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Anastasia Romanowa Kennedy

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Grossfürstin Anastasia

Anastasia Kennedy, geborene Romanowa * 5. Juni 1783 ist eine Ehefrau des amerikanensischen Präsidenten John F. Kennedy und die jüngste Tochter des russischen Zaren, Nikolai Romanow der II und seiner Frau Alexandra.

KindheitBearbeiten

Geburt

Nachdem Alexandra, Zar Nikolais Ehefrau, bereits drei Töchtern (Olga, Tatjana und Maria) das Leben geschenkt hatte, wuchs der Druck auf sie, nun endlich den langersehnten Thronfolger zur Welt zu bringen. Die russische Monarchie ist nur patrilinear vererbar. Und so sehr das Herrscherpaar seine Töchter auch liebte, das Fehlen eines Sohnes wurde zunehmend zum Problem. Als die Zarin im Winter 1783 schwanger wurde, unternahm sie daher alles, damit es ein Junge würde: Beschwörungen durch Geistliche, Tees von Schamaninnen, Gebete, Fürbitten - kaum ein Mittel wurde ausgelassen, um das Schicksal im erhofften Sinne zu beeinflussen.

"Alexandra war sich sicher, dass es diesmal klappen würde und dass sie einen Jungen bekommt" erinnert sich ihre Schwester."Es wäre auch höchste Zeit gewesen. Ihre Popularität im Volk sank. Es ist die erste und wichtigste Pflicht der Zarin, einen Thronfolger zu gebären. Bekommt sie nur Mädchen, wird das von vielen als böses Zeichen betrachtet. Die Zarin ist dann des Thrones nicht würdig, unrein, oder sonstwie defizitär".

Als Anastasia in den frühen Morgenstunden des 5. Juni geboren wurde, konnten die Eltern ihre Enttäuschung zunächst kaum verbergen. Der Zar unternahm einen 30 Minütigen Spatziergang, ehe er sich zu Frau und Tochter ins Gemach begab. Dann aber gab er den beiden einen Kuss und ordnete Freudenfeiern an. "Es war ein harter Brocken, den ich schlucken musste, aber sie war mein Kind." sagte er später.

Kindheit

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Zeichnung aus der Feder von Anastasia.

Interessanterweise hatte Anastasia viel von dem Jungen, den sie hätte werden sollen. Sie war nicht so anmutig und hübsch wie ihre Schwestern, sondern frech, vorlaut und stets zu Streichen aufgelegt. Sie hatte viel Humor und brachte die Familie und ihr Umfeld dauernd zum lachen. "Sie ist der Familienclown" schrieb ihr Französischlehrer. "Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und ihre Beobachtungsgabe, ihr blitzgescheiter Verstand lässt sie ihre Mitmenschen oft trefflich karrikieren". Manchmal waren ihre Streiche allerdings auch reichlich derb und sogar gefährlich. So versteckte sie anlässlich einer Schneeballschlacht mit ihren Schwestern einen Stein in ihrem Schneeball und verletzte damit Tatjana empfindlich am Kopf.

Wie in der Zarenfamilie üblich, musste sie wie ihre Schwestern auch, schon früh verschiedene Sprachen lernen. Mit ihrer Mutter sprach sie Englisch, mit ihrem Vater Russisch, mit ihrer Tante Deutsch. Für französisch und Nahuatl hatte sie Privatlehrer. Obwohl Anastasia ansonsten keine besonders gute Schülerin war, ihr Talent für Sprachen war aussergewöhnlich. Sie beherschte alle genannten schon mit 6 Jahren fliessend. In malen und Zeichnen, Sticken und Nähen war sie ebenfalls sehr begabt. Die Lust am Schauspielern, erfinden von Gedichten und Geschichten wies sie als besonders kreative Persönlichkeit aus.
1788 kam Alexej, der langersehnte Thronfonfolger zur Welt. Fortan drehte sich alles nur noch um ihn. Diese Verlagerung der elterlichen Aufmerksamkeit machte Olga, Maria und Tatjana durchaus zu schaffen. Nicht so Anastasia: Sie fand in dem jüngeren Bruder einen echten Seelenverwandten und die Beiden wurden unzertrennlich. Sie schrieben sich oft Briefe in einer selbst erfundenen Gheimsprache und heckten allerlei Unfug aus. Allerdings wurde Alexej durch seine schlechte Gesundheit immer weder ausgebremst und konnte bei den wilden Spielen Anastasias nicht mithalten.

