandene, um das mal klarzustellen. Ich sage nur Morgenthau.

Fürst Horst: Deutschland ist seit 1785 unabhängig Du alte, runzlige Seekuh!

Sen. Carmine McPershing: *genervt* Ihnen ist schon klar, dass Ihnen nach dieser Sitzung ein ganzer Berg an Anzeigen wegen Beleidigung und Pöbelei droht?

Fürst Horst: *grummelt* Scheiss drauf.

John F. Kennedy: *bestimmt* So kommen wir nicht weiter. Der Fürst will uns offensichtlich nicht verraten, warum er diesen Krieg entfacht hat. Sei's drum. Ich bitte den ehrenwerten Senat mit den Vorschlägen und Argumenten, wie mit dem Fürsten zu verfahren sei, zu beginnen.

Sen. Pike Latimer: Ich bin dafür, ein Exempel zu statuieren. Der Kerl gehört vor ein Kriegsverbrechertribunal und dann ab nach Alkikatz!

Fürst Horst: Siegerjustiz!

Sen. Pike Latimer: Aber Mitnichten, Herr Horst! Ihre Taten, mehr noch: Ihre ganze versaute Vita gehört feinsäuberlich vor einem öffentlichen Gericht seziert und dann angemessen bestraft.

Sen. Amberstone White Feather: Alkikatz ist mir etwas zu hart.

Sen. Pike Latimer: Bitte?!?

Sen. Amberstone White Feather: Der Mann ist ein blöder Hund, gar keine Frage. Aber wenn man jeden Staatsmann einlochen wollte, der je einen Krieg geführt hat müsste auch mehr als die Hälfte der Amerikanensischen Präsidenten posthum in den Knast.

Eleanor Roosevelt: Was soll denn das jetzt heissen?

Sen. Amberstone White Feather: Ihr Mann ist doch ein ganz gutes Beispiel dafür, was ich meine. Sein Engaement im Nordeuropakrieg, die Bombennächte...Muss ich wirklich deutlicher werden?

Eleanor Roosevelt: Mein Mann ist ein Held unserer Nation!

Sen. Amberstone White Feather: Ja, unserer Nation, aber fragen Sie mal die Überlebenden der Bombennächte, ob die das mit dem Heldentum auch so sehen. Meiner Meinung nach soll der Kerl irgendwo ins Exil gehen. Ganz unspektakulär. Egal wohin.

Sen. Sergej Melinkov *meldet sich erstmalig zu Wort* Bitte, wenn ich mal etwas anmerken darf.

Sen. Carmine McPershing:' Nur zu, keine falsche Scheu, Senator Melinkow.

Sen. Sergej Melinkov: Es geht um das richtige Signal, das wir nach Deutschland senden. Sicher haben Sie mittlerweile alle das Interview mit dem neuen Kaiser Friedrich der II. von Hohenzollern gelesen. Durchaus dreiste Töne in unsere Richtung würde ich mal sagen, dem Manne mangelt es eindeutig an Respekt. Was schon angesichts der massigen Entwicklungshilfe die wir den Deutschen quartalsweise in die nimmersatten Hälse stopfen, eine ungehörige Frecheit ist. Dies alles berücksichtigend finde ich es wichtig, eine klare Machtdemonstration zu vollziehen.

John F. Kennedy: *souverän* Und wie soll die aussehen? Entmachtete Staatsmänner einlochen kann jeder. Der Tonfall des neuen Kaisers hat mir auch nicht ganz geschmeckt, aber ich denke, dass er zum Amtsantritt einfach mal so ein bisschen den dicken Max markieren will, so als klare Ansage an seine Untertanen. Das ist typische, pseudo-aussenpolitische Rethorik, die in Wahrheit ans Inland gerichtet ist. Der Mann setzt seine Pinkelmarken. Würde ich nicht überbewerten. In der direkten Interaktion mit uns gibt er sich vermutlich zahmer.

Robert F. Kennedy: Und wenn nicht? Ich stimme meinerseits Senator Latimer zu: Ab nach Alkikatz.

John F. Kennedy: Also bislang wurden vorgeschlagen: Exil und Alkikatz. Gibt's noch andere Ideen?

Whitefeather.jpg

Senator Amberstone White Feather plädiert für Milde

Sen. Gary Wilderwood: Das, was der Fürst selber vorschlug; Auffressen lassen durch das Kamel des ehrenwerten Senator Carmine McPhersing.

- *Allgemeines Gelächter*

Sen. Carmine McPershing:' Ich möchte festhalten, dass ich über kein Kamel verfüge, schon gar kein menschenfressendes.

Eleanor Roosevelt: Vor ein Gericht in Preussen stellen.

Sen. Pike Latimer: Sind Sie des Wahnsinns fette Beute??!! Wenn wir den Mann zurück nach Deutschland schicken, besteht die Gefahr, dass er wieder an die Macht kommt. Bei den verdammten Krauts weiss man ja nie!

Sen. Carmine McPershing:' Senator Latimer, unterlassen Sie bitte derlei Beleidigungen. Weder ist die Vizepräsidentin fett, noch dulde ich femdenfeindliche Ausdrücke wie "Kraut".

John F. Kennedy: Hat sonst jemand noch Vorschläge? Nein? dann bitte ich das hohe Haus, unter den Alternativen - Kriegsverbrechertribunal, Exil und Rückführung nach Deutschland - abzustimmen. Wie Sie natürlich alle wissen, obliegt die letzte Entscheidung mir, aber Ihr Votum dient mir als Orientierung.

