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Überlegungen zu den Thesen des Calvinismus

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Überlegungen zu den Thesen des Calvinismus ist ein von Axayacatl Itzcoatl Tzintzuntzan geschriebener Text, der im Nachlass des Philosophen entdeckt und mit anderen zum Teil unvollständigen Werken in der Sammlung „Ansichten eines Genies“ nach seinem Tod veröffentlicht wurde. Ob „Überlegungen zu den Thesen des Calvinismus“ vollständig ist, ist unter Experten umstritten. Der Text zählt zu den gesichtslosen Schriften.

Inhalt Bearbeiten

Auf den ersten Blick kann man Calvins Theologie eine gewisse Logik nicht absprechen. Wenn man davon ausgeht, dass überhaupt ein paar Menschen je ins Paradies kommen, kann dies ja nur ohne Ansehen ihrer Verderbtheit sein. Doch der prüfende Blick des Erkennenden zeigt auf, dass diese Ideen nur dem Kopf eines wirren Geistes entspringen. Wie soll man ohne Makel durchs Leben schreiten, wenn schon vor der Geburt entschieden, ob man des Himmels würdig ist? Was ist dies auch für eine unbrauchbare Unterteilung? Himmel und Hölle? Warum sollte die Einteilung nach dem Tod so einfach sein, wenn das Leben sich als so kompliziert gestaltet?
Die Guten werden belohnt. Die Bösen werden bestraft. Mit diesem Ammenmärchen kann man Kinder zu Gehorsam und Rückratlosigkeit erziehen und trotzdem erzählt Calvin diese Sage vom göttlichen Sieb, doch sich dann erdreisten und behaupten, dass es kein Gut und Böse gebe, dass das Handeln keinen Wert mehr habe, dass wir keinen Einfluss hätten, ist Nihilismus in Perfektion.

Unser Sein und unser Werden hat keinen Sinn. Egal was wir machen, es ist nicht von Bedeutung. Wozu noch leben, wenn es nur eine unbedeutende Wartezeit ist? Mord, Freitod, Hurerei. All diese Dinge, mit bedacht gewählt und begründet durch ein ehrenvolles Motiv, sind noch zu entschuldigen, doch diese nihilistische These, dass alles vorher bestimmt sei, entreißt dem Menschen jede Verantwortung. Man kann sich nicht für seine guten Taten rühmen und muss sich nicht für seine schlechten schämen. Keine Entwicklung, kein Verstehen, sondern nur dröger Stillstand sind das Ergebnis. Wie soll man zu sich stehen? Wie soll man erkennen, wer man ist, wenn man laut den Thesen des Calvinismus kein Individuum ist, keinen freien Geist besitzt?
Welch misanthropische Geisteshaltung vermag ein Mensch einzunehmen und sich diesen Unsinn ausdenken!

Die Misanthropie ist keine Erfindung Calvins. Schon früher erkannten Denker, dass Menschen nicht die Intelligenz, nicht die Erhabenheit besitzen, derer sie sich sicher wähnten. Doch alle waren sich einig, wussten, erkannten, verstanden, dass der Mensch ist. Er ist Mensch, weil er ist, doch Calvin verneint diese Tatsache und lässt uns vegetieren. Er lässt uns existieren, aber nicht sein. Wir sind nur Staubkörner von Staub, Sklaven der Sklaven, die die Diener bedienen.

Das suggeriert der Calvinismus und zeigt dabei die schlimmste Form des Nihilismus auf, den man sich ausdenken kann. Es ist nicht das Fehlen eines Lebenssinns. Es ist das Verbot eines Lebenssinns, aufgetragen von einem angeblich allmächtigen Gott. Ein Gott, der laut Calvin allwissend ist und anscheinend ist diesem Gott langweilig, sodass er sich mit sadistischen Spielen unterhalten muss.
Schon das Herbeiwünschen eines Gottes ist tragisch. Doch diese Idee, die Idee einer höheren Macht, die von Menschen erfunden wurde, da sie begannen zu erkennen, wie klein sie sind, diese Idee eines Gottes, die den leichtgläubigen Pöbel, den Blinden im Volk Hoffnung und Demut lehren soll, so zu verunstalten, dass aus dem Hoffnungsspender ein grausamer Despot wird, den alle anderen Christen, auch wenn sie sich sonst wie jeder Anhänger des Gottesfehlglaubens irren, korrekter Weise Teufel nennen würden.

Es ist eine außerordentliche Leistung nötig, um diesen Gottesfehlglauben zu verstümmeln. Ob außergewöhnliche Dummheit, oder außergewöhnliche Gier und außergewöhnlichen Egoismus Motiv dieser Ansammlung grauenhafter Fehlschlüsse ist, die sich Calvinismus nennt, ist schwer zusagen.
Calvin wurde von den Menschen, die ihn kannten, als intelligent beschrieben, doch auch der klügste Kopf kann durch eine falsche Erziehung korrumpiert werden. Vielleicht versuchte er sich auch nur an der katholischen Kirche zu rächen, zu zeigen, dass er und sein Vate, doch nicht so schwach waren, wie sie schienen. Dass er eine Stadt in ihr Verderben stürzte, indem er ihr seine wahnwitzigen Ideen aufzwang, nur um sich sicher zu fühlen, mag ein niederes Motiv sein, wie es für die Menschen üblich ist. Es folgt dem Willen der Selbsterhaltung. Doch eine Stadt in ihr Verderben zu stürzen, weil man sich als Herrscher zeigen möchte, zeigen möchte, dass man Macht hat, verrät nicht niedere, sondern falsche, dunkle Motive auf.