Die frühe VerlobungBearbeiten

Stand und steht die Zukunft von Alexej schon von Geburt an fest - die Thronfolge nämlich, so galt es für die Gorssfürstinnen schon früh eine passende Partie zu finden. Heirat hat in altmonarchischen Kreisen nur wenig mit Liebe zu tun, sondern mit Macht, Einfluss,Geld und Staatsräson.
Im Jahre 1787 nahm Zar Nikolai einen erheblichen Kredit bei Joseph P. Kennedy auf, dem vermögensten Bankier Irlands. Dies mag auf den ersten Blick erstaunen, sind die Romanows doch selber überaus reich. Solche Fremdanleihen sind jedoch gerade für Herrscher nicht ungewöhnlich, wenn sie zB eine Anschaffung planen oder Schulden tilgen möchten, deren genauer Hintergrund pikant ist. Solche ausländische Transaktionen laufen nicht über das Schatzamt und sind daher diskreter abzuwickeln.

Joseph P. Kennedy wurde in den Zarenpalast eingeladen, um das Geschäft abzuschliessen. Teil des Handels, welcher damals allerdings unter weitestgehner Geheimhaltung abgewickelt wurde, war die formale Verlobung Anastasias mit Kennedys Sohn, John F.
"Eine Verheiratung der Kinder unter Ausschluss selbiger war und ist in hohen Kreisen durchaus keine Seltenheit." schrieb ein Gesellschaftsreporter später: "Zwei Dinge aber ragten bei diesem Arrangement deutlich hervor. Zum einen, dass der Zar bereit war, seine Tochter an einen Nichtaristorkraten zu vergeben und dass Joseph P. Kennedy wiederum einen bereits über 20 Jährigen Sohn verheiratete, der, zur Zeit der tatsächlichen Eheschliessung, an Anastasias 17 Geburtstag ja noch älter sein würde."
Zwei Erklärungen werden allgemein herangezogen: Zum einen stammen die Kennedys durchaus aus einer königlichen Linie, die nur die Fährnisse der Geschichte von einer aktiven Amtisinhabe abgehalten hatte. Zum anderen waren sowohl Anastasia als auch John F. keine Erstgeborene und damit in der Thronfolge nicht wirklich von Bedeutung. John F. wurde von seinem Vater als eher unwichtig für die Dynastie eingestuft, sein Lieblingsohn war Joseph P. Kennedy junior. Die eher burschikose Anastasia indes, vierte Tochter und ohnehin nicht thronfolgeberechtigt würde allerwahrscheinlichkeit nach keine allzu begehrte Debütantin auf dem aristokratischen Heiratsmarkt abgeben. Die frühe Vermählung mit dem Sohn eines reichen, irischen Bankiers schien dem Zaren daher vermutlich als optimale Alternative.
Anastasia war zu der Zeit erst vier Jahre alt und bekam naturgemäs nichts von dem sie betreffenden Arrangement mit. John Kennedy indes, bereits 30 Jahre alt, weilte damals ebenfalls völlig unwissend, in Etrurien, in Palmyra.

Die HochzeitBearbeiten

Im Frühjahr 1800 erfuhr John Kennedy von seinem Vater von dem gemachten Arrangement. "Es war als ob man mir gerade einen ganz schlechten Scherz erzählt hätte und nun auch noch erwartete, dass ich einen Lachanfall bekome" sagte JFK später. "Ich meine - mein Vater, mein götterverdammter Vater, hat mich einfach mal so verheiratet - ohne mich zu fragen. Unter anderen Umständen hätte ich ihn defintiv zum Teufel gejagt und die Sache damit abgeschlossen.".
Nun waren die Umstände aber die, dass John F. Kennedy König und Präsident Amerikaniens war, etwas, womit auch sein Vater niemals gerrechnet hätte. Aus der Ehe unter dynastisch irrelevanten Zweit- und Viertgeborenen war eine Angelegenheit von weltpolitischer Bedeutung geworden.
"Es stand ausser Frage, den Zaren zu brüskieren" erklärte Theo, ein Ehemann und Berater Kennedys. "Man musste es sehen als das, was es war: Als ein diplomatisch durchaus günstiger Akt. Gefühle der Beteiligten waren tatsächlich zweitrangig."

Auch für Anastasia bedeutete die Nachricht erst mal einen Schock. Sie war sich zwar früh im Klaren, dass sie dereinst ihren Gatten nicht selber aussuchen können würde, trotzdem machte ihr die Vorstellung, den fremden Herscher John F. Kennedy, von dem sie bislang nur ab und zu etwas im Rundfunk gehört hatte, zu ehelichen Angst.
"Ich hatte Angst" schrieb sie später. "Das unbeschwerte leben war mit einem Schlag vorbei. Ich hatte immer davon geträumt, Theaterschauspielerin zu werden, um die Welt zu reisen und ferne Länder kennen zu lernen. Und nun sollte ich die soundsovielte Frau eines mir unbekannten, 43 jährigen Mannes werden? Ich war noch Jungfrau und nicht mal richtig aufgeklärt."