Die Senatoren ziehen sich zurück. Jeder schreibt auf einen Zettel welchen der gemachten Vorschläge er unterstützt. Die Abstimmung ist geheim, daher werden die Zettel nicht mit Namen versehen. danach werden die Zettel in einen Korb geworfen und dem Präsidenten überbracht. Dieser zählt das Ergebnis von Hand aus. nach einer halben Stunde ist er damit fertig und tritt erneut vor den Senat.

John F. Kennedy: Ehrenwerte Senatoren, Werte Anwesende. Das Ergebnis der Abstimmung ist recht eindeutig. Doch bevor ich es verkünde, lassen Sie mich ein paar Gedanken zu den gemachten Vorschlägen formulieren. Zum ersten Vorschlag, dem Kriegsverbrechertribunal mit quasi eingebautem Ausgang namens Alkikatz: Ich hoffe Ihnen ist allen klar, dass dies Siegerjustiz in Reinkultur bedeutet. Ich meine, wir können das machen, keine Frage. Die ganzen Proteste von Menschenrechtsorganisationen wie dem IKMK ignorieren, auf jede internationale Konvention scheissen und der Welt zeigen, dass, wer immer sich mit uns anlegt, sich auf etwas gefasst machen kann.
Zwei Probleme gibt es dabei: Erstens - Der Fürst hat "nur" einen Krieg angefangen. Das klingt jetzt vielleicht zynisch, aber das allein gilt nicht - zummindest heute noch nicht - als Verbrechen. Senator White Feather hatte mit seinem Einwand völig recht. Dann müsste mehr als die Hälfte aller amtierendenden und noch mehr der Ex-Staatsmänner in den Knast. Wir können nun Nächte lang darüber debattieren ob das nicht sinnvoll wäre und ob eine Welt, in der Kriegführen als solches als Verbrechen gilt, nicht eine viel bessere wäre. Das bringt alles nichts. Sie erinnern sich doch alle an den Dreierbande Prozess. Die Angeklagten hatten bedeutend mehr auf dem Kerbholz als der alte, teutonische Haudegen hier und trotzdem kamen sie am Ende frei.
Zweitens: Wenn wir ihn vor Gericht schleifen, machen wir ihn zum Märtyrer. Er wird Sympathien bekommen von Leuten, die ihn sonst keines Blickes gewürdigt hätten. Es gibt dieses seltsame und überaus ärgerliche Phänomen, dass der, der sich gegen eine Agression wehrt stets sehr viel strenger und kritischer beurteilt wird, als der, der die Agression begonnen hat. Das gilt bei Streitgesprächen zwischen Privatleuten ebenso wie bei internationalen Konflikten. Und ich habe nun sowas von keinen Bock, mich in jeder besserwisserischen Zeitung als "Hardliner, "Rachsüchtiger Despot" und was weiss ich betiteln zu lassen, nur weil dieser Vogel vor Gericht gestellt wird und sich wieder ein paar Wichtigtuer profilieren wollen.

Und nun zum Vorschlag Rückführung nach Deutschland, zwecks Übergabe an ein preussisches Gericht. Für mich ganz klar, wäre das die logischste und beste Löung gewesen. Nur: Der Zug dafür ist abgefahren. Die Preussen hätten ihn uns gar nicht erst ausliefern dürfen. Nun haben sie es aber getan und ihn wieder zurückzuschicken wie eine unerwüschte Werbesendung, brächte ausser einem riesigen Affentheater vermutlich gar nichts. Ausserdem hat Senator Latimer nicht völlig unrecht: Das Risiko, dass er in Deutschland wie auch immer wieder auf negative Weise Einfluss au die dortige Politik nehmen kann, ist nicht komplett auszuschliessen.

Es bleibt also noch der dritte Vorschlag, das Exil. Eine glanzlose Lösung, eine unbefriedigende Lösung, aber aus meiner Sicht die machbarste und vorallem die, die am wenigsten - nennen wir es mal "Spätfolgen" - in sich birgt.

So, und nun zum Abstimmungsergebnis: Sechzig Senatoren hat das Haus. Alle haben abgestimmt. Ganze 15 Stimmen waren für die Rückführung nach Deutschland. 22 Stimmen waren für das Kriegsverbrechertribunal hier. 23 Stimmen - also nur eine Stimme mehr - für das Exil.

Fürst Horst, erheben Sie sich, ich verkünde nun meine Entscheidung.

Fürst Horst: Schwafel was Du willst, ich bleib sitzen.

John F. Kennedy: Fürst Horst. Sie werden weiter in Gewahrsam der Polizei von Brookline bleiben, bis sich ein Land gefunden hat, welches bereit ist, Sie für den Rest Ihres Lebens aufzunehmen. Sie werden eine Urkunde unterzeichnen müssen, in der Sie sich verpflichten, keinerlei politisches Amt mehr anzustreben. Die Einreise sowohl nach Deutschland als auch nach Amerikanien wird Ihnen auf Lebtag verwehrt bleiben. haben Sie diese Entscheidung verstanden?

Fürst Horst: Leck mich.

John F. Kennedy: Ich bedaure, Sie sind nicht mein Typ.

Der Präsident verlässt den Saal. Senator Carmine McPershing hebt die Sitzung auf. Füst Horst wird von den Wachen abgeführt.

Exil

Am 7. Oktober 1801 gab Alpinien bekannt, dass es Fürst Horst als Exil dienen wolle.

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