Calvin war ein Zyniker. Er vereinnahmte den naiven Gottglauben der Christen, verstümmelte ihn, erfand Thesen die jeden verspotten der an sie glaubt, schuf einen grausamen Gott, der wie der böse Bruder des Teufels wirkt und nennt diesen Gott noch allgütig.
Er zeichnet einen grausamen Despoten und bezeichnet ihn trotzdem als allgütig. Calvin verspottet damit jeden, der an diesem unausgegorenen Blödsinn glaubt. Er erringt die Macht in Genf, baut einen Staat auf der Basis von Fehlschlüssen auf, die er aus einem Märchenbuch namens Bibel gewann und zerstört mutwillig das Leben der Genfer über Generationen. Er unterdrückt sie und lässt sie nicht sein, sondern nur vegetieren.

Die Idee, dass das Christentum reformiert werden müsste, war nicht kein Einfall Calvins, andere haten duie Idee schon vor ihm, alle haben sie versagt und sind nicht weit genug gegangen. Doch diese Spalier der Versager führt Calvin an.

Diskussion über die Vollständigkeit Bearbeiten

Es ist unter Experten umstritten, ob das Werk vollständig ist. Das Original gilt als verschollen und es ist nicht bekannt, ob alle Seiten voll geschrieben waren, was auf Unvollständigkeit hinweisen würde, oder nicht, was nahe läge, dass „Überlegungen zu den Thesen des Calvinismus“ vollständig ist. Grund für diese Diskussion ist, dass „Überlegungen zu den Thesen des Calvinismus“ zwar auf den Calvinismus eingeht, jedoch einige Aspekte, unter anderem die Trinität, nicht erwähnt werden, obwohl Tzintzuntzan Themen dieser Art vollständig abhandelte, auch wenn er nicht jedem Aspekt gleiche Bedeutung schenkte. Diese Umstände sprechen für eine Unvollständigkeit des Werkes. Für die Vollständigkeit wiederum spräche, dass es keinerlei Hinweise gibt, dass das Original gekürzt oder verändert wurde, jedoch weisen einige Experten darauf hin, dass es überhaupt keine Überlieferungen über das Original gibt. Ebenfalls für die Vollständigkeit sprechen die letzten Worte: Sie wirken wie ein Abschluss, wobei auch in diesem Punkt die Meinungen auseinander gehen. Im 18. Jahrhundert wurde vereinzelt auch die Möglichkeit erwogen, dass es sich bei „Überlegungen zu den Thesen des Calvinismus“ um den Anfang eines Werkes über das Christentum handelt. Doch sowohl Titel als auch Inhalt sprechen eher gegen diese waghalsige These.

Bewertung Bearbeiten

Dem Werk wird heutzutage keine große Beachtung beigemessen. Die aztekische Philosophin und Hohepriesterin Tzitzitlini Coatlicue Tenoch-Hase antwortete auf die Frage eines Journalisten, was sie von „Überlegungen zu den Thesen des Calvinismus“ halte, dies:

„Sie haben davon gehört und es vielleicht sogar gelesen? Ich bin erstaunt und muss Ihnen sagen, dass Sie Ihre Zeit verschwendet haben. „Überlegungen zu den Thesen des Calvinismus“ besitzt keine große Bedeutung. Ein Text mit weniger als tausend Wörter. Tzintzuntzan schreibt nur das, was schon zahlreiche Menschen vor ihm geschrieben haben. Es gibt keine neuen Ideen, keinen revolutionären Ansatz. Das einzig Erstaunliche ist, dass Tzintzuntzan sich gemäßigter Worte bedient, obwohl er Religionen und den Glauben an eine höhere Macht als etwas grauenvolles betrachtet, dass den Menschen bei der Suche nach der Wahrheit behindert.“

In der Dixie-Confederation ist das Werk - wie die meisten Schriften von Axayacatl Itzcoatl Tzintzuntzan - verboten. Religionsminister Newt Gingrich sagte dazu: "Dass ein gottloser, aztekischer Atheist Gift und Galle über den grossen Reformator Calvin ausgeifert, verwundert nicht. Wie könnte das Böse auch anders, als sich beim Anblick des Lichtes zu übergeben? In Dixieland ist aber für solcherlei Auswurf keinen Platz."

In Amerikanien wird der Text in Schulen traditionellerweise als Inhalt von Diktaten genutzt. Theo Sorensen-Kenndy, ein Ehemann des Präsidenten, erinnerte sich in einem Interview: "Der grosse Axayacatl Itzcoatl Tzintzuntzan kotzt sich über den Calvinismus aus und sorgt für Generationen von schlechten Noten, weil die meisten Wörter wie "Nihilismus" oder Gottesfehlglauben" falsch schreiben oder die zahlreichen Kommatas vergessen. Obwohl auch ich damals mit diesem Diktat eher schlecht abschnitt finde ich es gut, dass es in den Schulen durchgenommen wird. Die Schüler lernen in der anschliessenden Debatte über den Calvinismus gleich, was für eine krude Ideologie selbiger ist und das halte ich für wichtig."

Der etruskische Kaiser Aula Apatrui, der sich selber sehr intensiv und kritisch mit dem Calvinismus beschäftigt hatte, schätzt das Werkl ähnlich wie Tzitzitlini Coatlicue Tenoch-Hase ein: "Tzintzuntzan sagt, was alle über den Calvinismus - ausser den Calvinisten - denken. Es gibt ja auch im Grunde nichts anderes zu sagen. Ich hätte mir aber von dem Herren der boshaften Worte gewünscht, dass der die legitime und immerwährende Empörung über diesen gedanklichen Vollschrott in stärkere Worte packt, so dass das Altbekannte wenigstens unterhaltsam zu lesen wäre. So bleibt das ganze merkwürdig verhalten, auch wenn Tzintzuntzan seine Abscheu natürlich unmissverständlich ausdrückt."

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