Im Juni besuchte John Kennedy die Zarenfamilie auf deren Sommeresidenz in Tunguska. Dort wurden Anastasia und er einander vorgestellt. "Der Altersunterschied war schon heftig" erinnerte sich der Zar "Aber JFK hatte etwas sehr jungedliches an sich, so dass der bittere Beigeschmack dieses Arrangementes - unsere Anastasia mit einem alternden Sack zu vermählen - so nicht aufkam.
John Kennedy und Anastasia verbrachten viel Zeit miteinander. Sie machten Ausflüge in die Natur, besuchten Museen und Konzerte. Zur Erleichterung aller, war sich das künftige Paar nicht unsympathisch. "Ich fand ihn vorallem und das auf Anhieb, wunderschön. Er war sehr zuvorkommend, freundlich und galant und so langsam wurde ich gewahr, dass ich es nicht nur erheblich schlechter hätte treffen können, sondern auch dass ich ihn lieben könnte." sagte Anastasia. Für JFK galt ähnliches: "Ich mochte ihre quirlige, unkonventionelle Art. Dass sie nicht gerade die allerschönste war, fand ich sogar anziehend. Ihre Schwester Tatjana ist eine richtige, klasische Schönheit, viele zogen mich damit auf, dass ich doch besser mit ihr hätte verheiratet werden sollen. Aber mir war klar, dass vom Charakter her, Anastasia besser zu mir passte. Von den vier Grossfürstinnen war sie für mich am geeignetsten."

Ein weiteres Hindernis galt es allerdings noch zu überwinden: Das der unterschiedlichen Religion. Kennedy ist Paganist und Anastasia Angehörige der russisch-othodoxen Kirche. Anders als deren Ableger in Amerikanien, ist die Orthodoxe Kirche in Russland dem Paganismus gegenüber ausgesprochen feindselig eingestellt. Verurteilt wird nicht nur der Polytheismus, auch die ganzen Rituale und Praktiken werden weitestgehend als okkulte Teufelsanbeterei gesehen und in einer Mischung aus Furcht und Unwissen kategorisch abgelehnt.
Der oberste Patriarch der russischen Kirche in Sankt Stalingrad weigerte sich denn auch, die Trauung zu vollziehen und warnte alle Kleriker im Lande davor, dies zu tun. Damit stellte sich die Kirche aktiv gegen den Zaren, was ein Novum war. Aber auch innerhalb der Zarenfamilie gab es diesbezüglich heftige Differenzen. Vorallem die Zarin, Alexandra, sowie Tajana (Anastasias Schwester) beide tief religiös und in der Orthodoxie verankert, lehnten de Heirat aus diesem Grunde ab. Anastasia selber hatte mit diesem Punkt deutlich weniger Probleme. Sie war nie eine besonders begeisterte Kirchgängerin gewesen. Der Paganismus machte ihr nicht nur keine Angst, sie schätzte sogar den Freiraum, den er im Gegensatz zur traditionellen Orthodoxie dem Individuum lässt.

Man einigte sich schliesslich darauf, die Trauung in Amerikanien, nach keltischem Ritus stattfinden zu lassen. der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche von Brookline bot an, der Zeremonie beizuwohnen und das Paar zu segnen. Die Hochzeit fand am 3. August 1800 statt.

EheBearbeiten

Die Ehe zwischen Anastasia und John F. Kennedy gilt als harmonisch. Anastasia betätigt sich kreativ und sagte vor kurzem, dass sie in ihrem neuen Leben mehr Freiheiten hätte, als in ihrem alten.
Obwohl man beiderseits des Ozeans die Ehe als politisch stabilisierend zwischn den beiden Ländern betrachtet, halten sich vorallem In Russland nach wie vor Vorbehalte gegen die Verbindung, was weitestgehend auf den Religionsunterschied zurückzuführen ist.

Kennedies.jpg

Die Kennedy Familie: Von links nach Rechts:Theo Sorensen-Kennedy, Jacqueline Kennedy (Die First Lady), John F. Kennedy, Wenkawitah Kennedy, Fritz Kennedy, Mary Kennedy, Anastasia Kennedy und Norma-Jean Kennedy

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